KJUG-288

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-288 Kapitel


288. Kapitel - Jesus gibt Piras Zachäus einen Lichtblick über Seine Mission. Die heilsame Wirkung und des Piras Zachäus Forschen. Jesus als ,Professor der Naturgeschichte`: ,,Wo ist oben und wo unten?" ,,Siehe, Ich bin von oben herab!" Wo Licht - da ist oben; wo aber Nacht - da ist unten!

288,1. Als aber Jesus solchen Jammer von Piras Zachäus vernommen hatte, da lächelte Er und sprach:

288,2. „Nun sollen deine Torheiten die Früchte tragen, und es sollen sehend werden, die eines blinden Herzens waren!

288,3. Und so höre denn, du Tor, der du den Dumas wie einen Dorn in deinem Auge trägst!

288,4. Siehe, Ich bin von oben herab, auf dass Ich die Menschen nach der Welt in ihnen verfluche;

288,5. aber darnach nach dem rufe, was oben ist, nach dem Auftrage Dessen, der in Mir ist über Mich und euch,

288,6. der Mich gesandt hat darum aus Sich in Mir, auf dass ihr erlöset würdet!“

288,7. Nach dieser Rede des Kindes Jesus wurden alle in der ganzen Umgegend gesund, die da an irgendeinem Gebrechen darniederlagen.

288,8. Also wurden auch alle erlöst, deren Weltliches des kleinen Jesus Fluch dann und wann getroffen hatte, bis auf den verdorrten Knaben.

288,9. Dieser musste seines Vaters wegen die drei vorbestimmten Jahre unter dem Fluche des Knäbleins zubringen. –

288,10. Piras Zachäus aber erhob sich und ging mit dem Joseph hinaus ins Freie und sprach allda zu ihm:

288,11. „Bruder, wir sind nun im Freien und niemand behorcht uns!

288,12. Ich bitte dich darum, liebster Bruder, dass du mir kundtätest, was da mit dem Knaben es für eine Bewandtnis habe;

288,13. denn das ist, wie ich schon bemerkt habe, durchaus kein natürliches Kind!“

288,14. Joseph aber sprach zum Piras Zachäus: „Freund, siehe, wollte ich von der Natur meines Knäbleins reden, da würde ich in vielen Tagen nicht fertig werden.

288,15. Zudem aber gestattet das Kind auch mir nicht, aus der Schule zu schwätzen, wann es mir beliebte.

288,16. Siehe, da aber kommt gerade das Knäblein zu uns her!

288,17. Fasse Mut und Liebe zu Ihm, und Es wird dir alles kundgeben, was dir heilsam ist!“

288,18. Und der Lehrer fasste bald Mut und Liebe zum Kindlein. Und als Es vollends bei ihm war, da fragte er Es, sagend:

288,19. „Du mein herzallerliebstes, wunderbares Bübchen! Möchtest du mir denn nicht näher kundgeben, nach was für Macht in dir du solches alles tust, was ich nun von dir gesehen und auch gehört habe?“

288,20. Und das Knäblein lächelte und sprach: „Weisst du, gelehrter Mann, wo oben und wo unten ist?

288,21. Denn siehe, die Erde ist rund wie eine Kugel, und ringsum wohnen Menschen und Geschöpfe!

288,22. Die welchen wohnen da unten, und die welchen oben? Und die Erde dreht sich täglich um ihre Mitte, und du wirst täglich bei viertausend Meilen herumgetragen, – sage, wann bist du oben und wann unten?“

288,23. Hier machte der Lehrer ein ganz verdutztes Gesicht über solche unerhörte Dinge und wusste nicht, was er da sagen solle.

288,24. Das Knäblein aber lachte über das dumme Gesicht des Piras Zachäus und sagte zu ihm:

288,25. „O du Gelehrter! Was willst du denn lehren dann, so du nicht weisst, dass nur das Licht da den Ausschlag gibt!?

288,26. Wo Licht – da ist oben; wo aber Nacht – da ist unten!

288,27. Bei dir ist aber auch noch Nacht, daher bist du unten. Ich aber bin allzeit zu oberst des Lichtes gewesen; daher wirst du Meine Lichtnatur in deiner Nacht wohl ebensowenig fassen können, als wie wenig uns unsere Gegenfüssler, die jetzt Nacht haben, jetzt sehen können!“ – Darauf lief das Kindlein hinweg.

288,28. Piras Zachäus aber sagte darauf zum Joseph: „Da haben wir's jetzt! Jetzt weiss ich soviel wie früher. Sonderbare Rede des Knaben! – Lasse mich nun allein, ich will darüber nachdenken!“ Und Joseph beliess den Lehrer allein im Garten.

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