RBLUM-103

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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-103 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 103 - Emma und Olaf vergeben ihrem Schuldner Dismas. Über den starken paulinischen Geist des Dismas. Ein himmlischer Auftrag.


1. Ich wende Mich darauf an die nun wieder heiter aussehende Emma und an den biederen Max Olaf und sage: „Nun, habt ihr die Worte eures Schuldners vernommen?“ Sprechen beide: „O Herr, Vater, zu unserer grossen Freude vollkommen!“

2. Rede Ich: „Gut! Was werdet ihr nun tun? Werdet ihr ihn richten oder werdet ihr ihm alles vergeben und ihn wieder in eure Herzen aufnehmen?“ Sprechen die beiden: „O Du heiligster, bester Vater! Wir haben ihm schon lange alles vergeben und sind vollkommen bereit, ihn in aller Liebe wieder aufzunehmen und für ewig zu behalten, wenn so etwas Deinem heiligsten Willen nicht zuwider sein möchte!“

3. Rede Ich: „Was euch recht und lieb ist in Meinem Namen, das ist auch Mir über alle eure Begriffe recht und lieb! Ja, Ich sage euch, dass Ich darob eine grosse Freude habe, dass dieser Geist wiedergewonnen ist. Denn Geister seiner Art gibt es wenige. Er hat einen paulinischen Geist und gehört zu Meinem Rüstzeug wider alle ohnmächtigen Feinde Meiner Himmel! Wie hartnäckig er aber ehedem Mir widerstrebte, ebenso beharrlich wird er von nun an in Meinem Dienste stehen.

4. Aber nun kann Ich ihn euch noch nicht sogleich wiedergeben, da er Mir zuvor noch ein tüchtiges Werk verrichten muss. Wird er dies Werk gut zustande bringen, dann sollet ihr sein und er euer Lohn werden!“

5. Spricht Max Olaf: „O Herr, bin denn ich zu gar nichts zu gebrauchen? O gib auch mir eine Gelegenheit, etwas in Deinem heiligsten Namen zu tun!“

6. Rede Ich: „Mein lieber Bruder! Fürs erste hast du Mir schon einen grossen Dienst geleistet, und fürs zweite wirst du schon noch ehestens Gelegenheit bekommen, Mir gar wichtige Dienste zu leisten. Nun aber ist es zur Vollendung des Bruders Dismas nötig, dass er Mir einen Dienst der wahren Liebe leistet, und so werde Ich ihn nun allein auf einen guten Fischfang aussenden.“

7. Damit ist Max Olaf ganz beruhigt. Ich wende Mich darauf an Dismas und sage zu ihm: „Mein lieber Dismas! Da du dich nun so ganz Meiner Ordnung gemäss in deinem Herzen umgewandelt und dich endlich einmal vor Mir vollkommen gedemütigt hast - und zwar vor all denen, die noch kurz vorher ein Dorn in den Augen deines mithergebrachten Hochmuts waren - so sollst du durch eben diese Selbstdemütigung auch zu grossen und wahren Ehren gelangen! Aber da bei Mir jede Ehre nur von einer edlen, guten Tat abhängt, so wirst auch du nun eine gute und erspriessliche Tat durchzuführen bekommen. Von dem Gelingen wird sehr viel abhängen. Aber es wird dir nicht auf Rechnung gelegt werden, ob es dir gelingt oder nicht. Denn bei Mir gilt bloss der gute Wille, eine redliche, auf Liebe beruhende Absicht und endlich eine zu dem Behufe nach bestem Ermessen eingeleitete Tat!

8. Ob darauf das volle Gelingen erfolgt oder nicht, geht dich nichts an. Denn jedes Gelingen liegt in Meiner Hand! Ich lasse es sogar öfters zu, dass den tätigsten Heldengeistern so manches nicht gelingt, was sie, wenn auch auf Meine Beheissung, tun - eben um ihnen dadurch zu zeigen, dass da in der ganzen Unendlichkeit kein Geist aus sich selbst etwas zu wirken vermag; sondern da er wirket, muss er stets mit Mir wirken. Bei solchem mit Mir vereinten Wirken ist aber dann auch das Gelingen ein sicheres, und dem so mit Mir wirkenden Geiste wird es dann zugute gerechnet.

