KJUG-241

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241. Kapitel - Der übelwollende Beschluss der eifersüchtigen Gäste. Der grosse Brand in Ostracine

241,1. Es fragte aber ein grosser Bürger der Stadt Ostracine, wie der Statthalter das meine:

241,2. „Warum solle darob dieses Haus sicher sein, da man vielleicht irrwähnig diesen alten Juden für einen Erzzauberer hält?“

241,3. Und der Cyrenius sprach: „Weil der schwache Mensch da nichts vermag, wo der urewigen Gottheit Kraft ihre schützende Hand darüberhält.

241,4. Dieses Haus aber steht, wie keines mehr auf der weiten Erde, unter dem mächtigsten Schutze solcher Gottheit, – also ist es auch unüberwindlich!

241,5. Leget eure Hand böswillig an dies Haus, und ihr werdet es sogleich erfahren, um welche Zeit es mit diesem ist!“

241,6. Hier stutzten alle die Gäste aus der Stadt und sagten zueinander:

241,7. „Der Statthalter will uns nur schrecken, weil er keine Macht bei sich hat.

241,8. Würden wir aber im Ernste unsere Hände an dies Haus und an seinen Leib legen, da möchte er sicher bald eine andere Sprache führen!

241,9. Lasset uns daher aufstehen vom Tische und in die Stadt ziehen und von da gegen Abend wieder mit einer starken Macht hierherkommen,

241,10. und da werden wir sogleich sehen, ob der Statthalter noch eine solche Sprache führen wird!“

241,11. Darauf erhob sich bald die ganze Gesellschaft vom Tische und begab sich ins Freie.

241,12. Allda fingen sich die Bürger und der Oberste und der Stadthauptmann beim Cyrenius zu beurlauben an und machten sich darauf auf den Weg in die Stadt.

241,13. Der Joseph aber ging zu den Fortgehenwollenden und sagte zu ihnen:

241,14. „Warum wollt ihr denn nun schon gehen, da die Sonne noch eine gute Stunde leuchten wird?

241,15. Bleibet hier bis zum Abende, und wir wollen dann alle den Cyrenius bis zu seinem Schiffe begleiten, wie es sich gebührt;

241,16. denn er reist noch heute in der Nacht nach Tyrus ab und wird darum auch heute noch sein Schiff ordnen und besteigen.“

241,17. Die also Angesprochenen aber entschuldigten sich und sagten: „Wir haben heute noch ein gar wichtiges Geschäft vor, daher entschuldige du uns bei deinem intimsten Freunde!“

241,18. Hier kam das Kindlein herbeigelaufen und sprach zum Joseph:

241,19. „Lasse sie nur ziehen in die Stadt; denn ihr Geschäft ist von einer Art, das zu Meiner Verherrlichung dienen wird!“

241,20. Hier liess sonach der Joseph die Stadtgäste ziehen und ging mit dem Kindlein zum Cyrenius hin und erzählte ihm, wie diese sich entschuldigten, und was das Kindlein geredet hatte.

241,21. Und der Cyrenius sprach: „O mein erhabenster Bruder, diese Art kenne ich!

241,22. Sie ist eifersüchtig und weiss sich aus lauter innerer Galle nicht zu raten und zu helfen, weil ich dein Haus besuchte und sie im Stiche liess.

241,23. Aber ich bin darum sehr ruhig ob deiner; denn ich weiss es ja, in Wessen Schutze du dich befindest!“

241,24. Und das Kindlein sprach: „Oh, der dürre Weg solle ihnen heiss werden!

241,25. Sie wollen unser Haus heute noch zerstören, und das mit Feuer!

241,26. Aber sie sollen nicht Zeit gewinnen dazu, denn sie werden daheim sogleich genug zu tun bekommen!“

241,27. Als das Kindlein noch kaum solche Worte ausgeredet hatte, da stand schon die halbe Stadt in Flammen, – und niemand dachte mehr an die Zerstörung des Hauses Josephs.

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