KJUG-164

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164. Kapitel - Ein ruhiges Jahr im Hause Josephs. Die wunderbare Heilung des besessenen Knaben der Mohrenfamilie durch Jakob auf Geheiss des Jesuskindes

164,1. Von dieser Periode an ging es im Hause Josephs ganz ruhig zu und ereignete sich nichts Wunderbares.

164,2. Und dieser ruhige Zustand dauerte ein volles Jahr, da das Kindlein schon Selbst gehen konnte und auch reden und spielen mit den andern acht Kindern.

164,3. In dieser Zeit kam eine Mohrenfamilie, die ein sehr krankes Kind hatte, ins Haus des Joseph.

164,4. Denn diese Familie hatte in der Stadt gehört, dass sich in diesem Hause ein Wunderarzt befinde, der alle Krankheiten heile.

164,5. Das kranke Kind war ein Knabe von zehn Jahren und ward von einem bösen Geiste gar jämmerlich gequält.

164,6. Der Geist liess dem Knaben Tag und Nacht keine Ruhe, warf ihn hin und her, trieb ihm den Bauch auf und bereitete ihm dadurch unerträgliche Schmerzen.

164,7. Bald wieder trieb er ihn ins Wasser und bald ins Feuer.

164,8. Als aber dieser Geist sich im Hause Josephs befand, da ward er ruhig und rührte sich nicht.

164,9. Joseph aber fragte den Vater des Knaben, der Griechisch verstand, was es mit dem Knaben für eine Bewandtnis habe.

164,10. Und der Vater erzählte dem Joseph alles getreuest, was sich nur immer mit dem Knaben zugetragen hatte vom Anbeginne.

164,11. Darauf berief Joseph den Jakob, der sich wie gewöhnlich als ein sechzehnjähriger Jüngling mit dem Kindlein beschäftigte, und gab ihm die Not dieser Mohrenfamilie kund.

164,12. Jakob aber wandte sich an das Kindlein und herzete Es und redete in seinem Herzen mit Ihm.

164,13. Das Kindlein aber sprach ganz laut in hebräischer Sprache:

164,14. „Mein Bruder! Meine Zeit ist noch lange nicht da; aber gehe du hin zu dem kranken Knaben, des Geschlecht das Zeichen Kains trägt!

164,15. Rühre ihn mit dem Zeigefinger der linken Hand an der Brustgrube an, und sobald wird der böse Geist für immer entweichen aus dem Knaben!“

164,16. Und der Jakob ging sobald hin und tat, wie ihm das Kindlein befohlen hatte.

164,17. Da riss der böse Geist den Knaben zum letzten Male und schrie:

164,18. „Was willst du Schrecklicher denn mit mir? Wohin solle ich nun ziehen, da du mich vor der Zeit aus meiner Wohnung treibst?!“

164,19. Und der Jakob sprach: „Der Herr will es! – Nicht ferne ist das Meer; wo es am tiefsten ist, da sollest du wohnen im Grunde, und der Schlamm solle deine Wohnstätte sein fürder, Amen!“

164,20. Hier verliess der Geist den Knaben, und der Knabe ward gesund im Augenblicke.

164,21. Darauf wollte die Familie den Joseph belohnen; Joseph aber nahm nichts an und entliess die Familie wieder im Frieden und lobte Gott für diese Wunderheilung an diesem Knaben.

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