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Hauptseite Robert Blum - Von der Hölle bis zum Himmel RBLUM-1 Kapitel

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber: Von der Hölle bis zum Himmel - Die jenseitige Führung des Robert Blum


Kapitel 1 - Robert Blums Erdenlaufbahn.


1. Robert Blum kam unter den dürftigsten Umständen auf diese Erde und hatte bis auf seine letzten Jahre stets mit irdischer Lebensnot zu kämpfen, was ihm aber aus gutem, der Welt freilich unbekanntem Grund zu teil wurde. Seine Seele und sein Geist stammten von jenem Planeten her, von dem ihr aus der Enthüllung der ‚Natürlichen Sonne‘ wisst, dass seine Einwohner mit hartnäckigster Beharrlichkeit ganze Berge versetzen und, was sie leiblich nicht vollbringen, sogar als Geister noch ins Werk setzen.

2. Dieser durch seine Tollkühnheit von der Welt gerichtete Mann zeigte schon von Kindheit an, welch beharrlichen Geistes er war. Obschon Ich Selbst ihm, wo immer er sich erheben wollte, seines Heiles wegen stets tauglichste Hindernisse in den Weg legte, so half das besonders für diese Welt doch wenig. Denn seines Geistes zu beharrliches Streben brach sich endlich aus aller Unbedeutendheit doch eine Bahn, auf der er zu grösserem Wirken gelangte.

3. Hier machte er sogleich tausend grosse Pläne und setzte sie auch nach Möglichkeit ins Werk. Vor allem lag ihm ein gewisses Völkerwohl am Herzen, das zu bewerkstelligen er kein Opfer scheute. So er alle Schätze der Erde besessen hätte zur Verwirklichung dieser für ihn höchsten Idee, hätte er sie alle, samt seinem Leben, in die Schanze geschlagen!

4. Diese Völkerwohlidee hatte er hauptsächlich der Welt-Religionsschule des Ronge und Genossen zu verdanken. Aber eigentlich ist diese gar keine Religion und keine Kirche, weil sie Mich, den Herrn, leugnet und Mich zu einem gewöhnlichen Menschen und Volkslehrer der Vorzeit macht. Diese „Kirche“ verwirft sonach auch den Grundstein, auf dem sie ihr Gebäude aufführen will, und ihr Haus wird daher einen schlechten Bestand haben.

5. Wie aber Ronge seine Kirche baute, so baute auch unser Mann seine Völkerwohlideen auf Sand. Ihm schien alles, was die Welt darbietet, nur klein und ohnmächtig. Nur in seiner Rednergabe sah er jene Machtgrösse, der es gelingen müsse, in Kürze allen Machthabern den Stab zu brechen.

6. Seine Überzeugung war so stark, dass er darüber nahe keines Bedenkens fähig war. Mahnte Ich ihn auch innerlich bei zu gewagten Unternehmungen, vermochte ihn das dennoch nicht von dem abzuhalten, was er sich einmal vorgenommen hatte. Denn es war ihm eine Art Wahlspruch, dass ein rechter Deutscher eher alles opfern solle, als von einer einmal gefassten Idee abzugehen.

7. Zur Festhaltung seiner einmal zur Ausführung bestimmten Ideen bestärkte ihn auch ein mehrmaliges glänzendes Gelingen derselben. Und so wagte er sich nun auch an ein Himalajagebirge, weil ihm die Abtragung einiger politischer Hügel gelungen war. Durch diese Arbeit hatte er sich auch allgemein bemerkbar gemacht und gewann dabei das Vertrauen eines ganzen Landes, was ihm aber dann den Weg zu seinem irdischen Untergang bahnte.

8. Er erprobte in der Deutschen Versammlung öfters die Macht seiner Zunge und hatte grosse Freude über seine Siege, woran freilich sein starker Geist den grössten Anteil hatte. Darauf gestützt, eilte er in eine grosse ostdeutsche Stadt, wo das Volk seine Ideen tatsächlich ans Tageslicht zu fördern begann. Da wollte er sozusagen mit einem Schlag etliche dreissig sogenannte Fürstenfliegen totschlagen, nicht bedenkend, dass hinter diesen Fliegen auch Ich ein paar Wörtchen zu reden hätte.

9. Unser Mann ging hauptsächlich von einer Idee aus, die er wohl aus Meinem Worte borgte: dass man „vollkommen“ sein soll gleich dem Vater im Himmel, und dass da nur Einer der Herr ist, alle anderen aber „Brüder“ ohne Unterschied des Standes. Aber er glaubte fürs erste an Den nicht, dem die Menschen in der Vollkommenheit gleichen sollen. Für den Herrn aber hielt er eigentlich sich - durch die Macht der Rede. Er vergass dabei ganz, dass die Fürsten auch Menschen sind im Besitz der Macht aus Mir; und vergass auch den Schrifttext: „Gebet dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist!“

10. Dieser Mann wurde in der obenerwähnten Stadt, wo er seine völkerbeglückende Idee durch die Gewalt der Waffen wie durch seine Reden verwirklichen wollte, als ein dem Staate gefährliches Individuum gefangengenommen und nach einem kurzen Prozess aus dieser in die andere Welt befördert. Und somit ward auch sein diesweltlicher, Völker beglücken-sollender Wirkungskreis geschlossen.


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