RBLUM-110

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-110 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 110 - Der Herr über Seelenfischfang. Brot, Wein und himmlische Bekleidung.


1. Ich aber sage zu Bruno: „Mein lieber Bruno, du bist wahrlich ein guter Fischer. Mit einem Zuge hast du Mir ein volles Netz gebracht. Das ist eine wahre Meisterschaft, die ihres guten Lohnes wert ist in allem Vollmass! Es wird sich nun freilich erst zeigen, so wir diese Fische aus dem Netze heben, ob nicht mehrere darunter ausgeschieden und wieder zurück ins Meer geworfen werden müssen ob ihrer doch zu grossen Magerkeit. Aber das macht dein Verdienst vor Mir keinesfalls geringer. Denn die Sonderung ist allein Meine Sache, während dir als von Mir ausgesandtem Fischer allein nur das Fangen der Fische obliegt. Jeder Fischer hat schon alles getan, so er sein Netz vollgefüllt hat, und hat nicht darauf zu sehen, ob die Fische gut oder schlecht sind. Ich aber als der Herr kann dann bestimmen, welche Fische Mir taugen und welche nicht.

2. Gehe du aber nun zu Robert hin; er wird dir eine rechte Stärkung, bestehend aus Brot und Wein, und ein dir geziemendes Ehrengewand geben.“

3. Spricht Bruno: „O Herr, ich bin wohl kaum Deiner allergeringsten Gnade wert; wie könnte ich von Dir solch eine allergrösste annehmen? Herr, was Du mir zu viel tun willst, das tue lieber diesen armen Fischlein, die vor Dir zu mager aus dem Netze gehoben werden. Mich aber belasse, wie ich nun bin. Denn wahrlich, in Deiner heiligen Nähe bin ich weder hungrig noch durstig, und Dein Wort ist mir das kostbarste Ehrengewand!“

4. Rede Ich: „Mir gefällt deine grosse Demut und Nüchternheit über die Massen wohl. Aber dennoch musst du schon das tun, was Ich dir nun anbefohlen habe. Siehe, auch Mein Petrus wollte einst nicht zugeben, dass Ich ihm die Füsse wasche. Als ihm aber von Mir der Grund gezeigt wurde, wollte er am ganzen Leibe gewaschen werden, was aber auch wieder zu viel gewesen wäre. Und siehe, so ist es nun auch hier mit dir der Fall. Du musst darum zuerst mit Brot und Wein gestärkt und durch das himmlische Ehrenkleid geläutert werden, auf dass dann aus deiner Sphäre heraus diese Fischlein gestärkt und wahrhaft belebt werden. Wärest du aber zuvor nicht dazu eingerichtet, könnte es auch mit diesen deinen Fischlein durchaus nicht vorwärtsgehen. Den Grund davon wirst Du erst später vollkommen einsehen. - Tue daher, wie Ich es dir angeraten habe, und es wird darauf mit dem Auslösen dieser Fische sogleich gut zu gehen anfangen.“

5. Als Bruno solches vernimmt, da wird er ganz heiter und spricht voll Freuden: „O Herr, Vater! Wenn so, dann will ich gleich essen und trinken für Tausend und mit dem Ehrenkleid der Sonne angetan werden!“

6. Sage Ich: „Iss und trink, was dir gegeben wird, und das Kleid, das dir gereicht wird, das ziehe an - und deine Fischlein werden alsbald das Augenlicht bekommen, Mich und alle zu sehen, die hier um Mich versammelt sind!“

7. Als Bruno solches vernimmt, verneigt er sich tiefst vor Mir und eilt sogleich zu Robert hin. Dieser reicht ihm freundlich ein mässiges Stückchen Brot und in einem kleinen Kristallbecher etwas Wein. - Bruno verzehrt das Brot und auch den dargereichten Wein sozusagen auf einen Schluck und Druck, empfindet aber darauf noch einen bedeutenden Appetit. Robert aber macht keine Miene, diese Gabe zu wiederholen, sondern holt das bewusste Ehrenkleid, welches Bruno sofort anzieht in der Meinung, er werde dadurch etwas mehr satt werden. Aber dem ist nicht also. Denn nun wird er erst so recht hungrig und durstig und bittet den Robert noch um eine Gabe Brot und Wein.

8. Robert aber bescheidet ihn zu Mir und sagt: „Das abgängige wird dir beim Herrn werden! Gehe nun hin! Ich tue allein nur nach dem Willen des Herrn!“


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