KJUG-158

Aus Suche Jesus-Comes
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-158 Kapitel


158. Kapitel - Die wunderbare Versorgung der Haustiere Josephs durch die Engel. Der Sabbateifer Josephs. Gabriels Hinweis auf die Tätigkeit der Natur am Sabbat. Das Verschwinden der Engel

158,1. In der Villa angelangt, befahl Joseph sogleich den vier älteren Söhnen, nachzusehen bei den Tieren und sie zu versorgen und sodann sich bald zur Ruhe zu begeben.

158,2. Und diese gingen eiligst und taten solches alles; aber sie kamen bald zurück und sagten zum Joseph:

158,3. „Vater, es ist wunderbar! Die Rinder wie die Esel sind gefüttert und getränkt, und dennoch sind ihre Futterkörbe voll, und die Wassereimer sind gestrichen voll; wie ist das?“

158,4. Und der Joseph ging selbst nachzusehen und fand die Aussage der vier Söhne bestätigt.

158,5. Da kehrte er zurück und fragte die noch anwesenden Jünglinge, ob sie solches getan hätten an einem Sabbate.

158,6. Und die Jünglinge bejahten solches; der Joseph aber sprach ganz bedenklich zu den Jünglingen:

158,7. „Wie doch seid ihr Diener des Herrn und möget nicht heiligen den Sabbat?!“

158,8. Gabriel aber sprach darauf: „O du reiner Mann, wie kannst du denn eine solche Frage an uns stellen?!

158,9. Ist der heutige Tag nicht vergangen wie ein jeder andere, ist die Sonne nicht auf- und untergegangen wie an einem jeden anderen Gemeintage? Ist heute nicht auch der Morgen-, Mittags- und Abendwind gegangen?

158,10. Als wir am Meere standen, hast du da nicht gesehen desselben regsamsten Wellengang? Warum wollte es denn nicht feiern den Sabbat?

158,11. Wie hast du denn heute gehen, essen und trinken mögen und holen den Atem – und hast nicht untersagt deinem Herzen zu schlagen?!

158,12. Siehe, du sabbatängstlicher Mann, alles, was da in der Welt ist und geschieht, besteht ja allein durch die uns vom Herrn verliehene Tatkraft und wird von uns geleitet und regiert!

158,13. So wir nun ruhen möchten einen Tag hindurch, sage, ginge da nicht sogleich die ganze Schöpfung zugrunde?

158,14. Siehe, also müssen wir den Sabbat nur durch unsere Tätigkeit in der Liebe zum Herrn feiern, aber nicht durch ein müssiges Nichtstun!

158,15. Die wahre Ruhe im Herrn besteht sonach in der wahren Liebe im Herzen zu Ihm und in der unablässigen Tätigkeit darnach zur Erhaltung der ewigen Ordnung.

158,16. Alles andere ist vor Gott ein Greuel voll menschlicher Torheit.

158,17. Dieses bedenke du wohl, und scheue dich an keinem Sabbate Gutes zu tun, so wirst du dem Herrn, deinem wie meinem Schöpfer, vollähnlich sein!“

158,18. Auf diese Rede fielen alle Jünglinge auf ihre Angesichter vor dem Kindlein nieder und verschwanden darauf.

158,19. Joseph aber grub diese Worte tief in sein Herz und ward forthin nicht mehr so sehr ängstlich an einem Sabbate.

Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-158 Kapitel