9. Es hat aber wohl ein jeglicher vollendete Geist eine eigene grosse Kraft, mit der er vieles wirken kann. Aber was er tut wie aus sich selbst heraus, das gereicht ihm vor Mir zu keinem Verdienst, da er dadurch nur ein Arbeiter für sein eigenes Haus ist. So er aber Meine Kraft in sein Wirken aufnimmt, arbeitet er in Meinem Hause, und diese Arbeit wird ihm zu einem rechten Verdienst angerechnet. Daraus kannst du nun entnehmen, wie man hier in Meinem ewigen Reiche des wahren Lebens handeln muss, um sich vor Mir Verdienste zu sammeln!

10. Und so will Ich dir nun kundtun, was für ein Geschäft dich treffen wird. So höre denn: Du hast dort im mitternächtlichen Hintergrunde dieses Saales eine Gesellschaft deiner ehemaligen Freunde zurückgelassen. Ihre Zahl ist in allem genau dreissig Köpfe, darunter zehn weibliche, die anderen zwanzig männlich. Diese alle sind auf der Welt noch bedeutend ärger gewesen als du; ihre schnöden Handlungsweisen sind dir bekannt, wie nicht minder ihr Grund. Ich gebe sie nun in deine Hand und gebe dir auch die volle Macht, zu tun, was du willst. So denn von Mir ausgerüstet, gehe du zu ihnen hin, gewinne sie und bringe sie alle hierher, wo Ich Selbst das Weitere mit ihnen verfügen werde. Gelingt dir das, so sollst du sogleich mit einem Ehrenkleide angetan werden. Fasse aber die Arbeit ja beim rechten Fleck an, sonst wird sie dir viel Mühe machen!“

11. Spricht Dismas: „O Herr! Schon der Auftrag ist ein zu ehrenhafter für mich, geschweige, dass ich fürs mögliche Gelingen noch mit einem besonderen Ehrenkleide sollte angetan werden! Denn wird mir diese schöne Mühe gelingen, so wird das ganz allein Dein Werk sein. Und wird sie mir nicht gelingen, so wird das ein Zeichen sein, dass ich durchgehends zu wenig mit Dir vereint gehandelt haben mochte; in diesem Fall werde ich wohl doch sicher auch keines Ehrenkleides für würdig erachtet werden können! O Herr! Ich werde mit Deiner Gnade wohl tun, was ich nur immer werde tun können. Und ich vertraue auch fest, dass mir mit Deinem Beistand dies Werk gelingen wird. Aber dann bitte ich Dich inständigst, mir dafür keine Ehre anzutun! Wohl aber lasse, o Herr, es zu, dass ich Dich mit der gewonnenen Schar loben und preisen werde nach allen Kräften. Denn einem Sünder wie mir gebührt wohl für ewig keine ehrende Auszeichnung!“

12. Rede Ich: „Nun, Mein geliebter Dismas, das ist schon ein guter Anfang! Denn wer bei Mir der erste sein will, der wird der letzte sein. Wer aber der letzte sein will und alle seine Brüder ehrt, liebt und bevorzugt, der wird bei Mir der erste sein in der vollsten Wahrheit. Wer das Leben aus sich zu gewinnen sucht, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben flieht und hasst um Meines wahren Lebens wegen, der wird es gewinnen in aller Fülle. Und so gehe denn nun dahin, wohin Ich dir die Weisung erteilt habe!“

13. Dismas macht nun eine tiefe Verbeugung vor Mir und allen Meinen anderen Freunden und begibt sich dann schnell zu der obgesagten Gesellschaft hin.


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