KJUG-220

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220. Kapitel - Jonathas Tränen und heilige Liebe zum Herrn. Ein jeder Mensch wird geheiligt und ganz neu geboren durch die Liebe zu Gott in seinem Herzen. Denn: ,,Ist die Liebe zu Mir nicht heilig in sich, wie Ich Selbst in Meinem Göttlichen es bin?"

220,1. Bei dieser Rede des Kindleins aber fiel Jonatha, von seinem heissen Liebegefühle gedrungen, vor dem Kindlein nieder und weinte aus zu grosser Freude und Dankbarkeit.

220,2. Das Kindlein aber sprach zu den andern: „Sehet ihr, wie mächtig da ist des Jonatha Liebe zu Mir? –

220,3. Wahrlich sage Ich euch, aus einer jeden Träne, die nun seinen Augen entstürzt, solle einst eine Welt für ihn in Meinem Reiche werden!

220,4. Ich habe euch zwar schon den Wert und den Unterschied der Tränen gezeigt; aber hier sage Ich euch noch einmal hinzu:

220,5. Keine Träne ist grösser vor Mir als die allein, die der Träne des Jonatha gleicht!“

220,6. Bei diesen Worten des Kindleins ermannte sich der grosse Jonatha und sprach:

220,7. „O Du allmächtiger Herr meines Lebens! Wie bin ich – ein grosser Sünder – wohl solcher endlosen Gnade und Erbarmung von Dir würdig?!“

220,8. Das Kindlein aber sagte: „Jonatha, frage dich, wie du Mich denn wohl also mächtig lieben kannst in deinem Herzen, so du ein so grosser Sünder bist?

220,9. Ist die Liebe zu Mir nicht heilig in sich, wie Ich Selbst in Meinem Göttlichen es bin?

220,10. Wie wohl magst du als ein so grosser Sünder solche heilige Liebe ertragen in deinem Herzen?

220,11. Wird denn nicht ein jeder Mensch geheiligt und ganz neu geboren durch die Liebe zu Gott in seinem Herzen?

220,12. So du aber voll von dieser Liebe bist, sage, was ist demnach in dir, das du Sünde nennest?

220,13. Siehe, eines jeden Menschen Fleisch ist wohl eine Sünde in sich; darum muss auch eines jeden Menschen Fleisch sterben!

220,14. Ja, Ich sage dir, sogar dieses Fleisch Meines Leibes ist unter der Sünde Sold und wird darum auch gleich dem deinigen absterben müssen!

220,15. Aber diese Sünde ist ja keine freiwillige, sondern nur eine gerichtete und steht für deinen freien Geist in keiner Rechnung.

220,16. Darum wird dein Wert nicht nach deinem Fleische, sondern lediglich nur nach deiner freien Liebe bestimmt.

220,17. Und es wird dereinst nicht heissen: Wie war dein Leib, sondern – wie war deine Liebe?!

220,18. Siehe, so du einen Stein wirfst in die Höhe, da bleibt er aber dennoch nicht in der Höhe, sondern er fällt bald wieder herab zur Erde.

220,19. Warum denn? – Weil die Materie der Erde ihn als eine gerichtete Liebe, von der er selbst voll ist, anzieht.

220,20. Warum aber fallen die Wolken und die Sterne nicht vom Himmel? – Siehe, darum, weil sie des Himmels Liebe anzieht!

220,21. Nun, so dein Herz aber voll Liebe ist zu Gott, dem ewig Lebendigen, wohin wohl wird dich diese allein freie, selbst lebendige Liebe ziehen?“

220,22. Diese letzte Frage erfüllte alle Anwesenden mit der grössten Wonne, und sie wussten nun alle, wie sie daran waren. – –

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