KJUG-256

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-256 Kapitel


256. Kapitel - Die Macht der Liebe. Das Haus Josephs wird ruchbar. Josephs Weisheit beschämt die Grossen und Reichen der Stadt. Die gute Nachwirkung

256,1. Die also beschenkten Diebe aber fielen auf ihre Angesichter nieder und schrieen förmlich:

256,2. „Solche Güte, solche Grossmut, die ist Menschen nimmer eigen; nur die Götter, die nicht sterben, können Feinde noch belohnen!

256,3. Wir verdienten hier die Strafe nur, da wir an euch, ihr hohen Götter, gar so arg gefrevelt haben!

256,4. Doch ihr, statt uns wohlverdienterweis' zu strafen, gebt uns Lohn und Segen noch für unsre argen Taten!

256,5. Seid ihr da nicht Götter? – Ja ihr seid der Himmel allerhöchste Herren ganz gewiss und sicher; denn das künden eure von uns Menschen nie geschauten Taten! –

256,6. Darum Ehre, Lob und Preis sei euch von allen Menschen auf der Erde!

256,7. Und der Fürsten Throne und all ihre Kronen sollen ewig beugen sich vor eurer grossen Herrlichkeit!“ –

256,8. Hier erhoben sich die Diebe und gingen dann voll Dank und Ehrfurcht von dannen –

256,9. und machten das dann in der ganzen Stadt ruchbar; und alle Bewohner bebten ob solcher Nähe der Götter und gingen verstohlen herum und getrauten sich vor lauter Ehrfurcht nicht zu arbeiten.

256,10. Es kamen aber bald die Angesehenen der Stadt hinaus zum Joseph und fragten ihn, ob sich die Sache wohl also verhielte, wie da nun der Pöbel in der halbverbrannten Stadt herumschreie.

256,11. Und der Joseph sprach: „Was da betrifft die gute Tat an ihnen, da ist ihr Geschrei richtig;

256,12. denn also handelte mein Weib buchstäblich wahr an ihnen!

256,13. Aber dass sie uns für Götter halten, das gibt euch – ihr Grossen und Reichen, ein schlechtes Zeugnis;

256,14. denn damit bezeichnet der arme Pöbel eure grosse Hartherzigkeit, indem er an euch nichts Götterähnliches erschaut!

256,15. Tut desgleichen, was da tat mein Weib, und was da tut mein ganzes Haus, und der Pöbel wird bald aufhören, meines Hauses Einwohner für Götter zu halten!“

256,16. Als die Grossen und Reichen der Stadt solche sie sehr treffende Rede von Joseph vernommen hatten, da wurden sie sehr beschämt und zogen davon.

256,17. Und sie waren überzeugt, dass der Joseph bloss ein überaus weiser und guter Mensch, aber dabei doch kein Gott sei.

256,18. Von da an hatte dann das Haus Josephs Ruhe.

256,19. Und seine Familie lebte dann noch ein halbes Jahr ungestört allhier und ward geachtet und hochgeschätzt von jedermann.

256,20. Also tat auch das Kindlein in dieser Zeit keine Wunder mehr, und alles lebte hier ganz natürlich. Und der Jonatha aber war mehr beim Joseph als zu Hause; denn hier war für ihn ein seligstes Sein. – –

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