KJUG-156

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156. Kapitel - Der Dank des Maronius, der drei Priester und der Tullia. Das Schweigegebot Josephs

156,1. Darauf kam der Maronius Pilla mit den drei Priestern zum Joseph und dankte ihm für alle die Wunderwohltaten.

156,2. Und der Joseph ermahnte ihn, zu schweigen von allem dem, was er hier gesehen hatte;

156,3. Und der Maronius gelobte solches mit den drei Priestern auf das feierlichste.

156,4. Darauf kam die Tullia, fiel vor der Maria nieder und zerfloss in Tränen des Dankes.

156,5. Maria aber beugte sich samt dem Kindlein nieder, erhob die Tullia und sprach zu ihr:

156,6. „Sei mir gesegnet im Namen Dessen, der auf meinen Armen ruht! – Sei stets dankbar in deinem Herzen eingedenk dieses Kindes, so wirst du in Ihm dein Heil finden!

156,7. Deiner Zunge aber lege eine Fessel an und verrate uns gegen niemanden!

156,8. Denn wann es an der Zeit sein wird, da wird der Herr schon Selbst Sich vor der Welt offenbaren!“

156,9. Darauf entliess Maria die noch schluchzende Tullia.

156,10. Joseph aber sprach zum Cyrenius: „Freund! Siehe, viele aus deinem Gefolge waren Zeuge von so manchen Wundertaten; diesen gebiete du ihres Heiles willen, dass auch sie schweigen möchten von allem dem!

156,11. Denn jeden Verräter dieser rein göttlichen Sache wird der Tod treffen, wenn er nicht schweigen will!“

156,12. Der Cyrenius gelobte solches dem Joseph und versicherte ihm, dass da nie jemand auch nur eine Silbe erfahren solle.

156,13. Joseph aber belobte den Cyrenius und erinnerte ihn schliesslich an die verheissenen acht Kinder, die da in fünf Mädchen und drei Knaben bestünden.

156,14. Und der Cyrenius sprach: „O Freund, das wird wohl mein erstes Geschäft sein!

156,15. Aber nun nur eine Frage noch: Siehe, ich werde in diesem Jahre noch wegen der Tullia nach Rom müssen!

156,16. Mein Bruder Augustus Caesar, da er schon einiges von mir, wie du es weisst, erfahren hat, wird mich sicher um mehreres fragen.

156,17. Was werde ich ihm sagen? Inwieweit darf ich diesen edlen Menschen in dies Geheimnis einweihen?“

156,18. Und der Joseph sprach: „Du kannst Ihm, aber nur unter vier Augen, so manches mitteilen.

156,19. Aber erinnere ihn, dass er, so er schweigt, in seiner Kaiserwürde ungestört verbleiben wird, also auch seine Nachkommen!

156,20. so er aber auch nur eine Silbe irgendwo wird fallenlassen, da wird ihn Gott sogleich strafen!

156,21. Und wird er sich aber auflehnen gegen den Allmächtigen, da wird er mit ganz Rom im Augenblicke untergehen!“

156,22. Der Cyrenius dankte inbrünstigst dem Joseph für diese Bescherung; und Joseph segnete ihn und begab sich dann mit all den Seinen nach der Villa.

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