KJUG-222

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-222 Kapitel


222. Kapitel - Ein Gespräch über die Kometen als Unglücks- und Kriegsboten

222,1. Als der Cyrenius aber den starken Kometen so recht beschauet hatte, da sprach er:

222,2. „Fürwahr, ein sonderbarer Stern! – Es ist der erste, den ich sehe;

222,3. gehört habe ich wohl schon öfter von diesen mythischen Unglücksboten am Himmel.“

222,4. Auf diese Bemerkung des Cyrenius kam auch der Maronius Pilla herbei und sagte:

222,5. „Da sieh einmal hin! Der Tempel des Janus ist kaum sieben Jahre geschlossen, und alles sagte:

222,6. ,Nun wird Rom einen ewigen Frieden bekommen!‘, denn so lange sei dieser Tempel noch nicht geschlossen gewesen!

222,7. Da haben wir aber nun schon das entsetzliche Zeichen vor unseren Augen, dass der Janustempel gar bald wieder erschlossen wird,

222,8. und dass es auf den grossen Marsfeldern gar lebendig wird zuzugehen beginnen!“

222,9. Joseph aber fragte den Maronius Pilla, ob er denn wohl im Ernste so einen Schweifstern für einen Kriegsboten halte.

222,10. Und der Maronius sprach ganz ernstlich: „O Freund, das ist eine eherne Wahrheit! – Ich sage dir: Krieg über Krieg!“

222,11. Und der Cyrenius sprach dazu: „Nun sind die zwei Rechten einmal beisammen!

222,12. Joseph hängt noch immer mächtig an seinem Moses, und Maronius Pilla kann seines altheidnischen Aberglaubens nicht ledig werden!“

222,13. Joseph aber sprach: „Hochschätzbarster Bruder und Freund Cyrenius! Ich aber meine, Moses ist doch immerhin besser als der Janustempel in Rom!“

222,14. Und der Cyrenius sprach: „Allerdings! – Aber so man den Herrn Selbst, den Jehova Selbst in Seiner Fülle hat, da meine ich, sollen Moses wie der dumme Janus so hübsch in den Hintergrund treten, und das ein für alle Male!

222,15. Der Komet scheint laut alten, ungegründeten Sagen wohl ein Unglücksbote zu sein;

222,16. aber ich glaube, unser Herr und allerliebster Jesus in Seiner Gottheit Fülle wird auch ein Herr über diesen mutmasslichen Herrn des Unglücks sein! Bist du nicht meiner Meinung?“

222,17. Und der Joseph sprach: „Das sicher; aber darum ist Moses doch nicht mit dem Janus Roms zu vergleichen, auch nicht in dieser Gegenwart des Herrn!“

222,18. Und der Cyrenius sprach: „Das will ich auch nicht; aber so ich den Herrn habe, dann sind wenigstens mir Moses und Janus gleich!“

222,19. Hier sprach das Kindlein zum Cyrenius: „Bei dem bleibe du!

222,20. Denn wahrlich, wo es sich um die Unendlichkeit handelt, da schwinden alle Grössen, und die Null zählt soviel wie eine Million!“

222,21. Diese Antwort des Kindleins gab dem Joseph einen kleinen Stoss, und er hielt darauf dem Moses kein Vorwort mehr vor dem Cyrenius.

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