KJUG-155

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155. Kapitel - Des Cyrenius Schiffssorge. Der Rat des Engels. Des Cyrenius Dank an Joseph und das Kindlein. Josephs Voraussage über des Cyrenius Reiseabenteuer

155,1. Am Abende wurde noch ein Abendmahl bereitet und zu sich genommen und sodann Vorkehrungen zur Abreise für den nächsten Tag getroffen.

155,2. Es war aber nach dem Wissen des Cyrenius und seiner Suite das neue Karthagerschiff noch mit nichts belastet und versorgt, und Cyrenius kümmerte sich heimlich doch ein wenig darob.

155,3. Aber es trat ein Jüngling zu ihm und sagte: „Quirinus! Du sollst dich auch heimlich um nichts kümmern;

155,4. denn siehe, um was du dich nun sorgst, das ist lange schon in der besten Ordnung!

155,5. Bestelle nur dieses dein Haus zur guten Ordnung in deiner Abwesenheit; für alles andere wird schon von unserer Seite gesorgt werden im Namen des Herrn Gott Zebaoth!“

155,6. Cyrenius glaubte – und sorgte sich um gar nichts mehr, was da das Wesen der Schiffe betraf.

155,7. Darauf berief der Cyrenius den Hauptmann zu sich und übergab ihm die Leitung und Besorgung der Burg.

155,8. Und als der Hauptmann diesen seinen gewöhnlichen Dienst wieder angetreten hatte,

155,9. da berief der Cyrenius den Obersten zu sich, übergab ihm wieder die Vollmacht über das in dieser Stadt stationierte Militär;

155,10. denn bei den Römern durfte der Oberste in Gegenwart des Statthalters das Militär nicht nach eigenem Gutdünken kommandieren, denn da war der Statthalter sozusagen alles in allem.

155,11. Als der Cyrenius mit der Anordnung fertig war, da ging er zu Joseph hin und sprach:

155,12. „Mein allererhabenster, ja ich möchte sagen, du mein heiliger Freund und Bruder! Was alles habe ich nun doch dir und ganz besonders deinem allerheiligsten Kindlein zu danken!

155,13. Wie, wann, womit werde ich dir je diese grosse Schuld abzutragen imstande sein!?

155,14. Du hast mir die Tullia gegeben, hast mir das Leben wunderbar gerettet!

155,15. Ja, ich kann ja gar nicht aufzählen alle die ausserordentlichen Wunderwohltaten, die du mir erwiesen hast in der kurzen Zeit dieses meines Hierseins!“

155,16. Und der Joseph sprach: „Freund! Wie lange ist es denn, dass ich in grosser Bedrängnis stand?!

155,17. Da wardst du mir zu einem rettenden Engel des Herrn zu Tyrus entgegengesandt!

155,18. Und siehe, also waschet fortwährend eine Hand die andere am grossen Körper der gesamten Menschheit!

155,19. Doch nun nichts mehr weiter von dem! Siehe, es ist Abend geworden! Die Villa liegt eine Stunde ausser der Stadt; daher lasse mich nun aufbrechen und nach Hause ziehen!

155,20. Meinen und des Herrn Segen hast du und alle deine Gefährten vielfach; daher magst du getrost ziehen von hier!

155,21. Die drei Löwen aber nehme in dein Schiff, und sie werden dir gute Dienste tun!

155,22. Denn ihr werdet Sturm haben und werdet nach Kreta verschlagen werden, und die räuberischen Kreter werden euch überfallen.

155,23. Und hier wird es sein, wo dir die drei Löwen wieder einen guten Dienst tun werden!“

155,24. Hier ward der Cyrenius furchtsam; aber Joseph tröstete ihn und versicherte ihm, dass da niemand auch nur den allergeringsten Schaden leiden werde.

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