KJUG-278

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278. Kapitel - Joseph denkt heimzukehren. Marias edles Frauenwort. Des Kindleins Rat und Josephs Heimkehr. Der Streit mit den Dienern des Archelaus

278,1. Da aber Joseph sich von Dumas entfernt hatte, da sagte er zu seiner Gesellschaft:

278,2. „Wisst ihr was, es ist zu erwarten, dass wir überall eine gleiche Aufnahme finden dürften, –

278,3. daher wollen wir uns nicht viel mehr mit dem Besuchen unserer ehemaligen Freunde und Bekannten und Verwandten abgeben;

278,4. denn ich habe es nun schon gesehen beim Dumas, was die Menschen können, so man ihnen irgend nur ein wenig zu nahe tritt!

278,5. Mein Sinn ist daher, sich wieder nach Hause zu begeben. – Was sagst du, mein getreuestes Weib, dazu?“

278,6. Und die Maria sprach: „Joseph, du mein geliebtester Gemahl, du weisst ja, dass ich vor dir keinen Willen habe, da dein Wille auch allzeit der meinige ist und auch sein muss nach der heiligen Ordnung des Herrn;

278,7. aber das meine ich wohl, dass wir, da der Herr Selbst in unserer Mitte leibhaftig wandelt, Ihn auch darin um Rat fragen sollen!“

278,8. Und der Joseph sprach: „Maria, du mein getreuestes Weib, da hast du vollkommen recht;

278,9. das will ich auch alsogleich tun, und wir werden es da genau erfahren, was da das Beste sein dürfte!“

278,10. Und das Kindlein sprach hier ganz unaufgefordert: „Wenn es schon überall gut wäre, so wäre es aber dennoch besser, zu Hause zu sein.

278,11. Denn sehet, Meine Zeit ist noch lange nicht da; – so Ich aber schon irgend nun wohin gehe mit euch, so kann Ich aber Meiner Gottheit Fülle dennoch nicht also umhüllen, dass sie nicht von den Umstehenden empfunden werden solle.

278,12. Daher ist es für Mich nun daheim am besten; denn da fällt es am wenigsten auf, was in Mir zu Hause ist!

278,13. Wenn du, Joseph, in der Zukunft irgend Geschäftsgänge bekommen wirst, da gehe du nur mit deinen andern Kindern aus;

278,14. Mich aber lasse hübsch fein zu Hause, so wirst du durch Mich die wenigsten Umstände haben!“

278,15. Joseph begab sich daher wieder nach Hause. Und als er da ankam, da fand er auch schon zu seinem nicht geringen Erstaunen seine vier zurückgelassenen Söhne mit einigen Archelausschen Aufsehern gar gewaltig streiten.

278,16. Diese Schmeissfliegen rochen gleich, dass hier jemand eingezogen ist;

278,17. daher sie denn auch sogleich bei der Hand waren, den Tribut zu erpressen.

278,18. Da ihnen aber die Söhne Josephs den Freibrief Roms an der Türe zeigten, da wurden sie erbost und wollten ihn von der Türe reissen.

278,19. Und gerade zu dieser Operation kam Joseph und stellte sogleich die Frage an diese Räuber, nach welchem Rechte sie das täten.

278,20. Diese aber sprachen: „Wir sind Diener des Königs und tun das nach dem Rechte des Königs!“

278,21. Joseph aber sprach: „Und ich bin ein Diener Gottes des Allmächtigen und schaffe euch von dannen nach Dessen Rechte!“ – Hier ergriff die Frevler ein mächtiges Bangen, und sie liefen eiligst davon. Das Haus aber hatte darnach Ruhe vor ähnlichen Frevlern.

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