Lebensgeheimnisse Kapitel 7, 3-Die vier Epochen der Welten- und Erden-Schöpfung

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Knabe - Jüngling - Mann und Greis
oder Winter, Frühling, Sommer und Herbst

Die vier Epochen der Welten- und Erden-Schöpfung

endlich Geistes-, Seelen-, Engels und Gottesleben


Gottfried Mayerhofer, am 29.7.1870


So spricht der Herr:

1. Da alles, was Ich tue, stets nur nach ein und demselben Grundprinzip geschieht und als ein Schöpfungsakt bestimmt ist, etwas Zweckentsprechendes hervorzubringen, und diesen Grundprinzipien gemäss alles stufenartig nacheinander entwickeln und es vervollkommnend alles wieder zu Mir zurückführen muss, so ist auch in dieser Hinsicht der innigste Zusammenhang zwischen den beiden früher angeführten Abschnitten und dem jetzigen, wo Ich euch dasselbe wieder zeigen werde, was zuvor in den vier Perioden des Menschenlebens, dann in den vier Jahreszeiten oder Entwicklungs- und Ausreifungs-Epochen ebenfalls vorgeführt wurde. Hier ist solches nur in grösseren Dimensionen und in Ponen und Äonen von Zeitläufen vollführt worden, ehe die früher angeführten Stufen ins Leben treten konnten.

2. Ich sandte die anderen Abschnitte voraus, weil sie euch näherstehend euch leichter begreiflich waren, und ihr dann in dieses dritte Problem eher eingehen, und euch so besser zurechtfinden könnt.

3. Wie ihr im Kindesalter das geistig-seelisch einst zu grossen Dingen sich entwickelnde Leben gesehen habt, und wie im Winter unter der Decke des Schnees alles Lebende und Vegetierende seiner Erlösung harrt, so war auch einst im unendlichen Raum alles vermengt, gemischt und im untätigen Zustande ruhig verharrend, bis Mein Machtwort es aus seinem Schlafe zur Tätigkeit erweckte.

4. Meine Ideen und Gedanken der Schöpfung, die vom Einfachsten ausgehend, wieder in jedes einfachste Ding die Fähigkeit legten, aus demselben zahllose seinesgleichen zu erzeugen, sie waren es, die der unendlichen Äthermasse den ersten Anstoss gaben, wo bisher alles ruhig beisammen wohnte, ohne Anziehungs- noch Abstossungs-Gelüste, - und als Mein Wille den ersten Impuls dazu gab, so begann das Werden, das sich Zusammengesellen des Gleichen zum Gleichen, und das Abstossen des Fremdartigen.

5. Es schieden sich die einzelnen Elemente, getrieben durch geistige Kräfte, oder es vereinten sich solche unter gewissen Meinen Gesetzen entsprechenden Ordnungen; es begann das Lebens, das Sichgestalten; was früher noch aufgelöst, ohne Grenzen der Breite, Länge und Tiefe im Äther ruhte, begann sich zu formen, zu bilden. Es begann auch hier der entsprechende Prozess des Kindesalters oder der Kampf der Elemente unter der Schneedecke, sobald der erste Strahl des geistigen Triebes die Kindesseele erweckte, oder der erste Strahl der leben bringenden und erwärmenden Sonne die eisige kalte Schale des Schnees zerbrach, worunter Millionen von gefesselten Leben ihrer Erlösung entgegen harrten.

6. Der grosse Frühling des kosmischen Werdens nahm seinen Anfang, und die Welten, Hülsengloben und Sonnen traten in das Jünglingsalter, wo noch nicht alles geschieden, wo noch Gärungsprozesse ihre unruhigen Teile von der Haupt oder Zentralsonne ausschieden, welche dann wieder durch den nämlichen Prozess zu kleineren Sonnen, und diese erst nach langem Zerstückeln und Lostrennen einzelner noch kleinerer Teile zu den wie Kinder sie umkreisenden Erden wurden.

7. Die Weltensonnen in ihrer ungeheuren Grösse mussten, bildlich gesagt, ganz den Jünglingsstand durchmachen. Nicht ruhig, sondern durch heftige Störungen mussten sie ihren Entwicklungsgang voranschreiten, machten Revolutionen in ihrem Innern wie an ihrer Oberfläche durch, welche ihr Inneres wie ihr Äusseres stets veränderten, wie beim Jüngling die mächtigen Leidenschaften in seiner jugendlichen Natur in seinem Innern geistige und im Äusseren körperliche Spuren zurücklassen.

8. So ging der Kampf fort, unter Zerstörung manches Gewordenen und dessen Erneuerung in einer höheren Stufe, - alles vorwärts drängend, bis endlich ein Gleichgewicht zwischen innen und aussen hergestellt wurde, und die Welten wie die Nebensonnen und deren Erden in ihr Mannesalter traten, wo geregelter Verlauf ihres Lebensprozesses eintrat, und die gewaltsamen Umwälzungen und Zerstörungen nach und nach einer gesetzmässigen Ordnung Platz machen mussten, und von wo aus, stets den Trieb nach Vervollkommnung in sich tragend, alles Geistige, durch die Materie Gebundene, in den Welten und Sonnen nach und nach deren Formen und Hüllen veränderte und so durch viele Millionen von Stufen es seinem geistig höheren Ziel entgegenführte.

9. Auf diese Weise werden auch die Welten, Sonnen und Erden nach langen grossen Zeiträumen wieder ins Greisenalter treten, wo dann die meiste Lebenskraft verbraucht und in geistige Elemente verwandelt sein wird, die Materie verändert - ähnlich wie beim Baum, wenn nur noch sein Skelett ohne Blätter und Früchte, und beim Menschen der abgenutzte Körper seiner vorgeschrittenen Seele nicht mehr als Wohnhaus und Werkzeug dienen kann, indem das starre Materielle dem verfeinerten Geistigen nur hinderlich ist.

10. So geht es also mit den Welten, Sonnen und Erden; haben sie einst ihre Tätigkeit so weit gesteigert, dass am Aussenkleid derselben alles verbraucht, und nur der grosse und mächtige Trieb im Innern geblieben ist, der noch mehr zum Weiterschreiten zwingt, dann wird auch dieser innere Geistes-Komplex der grossen Welten, wie die Seele beim Menschen, die untauglich gewordene Schale zersprengen, die ihr bisher als Umkleidung und Organ der Tätigkeit gedient hat, und wird vergeistigt und vervollkommnet ein höheres Welten, Sonnen und Erden-System daraus begründet werden, wo im Vergleich damit die jetzige Schöpfung sich zu der künftigen verhalten wird, wie die Schlacke zum Eisen, welches die erstere aus sich ausgeschieden hat, da solche in Bezug auf das Eisen und dessen Verwendung zu nichts mehr zu gebrauchen ist.

11. Das sind die grossen Schöpfungsepochen, wie sie im unendlichen Raume von Ewigkeit her vor sich gehen, und was sie ihrem Zweck getreu vollführen werden nach Zeiträumen, für deren Dauer ihr keine Zahl habt, und für welche auch keine für euch denkbar ist, während welcher Mein Wille sich vollführen wird.

12. Der jetzigen materiellen Schöpfung folgt eine geistige, wie dem irdischen Menschenleben ein geistiges, wo auch die Produkte und Lebewesen nach solcher Veränderung eine auf höherer Stufe gebauten Welt entsprechende Existenz haben werden.

13. Jetzt will Ich euch noch eine andere, noch höhere geistige Stufenleiter als die früheren, zeigen, und diese Stufenleiter des Geistigen und Höchsten bis zu Mir Selbst heisst: ...→


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