KJUG-162

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162. Kapitel - Josephs Forschen nach dem Ursprung der Heilkraft Jakobs. Jakobs Verhör durch Joseph. Josephs Zweifel. Jakobs weise Erwiderung aus dem Herrn. Josephs Erstaunen über die Weisheit seines Sohnes

162,1. Nach einer Weile trat Joseph näher hin zum Jakob und fragte ihn, woher in seinem Hauche solche Kraft käme.

162,2. Und der Jakob sprach: „Lieber Vater! – ich habe in mir eine Stimme vernommen, die zu mir sprach:

162,3. ,Hauche dem Blinden ins Angesicht, und er wird sein Gesicht wohlleuchtend wieder erhalten!‘

162,4. Und siehe, ich glaubte fest dieser Stimme in mir, tat nach ihrem Worte, und der Blinde ist sehend!“

162,5. Und der Joseph sprach: „Das wird also sein, wie du nun geredet hast;

162,6. aber von woher kam die mächtige Stimme in dich, wie vernahmst du sie?“

162,7. Und der examinierte Jakob sprach: „Lieber Vater! – siehst du denn nicht Den, der nun auf meinen Armen spielt mit meinen Locken?

162,8. Ich glaube, Dieser ist es, der in mir zu mir solches wunderbar geredet hatte!“

162,9. Und der Joseph fragte den Jakob weiter und sprach:

162,10. „Hältst du das Kindlein wohl für das echte noch? Meinst du nicht, dass Es uns ausgewechselt worden wäre?!“

162,11. Und der Jakob sprach: „Wer oder welche Macht sollte wohl imstande sein, den Allmächtigen auszutauschen?

162,12. Fielen doch die Engel allzeit auf ihr Angesicht, wenn das Kindlein wunderbarlichst redete, – wie sollten sie da an Ihm, dem Allmächtigen, also handeln können? – !

162,13. Ich halte sonach das Kindlein für das erste und echte so gewiss und wahr, wie gewiss und wahr ich noch nie an eine Auswechslung der Kindlein geglaubt habe!“

162,14. Und der Joseph sprach: „Mein lieber Sohn, du hast hier mir einen nicht sehr festen Beweis deines Glaubens gegeben;

162,15. denn siehe, also spricht David selbst, indem er sagt: ,Warum toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich?

162,16. Die Könige im Lande lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen miteinander wider den Herrn und Seinen Gesalbten und sprechen:

162,17. Lasset uns zerreissen des Bande und von uns werfen seinen Strick!‘

162,18. Siehe, mein Sohn, diese Worte sind geistig, und die Könige sind die Mächte, und das Land ist das grosse Reich der unsichtbaren Mächte! – Was aber führen diese im Sinne, wovon reden sie?

162,19. Ist darin nicht die Möglichkeit angezeigt, dass sie auch ihre Hände an den Herrn legen können?!“

162,20. Und der Jakob sprach: „Allerdings, wenn es der Herr zulassen würde!

162,21. Aber es heisst ja schon im Anfange dieses Gesanges fragend: ,Warum toben die Heiden, und warum reden die Leute so vergeblich?‘

162,22. Will David damit nicht etwa die Unzulänglichkeit solcher Mächte wider den Herrn bezeichnen?!

162,23. Weiter unten aber heisst es ja ausdrücklich: ,Aber Der im Himmel wohnt, lachet ihrer und spottet ihrer!

162,24. Er wird einst reden mit ihnen in Seinem Zorne, und mit Seinem Grimme wird Er sie schrecken!‘

162,25. Lieber Vater! Ich meine, diese zwei Strophen des grossen Gottessängers rechtfertigen zur Genüge meinen Glauben!

162,26. Denn sie geben mir zur Genüge kund, dass der Herr allzeit ein Herr bleibt und an Ihm keine Auswechslung ausgeübt werden kann!“

162,27. Joseph erstaunte über die Weisheit seines Sohnes und ging mit dem ganzen Hause wieder zur Annahme des echten Kindleins zurück und lobte und pries Gott darum. – –

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