Lebensgeheimnisse Kapitel 18, Verschiedenheit von Formen und Arten der Tiere

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Verschiedenheit von Formen und Arten der Tiere


Gottfried Mayerhofer, am 9.8.1872


So spricht der Herr:

1. Schon manche von euch und auch viele andere haben sich den Kopf zerbrochen, warum es so viele verschiedene Tiere gibt, deren Nützlichkeit ihr als Menschen nicht einsehen könnt, und die noch obendrein nicht im mindesten den ästhetischen Grundsätzen gemäss eine dem Auge gefällige Form haben und nach eurer Aussage hässlich sind, während man doch von Mir als Schöpfer erwarten könnte, dass Ich alles, was Ich schaffe, Meiner würdig, das heisst mit den schönsten Formen bekleidet schaffen sollte.

2. So urteilt ihr, so urteilen viele Menschen und Naturforscher, die überall die Sache finden möchten, wie sie es sich einbilden, aber nicht wie Ich es gemäss Meiner Weisheit gewollt habe.

3. Nun, wie euer Sprichwort sagt: "Jeder Vogel singt, wie ihm der Schnabel gewachsen ist", so muss man ja diesen gelehrten Herren und so manchem Grübler und Kritisierer verzeihen, wenn er in seiner Blindheit von Dingen redet, die er nicht versteht und nie verstehen wird.

4. Um euch aber doch einen Beweis zu geben, dass Ich nachsichtig, wie Ich es immer mit Meinen unmündigen Kindern gewesen bin, ihnen auch diese lächerlichen und ungeschickten Urteile verzeihe, nebenbei aber doch will, dass wenigstens unter einer kleinen Zahl Meiner Anhänger eine bessere Meinung herrsche, so will Ich auch hier wieder - wie schon bei andern Gelegenheiten - euch hinter den Schleier der Isis blicken lassen und Meinen Anhängern und Verehrern beweisen, dass doch nicht alles so ungeschickt gemacht ist, was auf der Welt euren Augen sich so darstellt, und dass "der alte Gott" doch wohl schon lange früher gewusst hatte, was Er tut, ehe nur die Idee da war, ob ein Menschenherz schlagen sollte oder nicht! Nun also zur Sache.

5. Ihr seht so manche Tiere, deren Daseinsgrund ihr nicht begreifen könnt, während ihr doch dabei annehmen müsst - weil Ich sie geschaffen, dass doch ein "Warum" dabei zugrunde liegen muss.

6. Seht, wenn ihr eure Rechenkunst wirklich verstündet, wie sie bei Mir zu Hause ist, und nicht bloss eine kleine leise Ahnung von dem tiefen Sinn eurer Mathematik hättet, so würdet ihr so manches leichter begreifen.

7. Es ist wahr, die Mathematik oder Rechnungskunst lehrt euch vom Bekannten auf Unbekanntes schliessen; sie lehrt euch regelmässig denken, regelmässig schliessen, von einem auf das andere, aber doch liegt zwischen diesem Denken und Schliessen immer wieder der Abstand eines endlich menschlich geschaffenen Wesens und eines Gottes, der, wenn Er auch die nämliche Weise der Schlussfolgen beobachtet, die ihr in der Mathematik entdeckt habt, doch noch auf eine ganz andere Weise rechnet, schliesst und denkt, als ihr noch schwache und unmündige Kinder eines mächtigen Herrn und Gottes.

8. Aus diesem folgt also, dass wenn ihr euren Massstab des Denkens und Schliessens an Meine Worte leget, stets Lücken entstehen, wo das menschliche Denken nicht ausreicht, weil ein göttlicher Gedanke dazwischen liegt.

9. Ihr kennt zum Beispiel eine Menge Insekten, deren Nutzen ihr nicht begreifet, aber deren Plagen ihr täglich verspürt, wenn ihr euch nicht mit allen Mitteln dagegen schützt; ihr kennt eine Menge anderer Tiere, die nur leben, um wieder andere unter ihnen stehende zu verzehren, die also nur des Raubes wegen leben.

10. Ihr kennt eine Menge anderer Tiere, die eurem Auge erst durch das Mikroskop bekannt geworden, und die mit einer Produktionskraft, einer Lebensdauer versehen sind, wogegen die höhergestellten Tiere und selbst der Mensch weit zurückstehen muss.

