KJUG-211

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211. Kapitel - Josephs Frage und des Kindleins tröstliche Antwort. Der grosse Hunger des Kindleins. Das Fischmahl. Des Cyrenius Frage wegen des Mittelmeeres

211,1. Nach einer Weile aber ging Joseph zum Kindlein hin und fragte Es, wie solches zu verstehen wäre.

211,2. Und das Kindlein sprach: „Joseph, da forschest du vergeblich!

211,3. Denn gar viele Dinge gibt es, die euch nicht offenbar werden, dieweil ihr lebet auf der Erde.

211,4. Wer aber kommen wird nach diesem Leben in Mein Reich geistig, dem wird alles im Lichte gezeiget werden!

211,5. Darum frage hier nicht nach Dingen, die dich nun nichts angehen!

211,6. Lasse aber nun Erde bringen und mit ihr bedecken diese Brandfläche!“

211,7. Und der Joseph wandte sich hier an den Cyrenius, und dieser liess sogleich durch seine Leute Erde herbeischaffen und mit selber bedecken die Stelle.

211,8. Nach dieser Arbeit war es Mittag geworden, und die Söhne Josephs waren auch mit ihrem Mittagsmahle fertig und hielten es in der Bereitschaft für die vielen Gäste.

211,9. Und das Kindlein sprach Selbst zum Joseph: „Lieber Joseph! Ich bin schon recht hungrig geworden; drei grosse Fische sind gebraten, daher gehen wir zum Essen!“

211,10. Joseph aber sprach: „Das ist recht löblich; aber – werden die Fische wohl für mehr als hundert Personen ausreichen?!“

211,11. Und das Kindlein erwiderte: „Nun – und ob! Hast du doch die grossen Tiere gesehen; wie magst du danach fragen?

211,12. Ein jeder Fisch hat gut hundert Pfunde; da braucht es wahrlich nicht mehr, und es ist genug für zweihundert Menschen!

211,13. Daher gehen wir nun nur nach Hause; denn Ich bin schon sehr hungrig – und besonders auf die guten Fische des Mittelmeeres!“

211,14. Und der Joseph berief sogleich alle zum Mittagsmahl und begab sich in die Villa.

211,15. Unterwegs aber fragte der Cyrenius das holde Kindlein, ob denn dieses Meer wohl richtig ein Mittelmeer (mare mediterraneum) sei.

211,16. Und das Kindlein sprach: „Ob richtig oder nicht – Ich muss ja nach eurer Art mit euch reden, so Ich von euch verstanden werden will!

211,17. Nach dem Essen aber kannst du auf der kleinen Erdkugel nachsehen, und du wirst da es wohl finden, ob dieser Ausdruck passt!“

211,18. Darauf lief das Kindlein voraus mit Seinem Jakob, um ja bald am Tische zu sein.

211,19. Und als der Joseph kam, da lächelte ihm das Kindlein schon vom Tische entgegen, indem Es schon ein Stückchen Fisch in der Hand hielt.

211,20. Joseph aber freute sich dessen sehr geheim; nur sagte er des Anstandes wegen:

211,21. „Aber – Du mein liebstes Kindlein, so ein grosses Stück! – Wirst Du es wohl aufessen können?“

211,22. Und das Kindlein lächelte noch mehr und sprach: „Sorge dich um etwas anderes; denn dafür haben schon deine Väter gesorgt, dass Meinem Magen nicht leichtlich etwas schadet, – denn die haben Mir gar oft die schlechtesten und grössten Brocken aufgetischt.“ – Hier verstand Joseph wohl, was das Kindlein sagen wollte.

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