KJUG-271

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271. Kapitel - Die bussfertigen Menschen geben unbewusst ein wahres Zeugnis. Josephs Worte an sie: Der Herr sieht nicht auf ein zerrissenes Büsserkleid, ,,sondern allein auf das Herz, wie es beschaffen ist!" Joseph wird in der Stadt von seinem Freund herzlich empfangen

271,1. Als Joseph aber in die Stadt kam, da sah er die Menschen in grosser Angst und Verwirrung durcheinanderrennen,

271,2. und alles schrie: „Gott, der Herr Abrahams, Isaaks und Jakobs, hat uns schwer heimgesucht!

271,3. Zerreisset die Kleider, bestreuet mit Asche eure Häupter, und tut Busse, auf dass Sich der Herr wieder unser erbarmen möge!“

271,4. Also drängten sich auch einige zum Joseph hin und fragten ihn hastig, ob er nicht auch seine Kleider zerreissen werde.

271,5. Joseph aber sprach: „O Brüder! So ihr schon Busse tun wollet, da tut sie lieber in euren Herzen denn in euren Kleidern!

271,6. Denn der Herr sieht weder auf die Farbe des Kleides, noch – ob es ganz oder zerrissen ist;

271,7. sondern allein auf das Herz sieht der Herr, wie es etwa beschaffen ist!

271,8. Denn im Herzen kann stecken Schlechtes, als: arge Gedanken, Begierden, ein schlechter Wille;

271,9. Unzucht, Hurerei, Ehebruch und dergleichen mehr.

271,10. Solches tuet aus euren Herzen, so es darinnen ist, da werdet ihr besser tun, als so ihr eure Kleider zerreisset und mit Asche bestreuet euer Haupt!“

271,11. Als die verzagten Nazaräer solche Rede von Joseph vernahmen, da traten sie zurück, und viele aus ihnen sprachen unter sich:

271,12. „Siehe da! – wer ist der Mann, der da solche Rede führt in seinem Munde, als wäre er ein grosser Prophet?!“

271,13. Das Kindlein aber zupfte den Joseph und sagte lächelnd:

271,14. „Nun hast du recht geredet; das tat diesen Blinden not!

271,15. Aber jetzt solle der Erdboden wieder Ruhe haben, auf dass wir ungestört weiterwandeln können!“

271,16. Darauf zog die Familie zu einem Freunde Josephs, der da ein Arzt in Nazareth war.

271,17. Als dieser des alten Joseph ansichtig ward, da eilte er ihm mit allen den Seinen entgegen und fiel ihm um den Hals und schrie:

271,18. „O Joseph, Joseph, du mein liebster Freund und Bruder! Wie – ja – wie kommst denn du nun in dieser bedrängten Stunde daher?!

271,19. Wo warst du denn durch drei lange Jahre?

271,20. Woher kommst du nun? Welch ein Engel Gottes hat dich denn nun daher geführt?“

271,21. Joseph aber sprach: „Bruder, führe uns erst ins Haus und gebe uns Wasser zum Reinigen der Füsse,

271,22. sodann sollst du alles erfahren, wo ich war und woher ich nun kam!“ – Und der Arzt erfüllte sogleich des Joseph Wunsch.

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