11. Ihr seht also im Tierreich eine Menge Widersprüche, die ihr nicht erklären könnt, und doch, wenn ihr ein einzelnes von diesen Tieren genau beobachtet, so stellt sich heraus, dass es mit einem so wunderbaren Bau geschaffen, dass es mit einer so grossen Sorgfalt erhalten wird, damit seine Gattung sich nicht verliert, woraus natürlich der Schluss hervorgehen muss, dass wenn ihr den Bau eines solchen Tieres, sein Leben und seine ungeheure Fortpflanzung betrachtet, doch ein grosser Grund da sein muss, dass Ich solch winziges Tierchen mit Eigenschaften bedacht habe, die Ich Selbst euch intelligenten Menschen, Meinen Kindern, verweigert habe!

12. So steht ihr denn da zwischen Zweifeln, ohne zu wissen, was ihr von dem Geschaffenen, was ihr vom Schöpfer halten sollt.

13. Sehet, um euch diese Anomalie (Ausnahme von der Regel) etwas näher zu beleuchten, so muss Ich euch auf ein ganz anderes Feld als das Materielle führen; denn wir müssen mit dem Geistigen anfangen, dem die Materie nur als Umkleidung dient!

14. Nur mit geistigen Augen ist dann zu erschauen, was dem materiellen und auch dem Verstandes-Auge ewig verschlossen bleiben wird.

15. Die Idee eines Gottes bedingt ja schon als geistiges Wesen von vorn herein, dass Seine Schöpfungen geistige Produkte sein müssen!

16. Wenn aber ein Gott eine Welt oder einen sichtbaren Ausdruck Seiner Göttlichkeit schaffen will, so muss auch Er eine gewisse Stufenreihe im Geschaffenen herstellen, welche Stufenreihe dem gesetzmässigen Denken entspricht und als Grundbasis des Bestehens und Erhaltens der geschaffenen Welt bestehen muss; denn nur so ist dann ein Leben, ein Streben und ein Vorwärtsdringen des Untersten zum Obersten möglich, welches in den Worten oder Begriffen "Entstehen", "Bestehen" und "Vervollkommnen" seinen gerechten Zweck findet.

17. Alles Geschaffene hat also mehr oder weniger ein geistiges Prinzip zur Unterlage; in allem Wesenden steckt etwas von Meinem Göttlichen!

18. Wie nun dieses Göttliche sich zu weiteren Stufen verbreiten kann und muss, so ist ihm auch ein analoger Körper, eine analoge innere Einrichtung und eine analoge Lebensdauer anberaumt.

19. Es gibt in der Natur keine Sprünge, sondern stets leise Übergänge von einem Tiere zum andern; diese Übergänge sind es, welche dann manche Schöpfungen nötig machten, die als Mittelglieder eben diese Vorbereitungen des Übergangs von einer Stufe zur andern möglich machten, und diese Mittelklassen im geistigen Sinne genommen sind eben jene Tiere, die euch oft so viel zu schaffen machen, weil ihr nicht wisst, warum sie eigentlich da sind.

20. Bei euren Schlüssen vergesst ihr nämlich ganz, dass zu einem Fortschritt in geistiger Hinsicht, so wie der Schöpfer eines Weltalls denken muss, noch ganz andere Stufen der Logik gehören als die eurigen.

21. Bei vielen dieser Tiere ist aber noch ein anderes der Grund ihrer Form und ihres Lebens gewesen, nämlich nicht nur allein als Mittelglieder und Übergangs-Wesen zu dienen, sondern auch noch eine andere Wechselwirkung zur Anregung des geistigen Fortschritts der ihnen weit überlegenen Wesen zu sein.

22. Sehet, die Wanzen, Läuse und Flöhe und alle andern Insekten, die euch besonders plagen, sie sind für euch geistige Anreger, dass ihr euren Körper, eure Wohnung so besorgt, dass ersterer dem intelligenten Geiste würdig, und die zweite durch Achtung des Reinlichkeits-Prinzips auch eure Gesundheit fördert, damit ihr nicht wie die Schweine im Dreck und Unflat eher ab statt aufwärts steigt.

