KJUG-200

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200. Kapitel - Prophetische Enthüllungen des Jesusknäbleins: Jesu Tod, Seine Versöhnungslehre, Auferstehung und Eröffnung der Lebenspforte für alle

200,1. Und das Kindlein redete also: „Joseph! – Was wirst denn du sagen, so die Kinder der Welt den Herrn dereinst ergreifen und töten werden mit Hilfe des Satans?

200,2. Wenn sie Ihn wie einen Raubmörder ergreifen werden und werden Ihn schleppen vors Weltgericht, da der Geist der Hölle sein Walten hat?

200,3. Und dieses wird den Herrn aller Herrlichkeit ans Kreuz heften lassen! – Was sagst denn du dazu? – ! –

200,4. Wenn mit Ihm geschehen wird, wie die Propheten von Ihm ausgesagt haben, deren Worte dir wohlbekannt sind! – Was sagst du wohl dazu?“

200,5. Als die drei solches vom Kindlein vernommen hatten, da erschraken sie sehr, und Joseph sprach sehr heftig:

200,6. „Mein Jesus, mein Gottsöhnchen, wahrlich, solches geschehe nur Dir nicht!

200,7. Die Hand, die sich je an Dir vergreifen würde, solle verflucht sein ewig, und ihres Trägers Seele solle ewig in der möglichst grössten Qual ihren Frevel büssen!“

200,8. Und der Cyrenius schlug sich auch samt Jonatha zu der Partei Josephs und sprach:

200,9. „Ja, wenn solches je möglich geschehen könnte, für ewig wahr, da will ich von heute an der grausamste Tyrann werden!

200,10. Zweimalhunderttausend der geübtesten Krieger stehen unter meinem Befehle; nur einen Wink kostet es mich, und Tod und Verderben sei aller Welt gebracht!

200,11. Ehe ein frecher Teufel von einem Menschen seine Satanshände an dieses Kind legen solle, eher will ich alle Menschen umbringen lassen auf der ganzen Erde!“

200,12. Das Kindlein aber lächelte und sprach: „Dann werden ja aber dennoch deine Krieger bleiben; wer wird denn dann diese aus der Welt schaffen?

200,13. Siehe, Mein lieber Cyrenius, wer da weiss, was er tut, und tut Ungerechtes, so tut er die Sünde und ist ein Täter des Übels!

200,14. Wer aber nicht weiss, was er tut, und tut also Ungerechtes, dem solle es vergeben sein; denn er wusste es ja nicht, was er tat!

200,15. Nur – so jemand wohl wüsste, was er täte, und möchte nicht tun aus sich Ungerechtes, wenn er aber gezwungen wird, da sträubt er sich nicht und tut Ungerechtes, der ist ein Sklave der Hölle und zieht sich selbst das Gericht auf den Hals!

200,16. Die Hölle aber weiss wohl, dass da mit den blinden Werkzeugen besser zu handeln ist als mit den sehenden;

200,17. daher hält sie auch fortwährend die Blinden in ihrem Solde, – und eben diese Blinden werden den Herrn der Herrlichkeit ans Kreuz heften!

200,18. Wie willst du aber einen Blinden strafen darob, so er am Wege mit dem Fusse anstiess und fiel und zerbrach sich Arme und Beine?!

200,19. Daher bleibe du mit deiner Macht nur so hübsch fein zu Hause, die viel mehr Unheil als Heil auf der Erde stiften möchte!

200,20. Und sei versichert, dass Der, den die Menschen dem Fleische nach töten werden in ihrer Blindheit, im Geiste und in Seiner Kraft und Macht nicht getötet wird, sondern alsobald wieder erstehen wird aus eigener Kraft und Macht –

200,21. und wird erst dadurch eröffnen aller Kreatur den Weg zum ewigen Leben!“

200,22. Der heftige Ton des Cyrenius aber brachte auch die Tullia-Gesellschaft zur Aufmerksamkeit auf die kleine Gesellschaft.

200,23. Das Kindlein aber verwies die Gesellschaft zurück und sprach: „Gehet an eure Sache; denn was hier vorgeht, ist nicht für euch, ihr Blinden!“ – Und die Gesellschaft zog sich wieder zurück.

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