KJUG-258

Aus Suche Jesus-Comes
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-258 Kapitel


258. Kapitel - Die heilige Familie kommt nach beschwerlicher Reise ins Vaterland. Josephs Angst und Marias Aufmunterung. Des Herrn Befehl, nach Nazareth zu ziehen. Ankunft in Nazareth

258,1. Nach zehn sehr beschwerlichen Reisetagen kam Joseph mit den Seinen glücklich im Lande Israel an und rastete auf einem Berge bei einigen Menschen, die da hausten und von der Viehzucht lebten.

258,2. Hier erkundigte sich Joseph genau um alle Verhältnisse seines Vaterlandes.

258,3. Da er aber vernahm von diesen Menschen, dass nun Archelaus, ein Sohn Herodis, seinem Vater in der Regierung folgte,

258,4. und dass er noch grausamer sei als sein Vater, da übermannte den Joseph und all die Seinen eine grosse Furcht.

258,5. Und er gedachte wieder umzukehren und abermals nach Ägypten zu ziehen, wo nicht nach Tyrus.

258,6. Denn obschon er durch den Mund Jakobs erfahren hatte in Ägypten noch, dass nun Archelaus herrsche in Jerusalem,

258,7. so erfuhr er aber dennoch nicht, dass dieser König seinen Vater an Grausamkeit noch überträfe.

258,8. Und diese Kunde machte hier eben den Joseph also furchtsam, dass er nun wieder umkehren wollte.

258,9. Es sprach wohl die Maria zu ihm und sagte:

258,10. „Joseph, es hat uns ja der Herr also zu ziehen befohlen, warum fürchten wir über den Herrn den Menschenkönig Archelaus mehr als den Herrn?“

258,11. Und der Joseph sprach: „O Maria, du mein geliebtestes Weib, du hast wohl ganz recht gefragt;

258,12. aber siehe, ich weiss es, dass da des Herrn Wege oft von der unbegreiflichsten Art sind, und weiss, dass der Herr die Seinen zumeist durch den Tod führt – vom Abel her.

258,13. Darum fürchte ich mich denn nun auch, ob der Herr nicht auch mich durch den Tod führen wird!

258,14. Und diese meine Mutmassung gewinnt stets mehr an Wahrscheinlichkeit, je mehr ich die Grausamkeit des neuen Königs in Jerusalem überdenke.

258,15. Darum aber habe ich mich nun auch entschlossen, morgen früh wieder umzukehren.

258,16. Wahrlich, ist es dem Herrn um unsern Tod zu tun, da schicke Er lieber Löwen, Tiger und Hyänen über uns als den Archelaus!“

258,17. Also beschloss Joseph fest, wieder umzukehren.

258,18. Aber in der Nacht kam des Herrn Geist Selbst über den Joseph in einem Helltraume.

258,19. Und von Gott Selbst bekam Joseph den Befehl, zu ziehen nach Nazareth.

258,20. Da erhob sich Joseph sobald und zog sehr frühe von dannen.

258,21. Und er kam noch am selben Tage in die Ortschaften des galiläischen Landes.

258,22. Und kam also auch am selben Tage in der Nacht nach der Stadt Nazareth, nahm da bleibende Wohnung, auf dass erfüllet wurde, was da spricht der Prophet: „Er solle ein Nazaräer heissen!“ –

Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-258 Kapitel