23. Diese Tiere und noch andere Plagegeister des Menschen haben bei weitem höhere Missionen in ihrem Lebenszweck, als ihr glaubt; es verwirklicht sich in ihnen die Vermittlungsstufe von einer kleinen Intelligenz zur etwas höhergestellten, in einen Körper eingekleidet, welches freilich euch nicht begreiflich ist, die, mit einer Produktion an Kraft und Ausdauer weit über die eurige hinausgehend, euch wohl zeigen könnten (würdet ihr mit geistigen Augen die geistigen Stufen betrachten), wie viel dazu gehört, um einen niederstehenden Gottesfunken aufnahmefähig zu machen auch nur für einen millionsten Teil höherer Intelligenz.

24. Tausenden und Tausenden der niedrigsten Tiere ist es ja gar nicht möglich, sich höher zu entwickeln, und sie müssen den Stufengang aufwärts nur dadurch antreten, dass sie als Nahrung für höhergestellte Tiere zu Tausenden erst miteinander fähig werden, ein einziges höhergestelltes Tier auszumachen.

25. Die kleinsten Infusorien und Monaden, wie ihr sie heisst, sowie die Würmer der Korallen und anderer Krustazeen (Krebstiere) sind ja nur da, um eure Erdrinde mit ihren Leibern aufbauen zu helfen und dadurch die Solidität der Erdschale sowie die gehörige Quantität von Mineralien und Steinen zu liefern, die sie aus dem flüssigen Meerwasser in Festeres ihres eigenen Leibes und durch dieses in gefestetes Gebirge oder Gestein umwandeln.

26. Wenn nun oft Millionen solcher Tiere in einem Wassertropfen allein leben können, so begreifet ihr doch selbst, dass dort die Produktionskraft ausserordentlich sein muss, um in der von Mir festgestellten Zeit eine Erdrinde mit ihren Gebirgen herzustellen, die alles auf ihr mit Leichtigkeit trägt und der Expansionskraft der in Dampf verwandelten Elemente im Innern derselben widerstehen kann.

27. Sehet, bei euch muss der Soldat seine Kleidung, seinen Unterhalt, ja alles, was er braucht, aus der ihm zugeteilten Löhnung bestreiten (Zur Zeit Mayerhofers). Es gibt keine Fahrstrasse in eurem Lande, wo nicht die Befahrer dieser Strasse diese und ihre Erhaltung durch selbstauferlegten Zoll bezahlen müssen (Zur Zeit Mayerhofers), ja der ganze Staatenkomplex eures Reiches lebt und besteht nur dadurch, dass alle, die in dessen Grenzen leben, den Bedarf des ganzen Staates mit seinen Beamten und Königen bezahlen müssen, so zwar, dass der Staat, der für sich selbst kein Geld hat, nur der Verwalter des anvertrauten Geldes ist.

28. So wie ihr es in einem Staate macht, so mache Ich es in den Welten; eine jede Welt muss sich aufbauen, selbst erhalten und selbst sich vervollkommnen, um einst zum Übergang in andere Verhältnisse die dort dann notwendigen Formen in sich vorbereitet zu haben!

29. Die kleinsten euch kaum mit freiem Auge bemerklichen Tiere bauen eure Erdkruste, tragen zum Leben von Millionen anderer Tiere bei und helfen die Oberfläche der Erde verschönern und festigen; die etwas höher stehenden Tiere, in denen Mein göttlicher Funke schon als nahezu ausgebildeter Sinn sich auch schon mehreres aneignen kann, müssen die Träger und Ernährer von wieder höhergestellten Tieren sein, und so stufenweise fort bis zum Menschen. Wo grosse Produktionskraft vorhanden, sind auch Verzehrer dieser Kräfte in der Nähe, welche dieser Vermehrung die rechten Schranken anweisen, damit sie nicht über das gesetzliche Mass hinausreiche!

30. So besteht die Harmonie des Ganzen. Von dem im festen Stein gebundenen Geist bis zum freien Menschen geht ein leises Band der Assimilation (Angleichung), wodurch eines durch das andere bestehen, eines durch das andere sich vervollkommnen und so durch den Menschen in das Geisterreich wieder zurückkehren kann, aus dem es gekommen ist.

