KJUG-193

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193. Kapitel - Das Grübchenspiel - ein Spiel des Menschentreibens. Die vom Kindlein als König des Spiels gegebenen Gesetze

193,1. Und weiter sprach das Kindlein zum Cyrenius: „Nun, da Ich der König bin, so muss Mir aus euch auch ein jeder wie einem Könige gehorchen!

193,2. Und so höret nun Meine Gesetze! – Das Grübchen der Priester sei weise und ernst-gut!

193,3. Wenn du lachst, wenn jemand anderer lacht, dann fehlest du und wirst deines Amtes enthoben und fällst in die Strafe dadurch.

193,4. Du Grübchen des Landmanns sei tätig; wenn du lau bist, wirst du hungern müssen!

193,5. Du Vatergrübchen sei voll Liebe gegen deine Kinder, und erziehe sie recht und gerecht, sonst wirst du ihnen zum Gespötte werden!

193,6. Du Muttergrübchen sei häuslich und voll Gottesfurcht, auf dass deine Säuglinge weise werden!

193,7. Und du mein gutes, liebes Kindergrübchen, bleibe wie du bist: ein steter Lehrer der Weisen zur Weisheit in Gott!

193,8. Nun, das sind die Gesetze; diese müssen genau befolgt werden!

193,9. Will aber jemand eine Gnade von Mir, der muss knieend zu Mir darum kommen!

193,10. Nun gehet und handelt, und lasst Mich allein! Du Cyrenius aber musst mit Vater und Mutter gehen, weil du ein Kind bist!“

193,11. Nun gingen ein Mädchen und ein Knabe als Priester ganz ernst und gravitätisch davon und stellten sich auf einen etwas erhabeneren Platz.

193,12. Dann gingen zwei Mädchen und ein Knabe als Landleute davon und tummelten sich dann recht geschäftig am Boden, als hätten sie die wichtigste Arbeit.

193,13. Darauf gingen wieder ein Knabe und ein Mädchen, gar ernstlich sich haltend, davon und stellten den Vater dar, weil der Vater auch in seinem Herzen eine Mutter sein solle, um ein rechter Vater zu sein.

193,14. Darauf ging die alleinige Mutter und nach ihr das Kind, nämlich der Cyrenius; und die Mutter aber scheute sich vor ihrem Kinde und getraute sich nicht, mit ihm zu reden und ihm weise Lehren zu geben.

193,15. Sie kehrte sich darum zum Könige und bat Ihn um die Gnade, dass Er ihr einen andern Posten geben möchte.

193,16. Der König aber beschied sie zu den Priestern, und diese fingen an zu lachen, als sie die Mutter auf sich zulaufen sahen.

193,17. Da berief der König sogleich die Priester und setzte sie ab, weil sie gelacht haben, da sie ernstweise hätten sein sollen, und steckte sie unter die Landleute.

193,18. Die Landleute aber fingen bald untereinander zu hadern und zu zanken an, und der König berief sie und machte sie recht aus und stiftete Ruhe unter ihnen.

193,19. Nun kam wieder die Mutter und begehrte einen andern Posten.

193,20. Der König aber sprach: „Da du die Liebe darstellst in ihrer Weisheit, so sei du der Priester!“

193,21. Nun aber kam der Vater und beklagte sich, dass er kein Weib habe, weil die Mutter ein Priester ist.

193,22. Und der König sprach: „So nehme das Kind und gehe hin und werde, was die Mutter ist!“

193,23. Und also geschah es; aber der Priester fing an, starke Achtungsforderungen an die Landleute zu machen.

193,24. Da fing es bald an darunter und darüber zu gehen, und der König berief daher alles wieder zurück und sprach: „Ich sehe, dass ihr uneins seid; daher wollen wir zu einem neuen Schube schreiten!“ –

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