KJUG-289

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289. Kapitel - Des Lehrers Gedanken über den Knaben. Jesus warnt den Lehrer. Jesus, ein Licht den Heiden und ein Gericht den Juden! Der Lehrer ergreift die Flucht

289,1. Eine volle Stunde dachte der Piras Zachäus über die Worte des Kindleins nach, fand aber nirgends einen Grund.

289,2. „Was soll denn dieser Knabe sein?“ sprach er öfter bei sich.

289,3. „Ist er etwa gar der Elias, der noch einmal kommen solle?!

289,4. Oder ist er der Samuel oder irgendein anderer wiedererstandener grosser Prophet?

289,5. Er ward in Bethlehem geboren, und von da kommt kein Prophet!

289,6. Wohl aber solle von da der Messias kommen!

289,7. Ist etwa dieser Knabe gar der Messias Selbst?!

289,8. Aus dem Stamme Davids solle er sein! – Joseph solle ja ein rechter Nachkömmling Davids sein,

289,9. freilich ohne einen glaubwürdigen strengen Beweis.

289,10. Die Sache hat dem Anscheine nach viel für sich;

289,11. aber wer kann das ohne geschichtliche Beweise als fest gegründet annehmen und glauben?!

289,12. Und doch ist man beinahe des Knaben wegen genötigt, das also anzunehmen.

289,13. Aber der römische Freibrief spricht wieder ganz dawider;

289,14. denn der Messias wird doch ein derbster Feind der Römer sein müssen!

289,15. Wie aber wird er das wohl bei solcher Freundschaft mit den Römern, die ihn zu ihrem Bürger gemacht haben?! –

289,16. Da kann er wohl mit der Zeit ein grosser Feldherr Roms werden, ein Messias den Heiden;

289,17. für uns aber ein zweischneidiges Schwert, das uns zugrunde richten wird!

289,18. Wenn ich das den Hohenpriestern anzeigete, – wahrlich, das könnte mir grosse Vorteile bringen!?“

289,19. Hier kam das Kindlein mit dem Jakob in den Garten wieder und ging zum Lehrer hin und sagte zu ihm:

289,20. „Piras Zachäus! – Lasse du dir die Lust vergehen, Mich vor der Zeit den Hohenpriestern zu offenbaren;

289,21. denn da solle dich beim dritten Schritte schon der Tod ereilen!

289,22. Meine Macht hast du erprobt; daher lasse dir das zu einer guten Mahnrede sein!

289,23. Was aber du über einen Messias für die Heiden geredet hast mit dir selbst, das solle einen Grund haben!

289,24. Denn also solle es auch werden: ein Licht den Heiden und ein Gericht den Juden und allen Kindern Israels!“

289,25. Hier ward der Lehrer ärgerlich und sprach: „Wenn so, da gehe von uns und ziehe zu den Heiden!“

289,26. Das Kindlein aber sprach: „Ich bin ein Herr und tue, was Ich will; und du bist nicht einer, der da was zu schaffen hätte!

289,27. Daher schweige du und ziehe von hier, sonst wirst du Mich noch nötigen, dich zu schlagen!“

289,28. Als der Piras Zachäus solches von dem Knäblein vernommen hatte, da hob er sich schnell und floh von dannen in die Stadt.

289,29. Und Joseph ward dadurch eines lästigen Gastes los und ging dann wieder seinem Geschäfte nach. –

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