RBLUM-105

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-105 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 105 - Über die Werke des Verstandes und des Herzens. Dismas bringt die Schwergläubigen zum Herrn.


1. Spricht Dismas: „Nun habt ihr euch endlich für den Lebensweg entschieden. Recht so! Wenn wir tun, wie es der Herr will, werden wir nie irregehen; aber mit unserem eigenen Verstand sind wir auf dem trockensten Holzweg. Wo der Mensch nur seinem kalten Verstand folgt, kommt er gewöhnlich aufs Eis, wo es mit dem Feststehen einen bedeutenden Faden hat. Nur wo der Mensch dem lebendigen Rat seines Herzens nachgeht, da kommt er auf ein grünes Land, d.h. auf eine lebendige Hoffnung! Und so ist es nun auch mit euch wie mit mir selbst der Fall. Wir haben nun dem Rat unserer Herzen nachgegeben und ich bin fest überzeugt, dass es mit uns allen ehestens besser wird!

2. Denkt nur einmal nach, was alles uns unser eigener Verstand geraten und welchen Wust von Gesetzen er zuwege gebracht hat. Was aber haben sie uns genützt? Nehmen wir dagegen all die wahrhaft grossen Werke der Menschen auf der Erde, wie z.B. die der grossen Meister in den schönen Künsten der Musik, Poesie und Malerei! Alle waren sie Schüler ihrer Herzen, ihres Gemütes! Und ihre Werke stehen unerreichbar vor den blinden Augen der aus lauter Verstand zusammengesetzten Nachwelt, die sich dann die Mühe nimmt, die grossen Werke eines freien Herzens durch tausend Regeln und Gesetze zu erörtern, von denen dem Grossmeister bei der Schöpfung seiner unerreichbaren Werke sicher nie etwas geträumt hat.

3. Fragt aber, ob je ein solcher nachhinkender Regelschmied etwas Geniales, Freies und Lebenduftendes zuwege gebracht hat? Sind solcher Fabrikanten Werke nicht stets trocken und steif? Denn in allen Werken des blossen Verstandes liegt der Fluch, während die geringsten Werke des Herzens von endlos grossem Wert sind für alles, was da atmet und lebt.

4. Aus diesem nur zu wahren Grunde aber wollen wir auch dem Verstand samt allen seinen Produkten für ewig den Abschied geben und uns allein an die Wege und Werke unseres Herzens halten. Wir werden damit sicher bald zu einem besseren Ziel gelangen, als das bis jetzt der Fall war.

5. Mit dieser nötigen Vorbetrachtung können wir uns nun getrost zum Herrn hinbegeben, wo wir nach unserer umgewandelten Gemütsstimmung auch zu der erforderlichen Herzens- und Magenstärkung gelangen werden. Und so folget mir nun in der Ordnung, die ihr selbst wegen der sehr unvorteilhaften Bekleidung angeordnet habt!“

6. Nach dieser guten und wahren Rede des Dismas gehen nun alle etwas furchtsam zu Mir her. Bei Mir angelangt, verneigt sich Dismas abermals tiefst vor Mir und spricht: „O Herr! Durch Deine Gnade und alleinige Hilfe ist mir armem Sünder dies heilige Werk gelungen: Alle dreissig sind mir in Deinem Namen hierher gefolgt. Nun geschehe mit ihnen wie mit mir Dein heiliger Wille! Aber nur kein Ehrenkleid mir dafür; darum bitte ich Dich! Dir allein sei alle Ehre ewig!“

7. Rede Ich: „Recht gut hast du, Mein lieber Dismas, deine Mission vollendet und hast dich nun um Meinen Namen sehr verdient gemacht! Ich will dir deshalb auch geben, was dir gebührt; nachher aber auch deinen Gewonnenen nach ihrem Herzen!“ - Mich zu Robert wendend: „Robert, gehe hin und bringe Wein und Brot und ein rechtes Gewand für Bruder Dismas! Ich aber werde nun mit diesen dreissig eine kleine Verhandlung halten. Es sei!“


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