RBLUM-148

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-148 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 148 - Der Franziskaner durch den Anblick Robert Blums nochmals in Zweifel gestürzt. Seiner Teufelsangst begegnet der Herr mit Seiner Vatermilde.


1. Der Franziskaner geht nun vorwärts zu Mir, dem General und dem Grafen. Als er gerade seine Frage: ,Wer bist du, fremder Freund?‘ von sich geben will, kommt - natürlich auf einen inneren Ruf - Robert Blum zu Mir und sagt: „Herr! Brot, Wein und Kleidung stehen in Bereitschaft!“

2. Sage Ich: „Gut, Mein geliebter Robert (geflissentlich hinzusetzend) Blum! In diesem Hause bist du ein Herr neben dem Herrn, und deine grosse Liebe zum Herrn ist die Gesetzgeberin über dein Haus und alle, die darinnen sind!“

3. Als der Franziskaner - der aus Liebe zur Freiheit, aber nicht aus Liebe zur grossen Wahrheit des Evangeliums seinen Orden verlassen hatte - des ihm wohlbekannten Robert Blum leibhaftig ansichtig wird, schlägt er die Hände über dem Kopf zusammen und spricht: „Aber um Gottes willen! Jesus, Maria und Joseph, und ihr alle Engel und Heiligen Gottes, stehet uns bei! Da befinde ich mich ja in dem Hause eines Erz-Hauptketzers!! O Jesus, Maria und du heiligster Josephus! Das ist ja ebensoviel als in der Hölle selbst! Und da soll Christus, der Herr, Sich irgendwo aufhalten? O du verfluchter Teufel du! Du hinterlistiger Beelzebubteufel. Gelt, du hast gemeint, dass du mich hast? Aber nichts da, du abscheulicher und dümmster Teufel du! Die selige Jungfrau hat dich zu rechter Zeit mit ihrer himmlischen Allmacht vor mir entlarvt und ich kann mich noch aus deinen Klauen entreissen! Ja, ich habe aber auch stets allein die Hochseligste verehrt, damit sie mich vor den Versuchungen des Teufels zeitlich wie ewig bewahren möchte. O ihr bestialischen Teufelsfreunde alle, und du Teufelskerl Miklosch! Möchtest du mir nun keinen neuen Christus unter eurer herrlichen Gesellschaft bekanntgeben? O du Hauptteufelslump, wie schön hast du dir Mühe gegeben, mich in die Hölle zu bringen! Aber die seligste Jungfrau hat dir einen Strich durch deine Rechnung gemacht. So bald, wie du meinst, wird der Teufel mit einem Franziskaner denn doch nicht fertig!“

4. Rede Ich: „Mein Freund, dies Haus ist weder das eines Ketzers und noch weniger einer Gesellschaft von Teufeln. Das sage Ich, der alleinige, ewige Herr Himmels und der Erde dir! Denn in der Hölle wandeln nirgends freie Gestalten im Lichte der Himmel. Ist dir aber diese echte himmlische Brüderschaft zu verdächtig, so siehst du dort das noch offene Tor und draussen eine weite Ferne. Du kannst gehen oder bleiben, das ist uns gleich. Die Unendlichkeit ist weit, breit, hoch und tief genug. - Und nun schweige oder gehe! Du aber, Bruder Blum, gehe in den grossen Nebensaal und heisse sie alle herauskommen! Lasse Brot und Wein in aller Fülle auf diesen grossen runden Tisch bringen, auf dass dieser blinde Narr sich überzeugen möge, wie die vermeintlichen Teufel dieses Hauses aussehen und wie sie etwa gar gesotten und gebraten werden!“

5. Robert begibt sich schnell fort, um Meinen Willen zu vollziehen. Sogleich kommen alle die Altväter, Propheten und Apostel mit Auszeichnungen, an denen sie leicht zu erkennen sind. Ebenso auch die Altmütter, von Eva angefangen, und auch Mutter Maria mit Joseph und allen in den Evangelien vorkommenden Personen. Diesem grossen Zug schliessen sich dann die Neuangekommenen an: Robert, Messenhauser, Jellinek, Becher, Niklas, Bardo und alle die zu ihnen Gehörigen. Am Ende auch noch die vierundzwanzig Tänzerinnen, die von Roberts Weib geführt werden. Sie tragen Wein und Brot in Menge herbei und stellen diese Lebenssachen in bester Ordnung auf dem Tische auf. Alle aber, die aus dem Nebensaal kommen, sind mit einer starken Glorie umfangen, und das hauptsächlich, um dem Franziskaner die Augen zu öffnen.

6. Nachdem der Tisch bestens bestellt ist, sage Ich zu den neunundzwanzig Neuen: „Kommet her, Freunde und Brüder! Und du, vom Franziskaner als ein Teufelskerl hingestellter Miklosch, tritt zu Mir her! Nimm und iss zuerst das Brot des Lebens und trinke zugleich den Wein der Erkenntnis und Kraft! Und sage dann dem Franziskaner, der schon lange einen leeren Magen hat, wie dir diese höllische Kost schmeckt!“

7. Miklosch, der Mich schon draussen heimlich zu erkennen anfing, kommt sogleich ehrerbietig und demütigst zu Mir und spricht: „Nun, o Herr, kann ich zum erstenmal in meinem gesamten Sein wahrhaftig ausrufen: ,O Herr, ich bin nicht wert, dass Du eingehst unter mein sündiges Dach!‘ - Aber ein heilig Wort nur rede, o Herr, und alles, was in und an mir ist, wird gesund! - Ja, das ist ein wahres lebendiges Brot der Himmel, Dein rechter Leib ohne Falsch und Trug, o Herr! Wer dieses Brot isst, der wird ewig leben, denn es hat in sich die Kraft des ewigen Lebens! Und welch ein überhimmlischer Geschmack! - Und dieser Wein, rein aus Deinem Herzen geflossen, ist ebenso Dein wahrhaftiges Blut, durch das uns alle Sünden abgenommen werden, die wir je auf der Erde begangen haben. Und so wage ich es, ihn gleichwie das heilige Brot zu geniessen. Welch ein Geschmack und welch ein Geist! O Herr, das fasst kein Sterblicher einer Welt! Brüder, esset und trinket und schmecket es selbst, wie viele Himmel in einem jeden Tropfen zu Hause sind!“

8. Alles greift nun zu und isst und trinkt nach Herzenslust. Und niemand findet Worte, die grosse Herrlichkeit des Geschmacks, der Süsse und des Geistes zu beschreiben.


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