KJUG-270

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270. Kapitel - Das Erdbeben unter Jesu Füssen ängstigt Joseph und Maria. Flüchtlinge aus der Stadt warnen Joseph weiterzuziehen. Joseph, durch Jakob beruhigt, zieht furchtlos in die Stadt

270,1. Als sich darauf Joseph mit den Seinen auf den Weg machte und das Kindlein zwischen Joseph und Maria einherging, da verspürte die ganze Gesellschaft bei jedem Tritte des Kindleins eine recht merkliche Erderschütterung.

270,2. Joseph empfand dieses Phänomen ebenfalls zuweilen recht merklich und sagte zur Maria:

270,3. „Weib! Verspürst du nicht, wie der Erdboden wanket und bebet?“

270,4. Und die Maria sprach: „O das verspüre ich sehr stark;

270,5. wenn uns nur etwa nicht ein mächtiges Ungewitter, das sich gern nach einem Erdbeben einstellt, unterwegs oder in der Stadt ereilet!

270,6. Und siehe, das Erdbeben dauert an, was ich noch nicht erlebt habe!

270,7. Oh – dem wird ganz sicher ein gar entsetzlicher Sturm folgen!“

270,8. Und der Joseph sprach: „Ich bemerke zwar noch nirgends ein Wölkchen am Himmel;

270,9. aber dessenungeachtet könntest du dennoch gar wohl recht haben!

270,10. Wenn dies Erdbeben nicht bald ein Ende nimmt, da wird es nicht einmal geheuer sein, in die Stadt zu ziehen!“

270,11. Als sich aber also die Familie der Stadt nahte, da kamen ihnen schon eine Menge Flüchtige aus der Stadt entgegen und warnten sie, in die Stadt zu ziehen.

270,12. Denn sie sagten: „Freunde, woher ihr auch sein möget, gehet ja nicht in die Stadt!

270,13. Denn es hat sich vor einer kleinen halben Stunde ein mächtiges Erdbeben erhoben, und man ist keine Minute vor dem Einsturze der Häuser sicher!“

270,14. Joseph war hier selbst im flüchtigen Zweifel, was er so ganz eigentlich tun solle, – solle er weitergehen, oder solle er umkehren?

270,15. Jakob aber ging hin zum Joseph und sagte zu ihm insgeheim:

270,16. „Vater! – du sollst dich nicht fürchten; es werde dieses Erdbeben niemandem auch nur einen allergeringsten Schaden zufügen, weder in der Stadt noch in der Umgegend!“

270,17. Joseph verstand nun gleich, woher das Erdbeben kam.

270,18. Er ermutigte daher auch sogleich all die Seinen, zu ziehen in die Stadt.

270,19. Als aber das die aus der Stadt Flüchtigen sahen, dass der alte Greis dennoch in die Stadt zog,

270,20. da sprachen sie bei sich: „Wer muss denn doch dieser Mann sein, dass er keine Furcht vor dem Erdbeben hat?!“

270,21. Und sie rieten hin und her; aber niemand erkannte ihn.

270,22. Sie wollten aber auch wieder in die Stadt ziehen;

270,23. aber da beim Weitergehen des Kindleins die Erde wieder zu beben begann, da flohen sie weiter. – Joseph aber zog ganz furchtlos in die Stadt mit seiner Familie.

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