KJUG-198

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-198 Kapitel


198. Kapitel - Marias und Eudokias Bemühungen um die erweckte Tullia. Ein prophetisches Bild der späteren Marienverehrung. Die wahren Liebhaber des Herrn

198,1. Als unsere Spielgesellschaft in das Haus kam, wurde sie kaum bemerkt; denn alles war noch vollauf mit der wiedererwachten Tullia beschäftigt.

198,2. Einige trösteten sie, andere wieder machten sich so um sie her und beobachteten sie und besorgten einen abermaligen Rückfall in ihren Tod.

198,3. Selbst Maria und die Eudokia waren mit ihr beschäftigt und brachten ihr allerlei Stärkungen und Erfrischungen.

198,4. Und die Söhne Josephs samt dem Jakob waren mit der Bereitung des Abendmahles beschäftigt.

198,5. Nur Joseph und der Jonatha sassen im Nebenzimmer auf einer Strohbank und besprachen sich über so manches aus der Vorzeit;

198,6. und sie auch waren die einzigen, die die Eintretenden bemerkten, standen darum auf und gingen dem Cyrenius und dem Kindlein entgegen und empfingen sie natürlich auf das allerfreundlichste.

198,7. Das Kindlein lief aber sogleich zum Joseph und sagte zu ihm:

198,8. „Wie lange werden die Toren die wiedererwachte Tullia noch trösten, laben und stärken?

198,9. Sie lebt ja schon lange gut genug und wird nicht wieder sterben vor ihrer rechten Zeit; was wollen dann die Toren?!“ –

198,10. Und der Joseph sprach: „Was kümmert uns das? Lassen wir ihnen ihre Freude; denn wir verlieren ja nichts dadurch!“

198,11. Und das Kindlein sagte darauf: „Das ist wohl offenbar wahr, und Ich will Mich darob auch wenig kümmern;

198,12. aber das, meine Ich, sollte doch auch richtig sein: Wenn schon die Erweckte eine so grosse Bewunderung verdient, da sollte doch der Erwecker nicht gar zu sehr im Hintergrunde stehenbleiben! – ?“

198,13. Und der Joseph sprach: „Da hast Du, mein Söhnchen, wohl ganz recht; aber was lässt sich hier machen?

198,14. Solle ich Dich als den unfehlbaren Erwecker aufführen, so hiesse das, Dich vor der Zeit an die, die Dich noch lange nicht kennen, verraten – und das wäre unklug!

198,15. Hauchtest Du ihnen aber eine solche Erkenntnis wunderbar in ihr Gemüt, da wären sie gerichtet!

198,16. Daher lassen wir sie, wie sie sind; wir aber bleiben hier im geheimen beisammen im Geiste und in der Wahrheit!

198,17. Wann sie sich bis zum Überdrusse aber an der Römerin werden satt getröstet und angegaffet haben, dann werden sie etwa wohl kommen und werden mit uns Gemeinschaft machen!“

198,18. Und das Kindlein sprach: „Sehet auch hier wieder ein Bild der Zukunft!

198,19. Also werden sich auch dereinst die, welche unter unserem Dache sein werden, mit der toten Römerin abgeben der weltlichen Dinge wegen,

198,20. und Maria wird unter den Römern und mit der Römerin viel zu tun haben!

198,21. Aber dennoch werden die in unserem Hause nicht unsere Genossen, sondern vielmehr sein, was sie nun sind, nämlich Heiden, und werden Meiner nicht achten, sondern allein der Maria!

198,22. Und Meine eigentliche Gesellschaft wird verborgen und klein bleiben zu allen Zeiten in der Welt!

198,23. Tullia war eine blinde Bettlerin und ward sehend durch Mein lebendiges Wasser

198,24. und ward dann ein erstes Weib des grossen Reiches der Heiden.

198,25. Da sie aber eifersüchtig ward, da auch fand sie den Tod.

198,26. Wieder ward sie erweckt, dass sie lebe; sie lebt, aber noch mag sie Meiner nicht gewahr werden.

198,27. Werde Ich sie wohl durch ein Gericht auf Mich müssen aufmerksam machen?

198,28. Ich aber will noch warten einige Zeit und sehen, ob sich die Römerin nicht erheben wird und kommen zu Mir, ihrem Erwecker! – Joseph, verstehst du dies Bild?“ – –

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