31. Euch den Grund und das Warum zu erklären, von den kleinsten Infusorien bis zum Elefanten, dazu würden Jahre nicht ausreichen, um nur eine Klasse der niedrigsten Mollusken deutlich darzustellen, warum sie so geformt, warum diese kleinen Intelligenzpartikel des vegetierenden Lebens in dieser Form, in diesem Element, sei es Wasser, Erde oder Luft, und warum solche Verwandlungen nötig sind, dass ein solches dem Anscheine nach verwahrlostes Tier so und nicht anders geformt sein muss, um seinem Zweck zu entsprechen.

32. Ihr müsstet also vorerst diese Einrichtungen und ihr "Warum" erkennen, ehe ihr auf die Frage kämet: Warum ist nun das ganze Tier da, zu welchem Zweck und auf welcher Stufenleiter?

33. Wo ist eure Wissenschaft, die solches erklären könnte!

34. Sehet nur in einem lebenden Körper einen kleinen Nervenstrang an; was ist er? Ist er der Leiter, ist er der Fortpflanzer organischen und animalischen Lebens? Lebt er, oder pflanzt er das Leben nur fort?

35. Lauter solche Fragen müssten zuerst erörtert werden, wollt ihr das gesamte Tier verstehen; wo sind die Bücher, die da ausreichen würden, euch den Faden durch dieses Labyrinth von "Warums" zu geben?

36. Hier steht der Mensch als endliches Ding an der Grenze seines Wissens, an der Grenze seines Begriffsvermögens; hier fängt der Gott, der Schöpfer an, der dem Menschen nur sagen kann: "Unmündiges Kind, was willst du mit deinem beschränkten Fassen dessen, was ein Gott, ein unendliches Wesen, geschaffen hat? Eine Nervenfaser ist und bleibt dir ein ewiges Rätsel, wie willst du erst bekritteln und beurteilen ein geschaffenes Wesen, welches aus Millionen Teilen besteht, die unter verschiedener Form doch nur eines ausdrücken, nämlich die Stufe eines Geistes-Partikels, ein Minimum des grossen Schöpfers, welcher eben alle diese Vorrichtungen für nötig fand, um auch solch einem kleinen Funken die Fähigkeit des Fortschreitens nicht für immer abzuschneiden? Wo ist deine, wo ist Meine Weisheit? Eines nur erlaubte Ich dir, dass du nämlich, mit geistig gewecktem Auge Meine Schöpfung durchspähend, den grossen Schöpfer, als deinen geistigen Vater, ahnen und Ihn lieben lernen kannst! Aber Ihn begreifen, das liegt über den Grenzen selbst des ganzen Geisterreiches; denn nur Ich allein bin vollkommen unendlich, nie geschaffen, und ihr, wenn noch so nahe an Mir, seid doch als geschaffene Wesen ewig endlich und unvollkommen!" -

37. Dieses, Meine Kinder, begreifet! Erfasset es, und dann werdet ihr auch leicht erfassen können, dass, wie beim langsamen Vorwärtsschreiten der Geistespartikel in einzelnen Wesen und Klassen, ebenfalls die äussere Form dieser Tiere dem Bedürfnisse des Geistes und dem Bedürfnisse des ihm gegebenen Körpers angemessen sein muss!

38. Wie bei euch Menschen am Gesicht und an der ganzen Form die geistige Innenseite zum Teil sich ausdrückt und man den Menschen an seinen Zügen zum Teil erkennen kann, ob in ihm eine edle oder eine gemeine Menschenseele wohnt, so ist auch die Form selbst der niedrigsten Tiere, bis in die Nähe des Menschen, bis zum Affen, stets der Ausdruck des in ihn gelegten Funkens, weswegen bei noch unentwickelten Sinnen und Fakultäten (Fähigkeiten) auch nicht die Formen den ästhetischen Ideen einer menschlichen höchsten Geistesform gleichkommen können, weil eben dieser Geist in seiner Unmündigkeit noch andere Bedürfnisse, andere Einrichtungen braucht, um seinem Zwecke entsprechen zu können; der Geist selbst ist da in seiner geistigen Form noch ein Embryo der kleinsten Ausbildungsstufe, und kann deshalb, einfach wie er ist, so auch seine ihn umgebende Hülle nur einfach sein!

39. Das einzige Massgebende in der Form der Tiere ist die Region, in welcher sie leben, sich mehren und fortpflanzen müssen; diese bedingt bei dem einen tausend, bei dem andern gar keine Füsse; beim einen ein Auge, beim andern viele Augen; beim einen einen Apparat zum Tasten, bei andern viele; überall ist aber die äussere Form der materielle Ausdruck der Stufe, auf welcher der in ihr eingeschlossene Geistesfunke ist.

