KJUG-248

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248. Kapitel - Joseph und Jonatha bemerken beim Morgenfischzug ein gefährdetes Schiff und retten es

248,1. Am Morgen des nächsten Tages war Joseph wie gewöhnlich der erste auf den Beinen, und er weckte auch bald seine Familie.

248,2. Jonatha aber, der auch soeben aus seiner Kammer kam, zu sehen, was es für einen Tag für sein Geschäft geben werde, sprach zu Joseph:

248,3. „Aber lieber Freund und Bruder! Was machst denn du schon so früh auf und treibst auch die Deinen an, dass sie sich erheben sollen?

248,4. Sollst du denn nicht lieber auf den Herrn warten, bis Dieser Sich vom Schlafe erheben würde?

248,5. Wäre denn nicht dann eben die beste Zeit aufzustehen am Morgen eines Tages?!

248,6. Ich bitte dich darum, lasse doch wenigstens deine Familie ruhen noch ein paar Stunden!

248,7. Du aber begebe dich mit mir und mit meinen Leuten auf ein Schiffchen, und wir wollen einen Morgenfang machen!“

248,8. Dieser Antrag gefiel dem alten Joseph, und er liess seine Familie noch ruhen und begab sich sogleich mit dem Jonatha in einen grossen Fischerkahn.

248,9. Jonathas Fischerknechte ordneten die Netze und griffen dann kräftigst zu den Rudern,

248,10. und in einer Stunde befanden sich die Morgenfischer schon an der Stelle, wo es am meisten Fische gab.

248,11. Als sie aber diese allzeit günstige Fischerstelle erreicht hatten und die Sonne sich ihrem Aufgange nahte,

248,12. da bemerkte der Jonatha in der Entfernung etwa einer Stunde ein römisches Schiff stehen und wusste nicht, was er so ganz eigentlich aus demselben machen sollte!

248,13. Er sprach darum zum Joseph: „Bruder, ich kenne das Meer dort;

248,14. es ist seicht und voller Sandbänke, und gar leicht kann dort ein Seefahrer Roms steckengeblieben sein.

248,15. Wir sollten ihm darum wohl schleunigst zu Hilfe eilen!?“

248,16. Und der Joseph war damit einverstanden; und es ward sofort hingerudert, und das Schiff ward in einer halben Stunde erreicht.

248,17. Und siehe, es war wirklich ein grosses Römerschiff, das da einen Gesandten an den Cyrenius führte.

248,18. Dieser ward sogleich aufgenommen, und er bat den Jonatha, alles mögliche aufzubieten, dass das Schiff gerettet werde.

248,19. Darauf ergriff Jonatha sogleich das Schlepptau des grossen Schiffes und liess dann kräftig rudern auf seinem grossen Boote.

248,20. Und es dauerte keine halbe Stunde, als das grosse Schiff flottgemacht wurde.

248,21. Darauf beschenkte der römische Gesandte reichlich den Jonatha und segelte dann weiter gen Morgen.

248,22. Jonatha aber kehrte dann mit Gold und Silber anstatt der Fische nach Hause und liess für diesen Morgen das Fischen ruhen.

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