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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-140 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 140 - Weitere Fragen an den Fremden über Jesus. Rätselvolle Antwort.


1. Spricht Miklosch, ganz entzückt über die Worte des Fremden: „O liebster Freund, da du den Herrn Jesus Christus gut zu kennen scheinst, ansonsten du doch nicht mit solcher Zuversicht von Ihm reden könntest, so gib uns allen gefälligst eine kleine Beschreibung von Ihm und zeige uns ungefähr die Gegend, wo Er Sich mit Seinen seligsten Freunden vorzugsweise aufzuhalten pflegt.“

2. Spricht der Fremde: „Liebe Freunde! Was da die erste Frage betrifft, so muss ich euch sagen, dass gerade Ich Selbst die grösste Ähnlichkeit mit Ihm habe. Persönlich sieht Er geradeso aus wie Ich. Auch Seine Stimme ist ganz wie die Meinige. Fürwahr, wer Mich sieht, der sieht das wirklich vollkommene Ebenbild Jesu des Herrn! Ihr dürfet also nur Mich recht fest ins Auge fassen, so seht ihr auch schon so gut wie Jesus Selbst, der Gestalt nach.

3. Was aber das Wo betrifft, so ist die Antwort ein wenig schwieriger, obschon am Ende alles auf eins hinausläuft. Im allgemeinen aber wohnt Er im ewigen Osten. Und vom irdisch naturmässigen Standpunkt aus betrachtet in der Gegend des Sternbildes ,Löwe‘, und zwar in der entsprechenden geistigen Zentralsonne, die da umfasst die naturmässige unter dem Namen Regulus und über sie hinaus die ganze Unendlichkeit. Habt Ihr Mich wohl verstanden?“

4. Spricht der Graf: „Ja, so gut es gehen mag! Aber dass du dich dabei ein wenig dunkel über das Wo geäussert hast, wird wohl jeder von uns gemerkt haben. Wie da deine persönliche Ähnlichkeit mit Jesus und Sein wahres Wo am Ende auf eins hinauslaufen könnte, das, liebster Freund, ist mir ein bisschen zu rund! Denn was hat deine zufällige Ähnlichkeit mit dem wahren Wo des Herrn Jesus zu tun? Wie kann das eins sein? Da musst du dich im Eifer vielleicht doch ein wenig verredet haben. Sei demnach so gut und deute uns diese Sache ein wenig klarer!“

5. Spricht der Fremde: „Ja, mein lieber Bathianyi, schau, hier ist es schon einmal so! Es muss einem da nicht alles auf einmal klar sein. Siehst du denn nicht, wie diese Gegend von den Nebeln nicht auf einmal klar werden will? So geht es auch mit so mancher Antwort. Eine vollständige Antwort macht den Geist träge, weil er um nichts Weiteres mehr zu fragen hat. Ist aber die Antwort etwas dunkel, wird der Geist über alle Massen fleissig, um sich darin wieder zurechtzufinden. Sieh, über die Gestalt Jesu hast du keinen weiteren Anstand erhoben. Dein Geist gab sich auf diese klare Antwort sogleich seiner trägen Ruhe hin und fragte um nichts mehr. Aber die Dunkelheit der zweiten Antwort erweckte ihn wieder und er nötigte dich dann, weiter fragen zu müssen. Und das ist gut! - Mache dir daher in der Zukunft über irgendwo vorkommende Zweifel keine Skrupel, denn zu rechter Weile wird dir schon alles klar werden!“

6. Spricht der Graf: „Das ist alles recht schön, gut und wahr - aber sehr mystisch bleibt es immer!“ - Fällt ihm der Franziskaner ins Wort: „Ja, ja, mystisch und immer mystisch! Wir müssen froh sein, dass uns dieser Freund so viel Aufschluss erteilt, nicht aber, dass wir noch seine herrlichen Worte bekritteln sollen. Mich hat die zweite Antwort gar nicht im geringsten geniert. Sie, Herr Graf, aber möchten halt schon wieder die ganze Hand, wo Ihnen ein Finger gezeigt wurde. Ich finde darinnen wahrlich keine Höflichkeit, die Ihnen doch sonst so eigen war!“ - Spricht der Graf: „Freund, das geht Sie nichts an! Wenn Sie eines trägen Geistes sind, so seien Sie es immerhin, aber von meinem Geiste haben Sie keine Trägheit zu verlangen!“

7. Spricht der Fremde: „Ruhig, ruhig, meine Freunde! In solchem Eifer lässt sich nichts Grosses und Wahres erreichen. Liebe sei euer Führer!“


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