40. Und deswegen findet ihr oft Tiere, die ihr, weil ihr von oben herab urteilt, hässlich findet; würdet ihr aber von unten hinauf die Klassen und Stufen geistig sehen können, welche solch ein Geist durchmachen muss, bis er zu einem grösseren Bewusstsein seiner selbst kommt, so würdet ihr die für seine Isoliertheit angemessene Form als die geeignetste finden, welche nur so und nicht anders dessen geistigen und weltlichen Bedürfnissen entsprechen kann.

41. Eure Begriffe der ästhetischen Form habt ihr alle aus der menschlichen hergeleitet, habt die menschliche Form als Grundbasis genommen, als Grund-Typus, weil auch Ich einst euch nach Meinem Ebenbilde geformt habe; aber die Formen der Tiere können nicht nach dieser menschlichen beurteilt werden, weil eben bei den Tieren die innere geistige Form nicht vollendet, nicht ganz klar ausgedrückt ist und noch viele Zusätze braucht, bis sie geistig und materiell der menschlichen sich nähern kann; und selbst da, wo sie sich am meisten dem Menschen nähert, wie beim Affen als Tier, das einzige aber höchste mangelt, was den Menschen zum Menschen macht, nämlich das Freiwerden vom Gängelbande der Natur (Instinkt), und die von Mir ihm, als Schlussstein der Schöpfung gegebene höchste Geistesgabe des freien Willens, emanzipiert (getrennt) vom Instinkt, als freies Wesen auch frei von allen Ketten und Banden seiner ihm untergeordneten Natur, Herr seiner selbst und geistiger Herr der Schöpfung zu sein!

42. Die Form einer Spinne, eines Käfers, eines andern Insektes, Vogels oder vierfüssigen Tieres ist ebenso gut nach ästhetischen, Mir nur allein bewussten Grundsätzen gegeben, welche einzelne Uranfänge des Schönen, wie deren Ausgang in der menschlichen Form ahnen lässt, die aber noch zu sehr verdeckt ist unter dem Einfluss, welchen Aufenthalt, Nahrungsmittel und Zweck seines Daseins ihm auferlegen mussten.

43. Mangelhaft schön ist da die verdeckte Geistesform, mangelhaft schön muss auch ihre Umkleidung sein; aber dessen mögt ihr versichert sein, es geht eine Kette von Ideen durch alle organische Welt, welche langsam eine Form aus der andern vorbereitet, eine in die andere einführt, immer hinzusetzend, immer vervollkommnend, bis im menschlichen Körper der Schlussstein alles Strebens erreicht worden ist, welcher vom harten Gestein anfangend, bis zu ihm, dem Menschen, die logische oder mathematische Idee eines höchsten Wesens, eines Gottes entwickelt hat, welcher in den Menschen ein Ihm ähnliches Ebenbild schaffen wollte, geistig (und formell), zu welchem alles andere Getier ehrfurchtsvoll hinaufschauend, in ihm seinen Herrn, aber auch seinen Freund und sein höchstes Ziel, wenn nicht erkennt, aber doch ahnt!

44. Nehmet aber nicht den Menschen wie er jetzt geworden ist, sondern denket euch den Menschen, wie Ich ihn erschaffen habe, wie er rein und unbefleckt aus Meiner Hand ging, ein Abbild von Mir, und ein höchstes Produkt von geistiger Fähigkeit und schönster materieller Form!

45. So war die Menschenform einst der wahre Ausdruck seines von Mir abstammenden Geistes; so muss er auch wieder werden!

46. Und wenn er sich so veredelt hat, wird auch die ihn umgebende Tierwelt an dieser Veredelung teilnehmen; sie wird nicht zurückbleiben, damit der Mensch, wenngleich veredelter, doch in den Verhältnissen bleibt, wie er zu der ihn umgebenden Tierwelt stehen soll, und wie Ich ihn einst geschaffen habe.

