KJUG-243

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243. Kapitel - Hochmut kommt vor dem Fall. Josephs würdige Behandlung der Abgebrannten. Des Cyrenius Edelmut gegen die Verunglückten. Cyrenius bei Jonatha

243,1. Als die Abgebrannten beim Hause Josephs ankamen, da erkannte sie eben der Joseph bald, dass sie dieselben Herren waren, die ehedem seine Gäste gewesen sind, und fragte sie:

243,2. „Ja – meine geachtetsten Herrn, was ist denn mit eurem wichtigen Geschäfte, deshalb ihr ehedem also schnell forteiltet?

243,3. Bestand es darinnen, dass ihr eure Stadt angezündet habt?

243,4. Oder bestand es etwa in ganz etwas anderem, das für mich als ein Geheimnis zu verbleiben hat?“

243,5. Die Abgebrannten aber sprachen: „Lieber Menschenfreund! – Versuche uns Elende nicht; denn du siehst ja, dass wir nun die aufgelegtesten Bettler sind!

243,6. Kannst du uns aber irgend unterstützen, so tue das, und wir wollen deine Leibeigenen sein unser Leben lang!“

243,7. Joseph aber sprach: „Nur Roms mächtige Patrizier verstehen sich auf Sklaven und Leibeigene;

243,8. ich aber verstehe mich nur auf Brüder, die allzeit gleich meine Brüder sind – wie als Herren, also auch als Bettler!

243,9. Darum werde ich euch auch nach Kräften unterstützen.

243,10. Aber so ihr wieder auf eurem Boden feststehen werdet, dann nehmt euch kein solches Geschäft mehr vor, wie euer heutiges hätte sein sollen!

243,11. Denn so wehe es euch nun tut, dass euch eure Diener und Sklaven so schändlich beraubt und eure Häuser angezündet haben,

243,12. ebenso und noch mehr Wehe hätte mir das gemacht, so ihr desgleichen an mir verübt hättet!“

243,13. Hier ging der Joseph zum Cyrenius und fragte ihn, was man diesen Unglücklichen auf einmal geben solle.

243,14. Und der Cyrenius sprach: „Warte nur ein wenig! Meine Träger, die ich um meine Kasse aufs Schiff gesandt habe, werden sobald da sein!

243,15. So ich erst im Besitze meiner grösseren Kasse sein werde, dann werden wir schon sehen, wieviel da auf jeden, der schon hier ist und noch kommen wird, fallen solle.“

243,16. In einer kleinen Stunde brachten die Boten tausend Säckel Goldes und Silbers.

243,17. Jeder Säckel, aus zehn Pfunden bestehend, aber war gemischt mit zwei Pfunden Goldes und acht Pfunden Silbers.

243,18. Hier sprach der Cyrenius zum Joseph: „Diese Säckel verteile du unter diese Abgebrannten also, dass da auf jeden ein Säckel komme!

243,19. Die erübrigten aber verwahre du für noch andere, die noch ankommen werden!

243,20. Ich aber will bei der Verteilung nicht zugegen sein, auf dass ich nicht erkannt werde von allem Volke, das hierherkommen wird!

243,21. Ich aber werde mich nun mit dem Jonatha in seine Wohnung begeben und hoffe dich am Abende zu sehen.“

243,22. Joseph billigte das und übernahm mit seinen Söhnen sogleich die Verteilung; und der Cyrenius entfernte sich heimlich mit seinem ganzen Hofstaate und mit dem Jonatha. –

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