KJUG-249

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249. Kapitel - Des Kindleins Frage nach dem heutigen Fischfang. Des fischbegierigen Kindleins Antwort auf Josephs Zurechtweisung: ,,Ich bin überall zu Hause, wo man Mich liebt!" Der reiche Fischfang auf des Kindleins Geheiss

249,1. Als nach ungefähr drei Stunden der Jonatha mit dem Joseph und mit seinem Gold- und Silberfischfange zurückkam, da war in seinem Hause auch schon alles auf den Beinen und sah nach der noch stark rauchenden Stadt hin.

249,2. Das Kindlein allein lief mit dem Jakob dem sich dem Ufer nahenden Joseph und Jonatha entgegen.

249,3. Und als diese ans Ufer traten, da grüsste und küsste Es die beiden und fragte den Jonatha, ob er wohl schon recht viele Fische gefangen habe.

249,4. Dieser aber, das Kindlein ebenfalls mit grösster Liebe umfassend, sprach:

249,5. „O Du mein Leben, Du meine Liebe! – Mit den Fischen hat es für heute seine geweisten Wege!

249,6. Aber ich habe sicher mit Deiner allmächtigen Hilfe ein gestrandetes Römerschiff gerettet, das einen Gesandten an den Cyrenius trug.

249,7. Da fielen dann recht viele Gold- und Silberfische in mein Netz, und so liess ich für heute den eigentlichen Fischfang ruhen.“

249,8. Und das Kindlein sagte: „Das ist schon recht und ganz gut;

249,9. aber da Ich Mich heute schon auf einen frischen Fisch gefreut habe, so wäre es Mir lieber gewesen, du hättest statt deiner Gold- und Silberfische die rechten gebracht!“

249,10. Der Jonatha aber sprach: „O Du mein Leben, siehe, da längs des Ufers hängen ja eine Menge Fischkästen voll mit den besten Fischen, da werden wir schon ganz frische herausnehmen!“

249,11. Und das Kindlein lächelte darauf und sprach: „Ja, wenn also, dann magst du freilich wohl deinen heutigen Gold- und Silberfischfang behalten!

249,12. Aber Ich bin schon recht hungrig; wird es lange dauern, bis da ein Fisch zugerichtet wird?“

249,13. Und der Jonatha sprach: „O nein, Du mein Leben, in einer halben Stunde sitzen wir schon bei Tische!“

249,14. Joseph aber sagte zum Kindlein: „Aber Du bist wohl ein rechter Bettler!

249,15. Siehe, hier sind wir ja nicht zu Hause; daher müssen wir auch nicht tun, als wären wir zu Hause!

249,16. Gedulde Dich nur, es wird schon etwas kommen; aber also zu betteln schickt sich ja nicht in einem fremden Hause!“

249,17. Das Kindlein aber sprach: „Ei – was da! – Ich bin überall zu Hause, wo man Mich liebt.

249,18. Wo aber Ich zu Hause bin also, da kann und darf Ich ja doch auch reden, was Ich möchte!

249,19. Damit aber Jonatha seine Kästen nicht unentschädigt leeren solle,

249,20. da werfe er ein Netz ins Meer, und er solle für uns alle sogleich einen hinreichenden Fang machen! – Jonatha, tue das!“

249,21. Jonatha warf sogleich ein grosses Netz ins Meer und fing eine unerhörte Menge der edelsten Fische.

249,22. Darauf sagte das Kindlein zum Joseph: „Siehe, wenn das in Meiner Macht stehet, da werde Ich doch den Jonatha um einen guten Fisch bitten dürfen?“ – Hier wurde der Joseph still; Jonatha aber wusste sich aus lauter Dankbarkeit nicht zu helfen.

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