KJUG-197

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-197 Kapitel


197. Kapitel - Des Spieles Sinn. Die drei Schübe entsprechend der geschichtlichen Dauer von Adam bis zur Menschwerdung. Der neue und für ewig letzte Schub: Alle werden im Kinderstande den Vater erkennen. Der Vater wird dann ewig der Vater sein

197,1. Und das Kind fing sogleich an, wie ein weiser Lehrer einer Synagoge zu reden und sprach:

197,2. „Das aber ist die Bedeutung dieses Spiels: Von der Schöpfung, wie vor ihr war Gott von Ewigkeit der Herr!

197,3. Der erste Wurf: Die alten Geister erwachen und wollen sich die Herrlichkeit Gottes nicht gefallen lassen, und das Spiel hat keine Ordnung.

197,4. Von Adam bis Noah und von Noah bis Moses dauert dieses Spiel.

197,5. Das stützige Mädchen ist die Liebe – und die Welt, der aber die Liebe zuwider ist.

197,6. Zu Noahs Zeiten wird sie durch Drohung gestraft, wie dies Mädchen mit den Mäusen.

197,7. Aber die Welt bessert sich nicht, sondern verfällt allmählich wieder in die Abgötterei und will Altäre, sichtbare Gottheit und viel Zeremonie.

197,8. Da beruft der Herr das Spiel unter Moses zusammen, und es geschieht ein zweiter Wurf!

197,9. Anfangs scheint es: diesmal wird es sich halten; aber nur einmal dem Moses den Rücken zugewandt, und das goldne Kalb ist fertig!

197,10. Also fängt das Mädchen erst an recht zu zanken, auf dass es dann im Ernste gestraft wird mit der Drohung in der Wirklichkeit.

197,11. Und so war die Sündflut viel mehr eine gar starke Drohung als gewisserart eine Strafe.

197,12. Aber die Strafe des Volkes in der Wüste war eine wahre Strafe, da sie durchs Feuer geschah wie einst zu Sodom.

197,13. Auf den Wurf geht das Spiel an; aufrichtig gesagt, anfangs geht es gut, aber aus purer Furcht, denn diesem Spiele fehlt die Mutter, die Liebe, die davonging, weil sie nicht herrschen durfte.

197,14. Bis auf diese Zeit dauerte dies mosaische Spiel und rieb sich auf durch lauter Empörungen und durch die stete Furcht.

197,15. Wieder ruft der Herr die kleine Schar zusammen; der Wurf geschieht, und der Herr wird zum Kinde!

197,16. Da kommt die Liebe und äussert eine gewisse Freude über den ohnmächtigen Stand des Herrn.

197,17. Die Liebe wirft nun auch, und es gelingt ihr zu erreichen die erste Stufe des Thrones.

197,18. Und da verfolgt sie den Herrn bis zum Tode und lässt Ihm über tausend und nahe neunhundert Jahre keine Ruhe und hetzt alles wider Ihn auf!

197,19. Dann aber ersieht die gestellte Weltherrschaft selbst, dass es sich also nicht mehr tue.

197,20. Und ein letzter Wurf geschieht: Der Herr wird wieder der alte Herr; voll glühendsten Eifers wird Sein Stand und voll Gnade Sein Wurf!

197,21. Und alles Volk wird vom Kinderstande den Vater erkennen, so Er dem Volke als Solcher in aller Seiner Liebemacht näher und näher rücken wird!

197,22. Und das wird der letzte Wurf sein, und wird fürder keiner mehr geschehen! – denn der Vater wird dann ewig der Vater sein!

197,23. Siehe, das ist dieses Spieles Sinn! – Nun aber gehen wir wieder ins Haus, um zu sehen, was die erwachte Tullia macht; und so folget Mir alle!“

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