KJUG-297

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-297 Kapitel


297. Kapitel - Der elfjährige Jesus und Jakob gehen Holz sammeln. Jakob wird von einer Natter gebissen und gibt Zeichen des Todes. Jakob von Jesu wiederbelebt. Ein Arbeits-Evangelium. Sei eifrig in geistigen Gütern! Erweckung des toten Knaben Kephas und des toten Zimmermannsgesellen Mallas. Die Lehre: ,,Im Neide ruht allzeit der Tod!"

297,1. Von da an blieb das Kind Jesus zu Hause, verhielt Sich ruhig und gehorsam und verrichtete auch kleine Arbeiten.

297,2. Es tat keine Zeichen ein ganzes Jahr hindurch, – also bis in Sein vollends elftes Jahr.

297,3. Im elften Jahre aber verübte Es wieder drei bedeutende Wunderwerke, und diese sollen hier kurz folgen.

297,4. Im Frühjahre ging dem Joseph auf einige Tage der Brennholzvorrat aus.

297,5. Er sandte darum Jakob und Jesus, weil diese am meisten Zeit hatten, in einen nahen Wald, dass sie allda Reisig sammeln sollten.

297,6. Die beiden gingen und taten emsig, was ihnen Joseph anbefohlen hatte.

297,7. Jakob aber tummelte sich gar sehr, und es blieb für Jesus wenig zu sammeln; denn Jakob griff Jesu überall vor.

297,8. In solchem seinem Eifer aber geschah es, dass er nach einem buschigen Reisig griff, unter dem sich eine giftige Natter befand.

297,9. Die Natter biss den Jakob in die Hand, da fiel Jakob um vor Schmerz und Entsetzen. Die Hand schwoll plötzlich auf, und Jakob bog sich rücklings und gab Zeichen des Todes.

297,10. Da sprang Jesus hinzu, blies in die Wunde, und mit Jakob war es augenblicklich besser.

297,11. Die Natter aber wurde entsetzlich aufgetrieben und zerplatzte in tausend Stücke!

297,12. Darnach aber sprach Jesus zum Jakob: „Eile mit Weile! – In aller Weltarbeit, wenn sie zu eifrig betrieben wird, liegt der Tod!

297,13. Daher ist's besser, zu sein faul für die Welt, aber um so eifriger für den Geist zu sein bei jeder Gelegenheit!

297,14. Also aber sollen die Weltfleissigen stets den Tod ihrer Seele in ihrem Eifer ums Irdische finden!

297,15. Ich aber werde die Weltmüssiggänger aufsuchen und werde sie in Meinen Dienst nehmen für ewig; und denen, die nur eine Stunde des Tages gearbeitet haben, werde Ich gleichen Lohn geben mit denen, die den ganzen Tag über fleissigst gearbeitet haben!

297,16. Wohl jedem Faulenzer für die Welt; wehe aber jedem Fleissigen in den Geschäften der Welt! Der erste wird sein Mein Freund – und der zweite Mein Feind!“ – –

297,17. Jakob merkte sich diese Worte und lebte darnach und machte sich nichts daraus, wenn er auch öfter den Namen „der Faule und Träge“ bekam;

297,18. aber er war von da an desto eifriger in seinem Herzen mit Jesum beschäftigt und gewann endlos viel dabei. –

297,19. Bald darauf, in zwei Tagen, starb einer Nachbarin, die eine Witwe war, ihr einziges Söhnchen, und sie weinte viel darum.

297,20. Da ging Jesus mit Seinem Jakob auch dahin, zu besehen den verstorbenen Knaben.

297,21. Da Er aber die heftig weinende Witwe sah, da dauerte sie Ihn, und Er ergriff den toten Knaben bei der Hand und sprach: „Kephas! – Ich sage dir, stehe auf, und betrübe nimmer das Herz deiner Mutter!“

297,22. Hier stand der Knabe plötzlich auf und begrüsste lächelnd alle Anwesenden.

297,23. Da war es aus bei der Witwe, und sie sprach: „O wer doch ist dieser Sohn Josephs, dass er mit einem Worte vermag die Toten zu erwecken?! – Ist er ein Gott, oder ein Engel?!“

297,24. Jesus aber sprach zur Witwe: „Frage nicht weiter, sondern gebe dem Kephas Milch, auf dass es vollends besser werde mit ihm!“

297,25. Und die Witwe ging sobald und brachte erwärmte Milch dem Knaben, – und dieser ward darauf vollends gesund.

297,26. Da wollten alle Jesum anzubeten anfangen; Er aber eilte davon, traf andere Kinder und spielte mit ihnen auf eine sehr weise Art. –

297,27. Als Er aber also da spielte, da fiel bei einem andern Hause, das da von einigen Stadtzimmerleuten ausgebessert ward, ein Mensch, brach sich das Genick und war sogleich tot.

297,28. Da kamen sogleich eine Menge Menschen zusammen und betrauerten den Unglücklichen, und es war da ein grosser Lärm.

297,29. Als Jesus diesen Lärm hörte, da ging Er mit dem Jakob auch hinzu, drängte Sich bis zum Toten und sagte zu ihm:

297,30. „Mallas! – Ich sage dir, stehe wieder auf und arbeite! – Nagle aber deine Latten besser an, sonst fällst du noch einmal!

297,31. Denn es kommt nicht darauf an, wie viel du gearbeitet hast, sondern wie du gearbeitet hast! – Im Neide aber ruht allzeit der Tod!“

297,32. Darauf entfernte Sich Jesus schnell wieder, und der Tote stand wieder also gesund auf und arbeitete also kräftig weiter, als wäre ihm nichts geschehen. – Die Worte Jesu aber behielt er in seinem Herzen. – –

297,33. Diese drei Wunder geschahen nacheinander in kurzer Frist, und alle Nachbarn wollten darum Jesum anzubeten anfangen.

297,34. Jesus aber untersagte ihnen solches und liess Sich darauf etliche Wochen nicht sehen im Dorfe.

297,35. Im Hause Josephs aber wurden die drei Taten wohl gemerkt, und es ist viel darüber geredet worden. – –

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