KJUG-167

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167. Kapitel - Josephs gastliche Einladung an Jonatha. Jonathas Bedenken und Sündenbekenntnis. Josephs Rat. Des Kindleins Lieblingsspeise: das Herz Jonathas. Jesu Zeugnis über Jonatha

167,1. Als der Jonatha seine Andacht auf solche lebendige Weise verrichtet hatte, da sprach Joseph zu ihm:

167,2. „Mein geliebter Freund, du wohnst allein mit deinen drei Gehilfen in deiner Hütte.

167,3. Heute am Vorsabbate wirst du ohnehin keine Fische mehr fangen; darum bleibe heute bei mir, desgleichen auch über den morgigen Sabbat!“

167,4. Und der Jonatha sprach: „Ja, mein Freund und Bruder, wenn das Gottkind nicht wäre, da möchte ich wohl bei dir verbleiben;

167,5. aber siehe, ich bin ein sündiger Mensch und bin unrein in allen meinen Teilen und Gliedern!

167,6. Denn ich habe, seit ich unter den Heiden lebe, kaum mehr an die Satzungen Mosis gedacht und lebte mehr heidnisch als jüdisch.

167,7. Und so kann ich da wohl nicht verbleiben, da selbst der Allerheiligste wohnet!“

167,8. Und der Joseph sprach: „Bruder, dein Grund ist gut; aber bei mir wird er nicht angenommen!

167,9. Denn siehe, der Herr, der sogar gegen alle Heiden Sich so gnädig bezeigt, wird Sich zu dir sicher noch gnädiger bezeigen, indem du ein reuiger Jude bist!

167,10. Du brauchst Ihn nur zu lieben und kannst rechnen, dass dich auch der Herr lieben wird über die Massen!

167,11. Denn siehe, die acht Kinder und die Eudokia sind Heiden, und dennoch geht das Kindlein mit ihnen herum und hat sie lieb über die Massen!

167,12. Also wird Es auch dich gar liebreichst aufnehmen und wird Sich mit dir wie mit Seinem besten Freunde abgeben!“

167,13. Auf diese Rede fasste Jonatha Mut und begab sich mit Joseph wieder vom Hügel hinab in die Wohnung, allwo schon lange das Mittagsmahl bereitet war.

167,14. Joseph berief nun alles zum Tische. Die Maria nahm das Kindlein und setzte sich auch neben dem Joseph, wie gewöhnlich, zum Tische.

167,15. Das Kindlein aber wollte nicht die für Ihn bereitete Milchspeise geniessen.

167,16. Und Maria ward ängstlich darob, denn sie meinte, es müsse dem Kindlein etwas fehlen.

167,17. Das Kindlein aber sprach: „Warum ängstigest du dich denn Meinetwegen?

167,18. Siehe, der Jonatha hat Mir eine bessere Speise gebracht; diese werde Ich essen, und diese wird Mich wahrhaft sättigen!“

167,19. Maria aber verstand hier sogleich die Fische, die zuletzt auf den Tisch gesetzt wurden.

167,20. Das Kindlein aber sprach: „Maria, du hast Mich nicht verstanden!

167,21. Denn die Fische meine Ich nicht, obschon sie natürlich besser schmecken als diese gestrige Milch, die da schon topfig ist, und die Joel nahm statt einer frischen, um ein Mus zu kochen für Mich.

167,22. Aber die grosse Demut und die grosse Liebe seines Herzens (des Jonatha nämlich), die er Mir schon öfter bezeigte, ohne Mich zu kennen – diese meine Ich!

167,23. Ich sage dir, du Maria, Jonatha ist ein starker Mensch in seinen Gliedern, aber die Liebe seines Herzens ist noch viel stärker!

167,24. Und diese seine Liebe zu Mir ist die gar kräftige Kost, die Mich nun sättiget! – Doch aber werde Ich auch von seinen Fischen essen; aber das saure Mus mag Ich nicht!“ – Darob ward aber Jonatha so erfreut, dass er laut zu weinen anfing.

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