KJUG-152

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152. Kapitel - Des Jesuskindleins Rede an Cyrenius bei der Übergabe der Armen. Cyrenius als Vorläufer des Paulus. Eine Voraussage über den Fall Jerusalems durch das Schwert der Römer

152,1. Nach dieser Verhandlung öffneten die Jünglinge wieder den Vorhang, und die ganze Gesellschaft begab sich wieder zu den Armen. Und das Kindlein richtete Sich auf und segnete die Armen mit den Augen.

152,2. Dann wandte Es Sich zu Cyrenius und sprach zu ihm mit einer gar lieblichen Stimme:

152,3. „Mein geliebter Cyrenius Quirinus! Siehe, diese Meine Diener, die du als zarte Jünglinge hier erschauest, überwachen in Meinem Namen die ganze Schöpfung!

152,4. Jede Welt und jede Sonne muss ihnen gehorchen auf den leisesten Wink;

152,5. und so siehst du, dass Ich ihnen eine unbegrenzte Macht eingeräumt habe.

152,6. Wie Ich aber diesen Meinen Dienern zur geordneten Leitung alle Schöpfung übergeben habe, also übergebe Ich hier dir diese viel grösseren Welten des Lebens!

152,7. Siehe, diese Brüder und Schwestern sind mehr als eine ganze Unendlichkeit voll Weltkörper und Sonnen für sich!

152,8. Ja, Ich sage dir: Ein Kind in der Wiege ist mehr als alle Materie im ewig endlosen Raume!

152,9. Bedenke demnach, was Grosses du in dieser Spende von Mir erhältst und über wie Grosses Ich dich setze!

152,10. Leite mit aller Liebe, Sanftmut und Geduld diese Armen auf dem rechten Wege zu Mir, und du sollst darum dereinst die Grösse des Lohnes ewig nie ermessen können!

152,11. Ich, dein Herr und dein Gott, mache dich hiermit zu einem Vorläufer im Reiche der Heiden, auf dass der, den Ich dereinst senden werde zu den Heiden, eine leichte Aufnahme finden solle!

152,12. Ich werde in der Folge aber auch einen Vorläufer zu den Juden senden;

152,13. aber Ich sage dir: dieser solle einen harten Stand haben! Und was er tun wird im Schweisse seines Angesichts, das wirst du im Schlafe bewirken!

152,14. Darum aber wird auch den Kindern das Licht genommen und euch in aller Fülle überantwortet werden!

152,15. Und Ich lege darum in dir als Kind den Samen, der einst Mir den Baum geben wird, auf dem gar edle Früchte für Mein Haus erwachsen werden ewig.

152,16. Aber den Feigenbaum bei den Kindern, den Ich schon zu den Zeiten Abrahams pflanzte in Salem – einer Stadt, die Ich im Melchisedek mit Meiner eignen Hand erbauet habe –, werde Ich verfluchen, darum er nichts als Blätter trägt!

152,17. Wahrlich, Mich hat es noch allzeit gehungert! Viele Male liess Ich den Baum in Salem durch gute Gärtner düngen, und dennoch trug er Mir keine Frucht!

152,18. Darum aber solle auch, ehe ein Säkulum verrinnen wird, die Stadt, die Meine Hand für Meine Kinder erbauet hat, durch euch Fremdlinge fallen; deines Bruders Sohn solle das Schwert gegen Salem ergreifen!

152,19. Wie aber du nun diese Armen zu Kindern annimmst, so auch werde Ich euch Fremdlinge zu Meinen Kindern annehmen, und sie werden hinausstossen die Kinder!

152,20. Diese Worte behalte du bei dir und handle im Verborgenen darnach; Ich aber werde dich allzeit segnen mit der unsichtbaren Krone Meiner ewigen Liebe und Gnade, Amen!“

152,21. Diese Worte machten alles verstummen. Die Engel lagen auf ihren Angesichtern, und niemand getraute sich etwas zu reden und zu fragen. –

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