KJUG-257

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257. Kapitel - Tod des Herodes; sein Sohn Archelaus folgt ihm in der Regierung. - Der Engel des Herrn fordert Joseph auf zur Rückkehr ins Land Israel. - Die wunderbare Reiserüstung. - Joseph übergibt alles dem Jonatha und bittet ihn nachzukommen. - Der Abschied

257,1. Es starb aber um diese Zeit eben auch Herodes, der Kindermörder, und sein Sohn Archelaus folgte ihm in der Regierung.

257,2. Jakob sagte das in der Zeit zum Joseph und zu der Maria.

257,3. Aber Joseph sprach zum Jakob: „Das will ich dir wohl glauben; aber was solle das bei mir für eine Veränderung herbeiführen?“

257,4. Und der Jakob sprach: „Vater! – das zu künden dir, hat der Herr mir nicht gegeben!

257,5. Wie aber der Herr noch allzeit durch eines Engels Mund zu dir geredet hat, was du tun sollest, also wird Er es auch jetzt tun.

257,6. Denn es wäre nicht in der göttlichen Ordnung, dass ein Sohn seinem Vater die Wege vorschreiben solle!“

257,7. Da sprach Joseph: „Meinst du wohl, dass der Herr solches an mir tun wird?“

257,8. Und der Jakob sprach: „Vater! – also vernahm ich's in mir nun:

257,9. ,Heute noch in der Nacht in einem hellen Traume werde Ich Meinen Engel zu dir senden, der wird dir künden Meinen Willen!

257,10. Und wie er es dir künden wird, also sollest du sobald handeln nach seinem Worte!‘“

257,11. Als der Joseph solches vom Jakob vernommen hatte, da ging er hinaus und betete zu Gott und dankte Ihm für solch eine Vorkunde durch den Mund seines Sohnes Jakob.

257,12. Lange hielt Joseph im Gebete an und begab sich erst nach drei Stunden ins Haus zur Ruhe.

257,13. Als er aber also schlief auf seinem Lager, seinen arbeitsmüden Gliedern Ruhe gönnend, da erschien ihm im Traume der Engel des Herrn und sprach zu ihm:

257,14. „Stehe auf, nimm das Kindlein und Seine Mutter zu dir, und ziehe hin in das Land Israel; denn sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen!“

257,15. Als Joseph solches vernommen hatte, da stand er alsbald auf und verkündete solches der Maria.

257,16. Und diese sprach: „Es geschehe des Herrn Wille allzeit und ewig!

257,17. Aber wie sprichst du nur von uns dreien? Sollen denn deine Kinder hier verbleiben?“

257,18. Und der Joseph sprach: „O mitnichten; denn was der Engel zu mir geredet, das gilt ja für mein ganzes Haus!

257,19. Denn also sprach der Herr ja auch oft zu den Propheten, als hätte Er es mit ihnen allein zu tun;

257,20. aber dennoch ging des Herrn Rede allzeit das ganze Haus Jakobs an.“

257,21. Diese Rede verstanden alle, und die Söhne gingen sobald hinaus, um alles zur Abreise zu ordnen.

257,22. Aber sie kamen voll Staunens zurück; denn es war alles schon zur Abreise bereitet, und für jede Person war ein mit allen zur Reise nötigsten Bedürfnissen bepackter Esel in Bereitschaft.

257,23. Joseph übergab alles Liegende und Stehende dem Jonatha, der diese Nacht hier zugegen war, segnete ihn und behiess ihn, ihm zu folgen in einem Jahre nach Nazareth.

257,24. Also segnete ihn auch das Kindlein und küsste ihn. Jonatha weinte ob solcher plötzlichen Abreise.

257,25. Und Joseph bestieg noch viel vor dem Aufgange die Lasttiere und zog nun landwärts von dannen. –

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