KJUG-89

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89. Kapitel - Josephs Opfergelübde. Des Jesuskindleins Einspruch und Hinweis auf das Gott wohlgefälligste Opfer. Josephs Einwand und seine Entkräftung durch das Kindlein

89,1. Darauf begab sich Joseph sobald mit seiner ganzen Familie in das Schlafgemach und lobte und pries Gott laut bei einer Stunde lang;

89,2. und machte auch ein Gelübde, demzufolge er, sobald er wieder nach Jerusalem käme, dem Herrn ein Opfer darzubringen sich verpflichtete.

89,3. Das Kindlein aber sprach zum Joseph: „Höre du Mich an! – Meinst du, der Herr hat daran ein Wohlgefallen?

89,4. O da irrest du dich gewaltig, – siehe, weder an den Brandopfern noch am Blute der Tiere und ebensowenig am Mehle, Öle und Getreide hat Gott ein Wohlgefallen,

89,5. sondern allein nur an einem reumütigen, zerknirschten und demütigen Herzen, das Ihn über alles liebt!

89,6. Hast du aber etwas Übriges, so gebe denen, die da nackt, hungrig und durstig sind, so wirst du eine rechte Opferung dem Herrn darbringen!

89,7. Ich enthebe dich daher von deinem Gelübde und der Pflicht für den Tempel darum, weil Ich dazu die volle Macht habe!

89,8. Ich Selbst aber werde einst dein Gelübde in Jerusalem auf eine Art erfüllen, dass daran die ganze Erde gesättigt wird für die Ewigkeit!“ – – –

89,9. Joseph aber nahm das Kindlein auf seine Arme und küsste Es und sagte dann zu Ihm:

89,10. „Du mein allergeliebtester kleiner Jesus, Dein Joseph dankt Dir dafür zwar aus ganzem Herzen und erkennt die vollste heilige Wahrheit Deines wunderbarsten Ausspruchs;

89,11. aber siehe, Gott, Dein und unser aller Vater, hat dennoch solches durch Moses und die Propheten angeordnet und uns, Seinen Kindern, zu halten befohlen!

89,12. O sage es mir: Hast Du, mein Söhnchen, obschon göttlicher heilig wunderbarer Abkunft, wohl das Recht, die Gesetze des grossen Vaters, der in Seinen Himmeln wohnet ewig, aufzuheben?“

89,13. Das Kindlein aber sprach: „Joseph, so Ich es dir auch sagen würde, wer Ich bin, so möchtest du es Mir dennoch nicht glauben, indem du in Mir nur ein Menschenkind erschauest!

89,14. Aber dennoch sage Ich dir: Da Ich bin, da ist auch der Vater; da Ich aber nicht bin, da ist auch der Vater nicht.

89,15. Ich aber bin nun hier und nicht im Tempel; wie solle dann der Vater im Tempel sein? – !

89,16. Verstehst du das? – Siehe, wo des Vaters Liebe ist, da ist auch Sein Herz; in Mir aber ist des Vaters Liebe und somit auch Sein Herz!

89,17. Niemand aber trägt sein Herz ausser sich, also auch der Vater nicht; da Sein Herz ist, da ist auch Er! – Verstehest du solches?“

89,18. Diese Worte erfüllten den Joseph, die Maria wie die fünf Söhne mit tiefer heiliger Ahnung; und sie gingen dann hinaus und lobten in ihren Herzen den so nahen Vater. Und die Maria machte sich dann an die Bereitung eines Morgenmahles.

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