KJUG-207

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-207 Kapitel


207. Kapitel - Des Kindleins beruhigende Worte vor der Sturmnacht. Eudokias grosse Furcht. Und wärest du am Ende aller Welten, so würde Ich dich doch schützen können!

207,1. Nach dem Nachtmahle segnete Joseph alle die Gäste, und das Kindlein segnete sie auch und sagte:

207,2. „Nun begebet euch alle zur Ruhe; fürchtet euch aber nicht, wenn zur Nachtzeit ein kleiner Sturm an unser Haus stossen wird;

207,3. denn es wird da niemandem ein Haar gekrümmt werden!

207,4. Denket, Der hier unter euch wohnet, ist auch ein Herr der Stürme!“

207,5. Nach diesen Worten, die unter den Schiffsleuten des Cyrenius eine Besorgnis um das Schiff erregten, sagte ein Schiffsknecht:

207,6. „Dieses Kind ist ein rechter Prophet, denn es prophezeiet Schlimmes!

207,7. Daher – sollen wir wohl sogleich dahin ziehen, wo das Schiff des Cyrenius schwach befestigt sich befindet, und sollen es soviel als möglich ans Ufer ziehen und da festmachen!?“

207,8. Da erhob sich Jonatha und sprach: „Lasst diese Sorge gut sein!

207,9. Denn fürs erste wird der Herr schon auch das Schiff zu schützen wissen;

207,10. fürs zweite aber habe auch ich Leute daheim, die mit dem Schiffsicherungswesen besser umzugehen wissen als ihr, und werden das Schiff des Statthalters schon zu sichern wissen. Daher möget ihr samt mir schon ganz ruhig sein!“

207,11. Damit war alles beruhigt, und alles begab sich zur Ruhe.

207,12. Maria aber bereitete dem Kindlein auch sogleich ein recht weiches und frisches Bett, legte Es dann nieder und stellte das kleine Bettchen neben ihr Lager.

207,13. Es schliefen aber gewöhnlich die Maria und die Eudokia in einem Bette beisammen, und also auch jetzt.

207,14. Die Eudokia aber, eine tüchtige Furcht vor dem vorgesagten Sturme habend, sagte zur Maria:

207,15. „Maria, siehe, ich habe eine starke Furcht vor dem sicher kommenden Sturme!

207,16. Wie wäre es denn, so wir das Kindlein heute zwischen uns in die Mitte nähmen?

207,17. Da wären wir doch gewissest sicher vor jeglicher Gefahr!“

207,18. Da aber das Kindlein solche Besorgnis von der Eudokia vernommen hatte, da lächelte Es und sagte darauf:

207,19. „O Eudokia! Manchmal bist du recht gescheit, aber manchmal wieder dümmer als der Blitz!

207,20. Meinst du wohl, dass Ich dich nur dann schützen kann, so Ich Mich in deinem Schosse befinde?!

207,21. O da bist du in grosser Irre! – Siehe, Mein Arm ist länger, als du meinst!

207,22. Und wärest du am Ende aller Welten, so würde Ich dich noch so gut wie hier schützen können!

207,23. Daher sei ruhig, und gehe wie sonst zur Ruhe, und du wirst morgen schon wieder gesund aufstehen!“ – Das beruhigte die Eudokia, und sie legte sich mit Maria sogleich zur Ruhe.

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