47. Einst verstand der Mensch die Tierwelt besser als jetzt, einst gehorchte auch letztere dem Menschen mehr und trat nicht feindselig gegen ihn auf; allein der Mensch entfernte sich von seiner primitiven (ursprünglichen) Form, "er wurde anders, während die Tierwelt die gleiche geblieben ist", und so sieht die Tierwelt den jetzigen Menschen mit mehr Scheu und mehr Angst als ihren Feind an, weil eben der Mensch den meisten Tieren durch seine feindlichen Absichten bloss bekannt geworden ist; das sanfte Verhältnis, welches von Uranbeginn zwischen beiden geherrscht hat, ist zerstört, und an die Stelle des Freundes das des unerbittlichen egoistischen Herrschers gestellt worden.

48. Jetzt ist der Mensch oft angewiesen, sein eigenes Leben vor dem Angriff von Tieren zu schützen, die in frühester Zeit ruhig zu seinen Füssen lagen und nur seinen Befehlen gehorchten.

49. So hat der Mensch seine Freiheit missbraucht und die friedliche Welt zu einer Mördergrube gemacht, wo natürlich nur Furcht und Hass, aber keine Liebe, kein Zutrauen mehr herrschen können. -

50. Euch, ihr wenigen, die ihr noch an Mich, an Meine Lehre glaubt, euch sende Ich diese Zeilen, damit ihr darin einen neuen Beweis ersehen möget, wie Ich bemüht bin, ohne eure von Mir euch gegebene Freiheit anzutasten, euch wieder zu solchen Menschen zu machen, wie derselbe einst aus Meiner Hand hervorging, und wie er, soll dieser Erdball wieder ein Paradies, ein Eden für seine Bewohner werden, wieder werden sollte!

51. Euch diese Zeilen, damit ihr aus diesen lesen mögt die unendliche Liebe und Güte, welche Ich für und mit euch habe, damit kein Seelen oder Geistes-Partikel verlorengehe, welches Ich einst ausgesandt hatte in die weiten Räume Meiner Schöpfung, sondern damit es erstens gehörig geachtet und zu ihrer Vervollkommnung so viel als möglich beitragend, alle - einfache und komplizierte, Infusorien, Monaden, Tiere und Menschen - einstens auf dem langen Wege der Vervollkommnung wieder gereinigt und ausgereift ins Geisterreich eingehen mögen, von wannen Ich sie aussandte, um ihr Prüfungsleben durch alle Stufen Meines Geister- und materiellen Reiches durchzumachen, und vereint mit dem höchsten und intelligentesten Geiste der Welten- und Erden- Schöpfung im Menschen ein Mir wohlgefälliges Ganzes bilden zu können!

52. Denn was ist der vielen Worte kurzer Sinn! Dass nur Liebe der Hauptfaktor ist, der, wenngleich er anfangs die Geister trennt, doch nur den Zweck hat, sie am Ende desto inniger (weil vervollkommnet) vereint zu sehen!

53. Um aber diese Vereinigung zu würdigen, wie es Geistern, Abkömmlingen von Mir geziemt, so muss sie errungen, verdient werden. Denn nur "dem Verdienste gebührt seine Krone!"

54. Das Bewusstsein des Errungenhabens gibt die Seligkeit des Besitzes.

55. Daher strebt auch ihr danach zu erringen, was Ich euch vorgesetzt habe, damit ihr des Namens "Meine Kinder" als Meine Ebenbilder auch würdig und wert seid!

56. Dies zu erlangen, dazu sind alle diese Gnadenlichter, die Ich euch von Zeit zu Zeit sende, damit ihr immer mehr und mehr erkennen sollt, dass sowohl im kleinsten Monadentierchen wie in eurem Nächsten der gleiche Gott stets das gleiche euch predigt, was auch die Natur auf jedem Spaziergang und jeder Pulsschlag als Zeitabschnitt euch zuruft:

57. "Vergesset nie, zu was ihr geschaffen seid! Benützt jede Zeit und jedes Wort von Mir, diesem Zwecke nachzukommen"; denn bald wird die Zeit kommen, wo das Korn von der Spreu geschieden wird, und wohl denen, welche Zeit und Wort so benützt haben, dass sie zum Korn als fruchtbringendes belebendes Brot für die Himmel erzogen, den Weg der Vervollkommnung getrost weitergehen können, wann Ich kommen werde, als alleiniger Hirte, Meine Schafe unter Meinem Schutze zu versammeln, was auch in Bälde geschehen wird! Amen!


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