KJUG-144

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144. Kapitel - Josephs und des Cyrenius Absicht, das nachgebildete Allerheiligste zu beschauen. Des Kindleins Einspruch. Joseph in Verlegenheit. Marias aufklärende Worte und des Kindleins Zustimmung. Die nachträgliche Belehrung des Hauptmanns

144,1. Als der nach Gott forschende Hauptmann auf die Art abgefertigt war, da sprach der Joseph zum Cyrenius:

144,2. „Bruder, nun lasse uns auch einmal das Allerheiligste beschauen!“

144,3. Und der Cyrenius fügte sich mit grosser Freude der Anforderung seines ihm über alles werten Freundes.

144,4. Aber das Kindlein erhob sich und sprach zum Joseph:

144,5. „Höre Mich an, du getreuer Ernährer Meines Leibes! Du selbst hast ehedem zum nach Gott forschenden Hauptmann gesagt:

144,6. ,Es hat alles seine Zeit; wenn du erst reif wirst, dann wird dir schon das Weitere geoffenbart werden! Mit dieser Verheissung begnüge dich vorderhand!‘

144,7. Also sage denn Ich aber auch hier vor dem Eintritte in das hier vorbildliche wie nachbildliche Allerheiligste:

144,8. Es hat auch dieser Eintritt seine Zeit! Noch seid ihr alle nicht reif dazu; wenn ihr aber reif werdet, da will Ich es durch Meine Diener vor euch eröffnen lassen!

144,9. Vorderhand aber begnüget euch auch ihr mit dieser Verheissung!“

144,10. Hier sahen Joseph und Cyrenius einander gross an, und die Verlegenheit des einen übertraf die des andern.

144,11. Und der Joseph sprach zur Maria: „Das sieht gut aus, so das Kindlein mir jetzt Gesetze gibt, wo Es Seine Füsse noch in den Windeln hat!

144,12. Was wohl wird Es dann tun, wenn Es zehn Jahre zählen wird, und was, wenn zwanzig?“

144,13. Maria aber sprach zum Joseph: „Aber lieber Vater Joseph, wie kannst denn auch du schwach werden!?

144,14. Zeigen es dir ja doch die Engel durch ihre übergrosse Demut, wer dies Kindlein ist!

144,15. Und die vielen Wunder, die um uns geschehen, sind ja auch ein lauter und sonnenklarer Beweis für diese grosse Wunderwahrheit aller Wahrheit – und aller Wahrheit!

144,16. Siehe, ich, dein getreues Weib und deine Magd, aber merke es wohl, was die Worte des Kindleins im Schilde führen!

144,17. Tue du das, und ich glaube im voraus überzeugt zu sein, dass da sogleich ein anderer Wind wird zu wehen anfangen!“

144,18. Und der Joseph fragte darauf wieder die Maria: „Ja – was ist es denn, das ich nun tun solle?“

144,19. Und die Maria sagte: „Siehe an den Mann, der da sucht, und zeige ihm weise, Das er sucht, – Dem er so ferne zu sein wähnt und doch so nahe ist!“

144,20. Und das Kindlein sah den Joseph freundlichst lächelnd an und sprach dazu:

144,21. „Ja, ja, du Mein geliebtester Joseph, das Weib hat recht; gehe hin und belehre den Hauptmann!

144,22. Denn siehe, denen, die da bitten, suchen und anklopfen, muss aufgetan werden die lange verschlossene Pforte in Mein Reich!

144,23. Doch musst du nicht gerade mit dem Finger auf Mich zeigen, indem Meine Zeit noch nicht da ist; denn du weisst es ja, dass da alles seine Zeit haben muss!“

144,24. Joseph küsste darauf das Kindlein und ging dann hin zum Hauptmann und sprach zu ihm:

144,25. „Komme und höre! Wonach dich verlangt, das solle dir werden!“ Und der Hauptmann horchte mit Freuden der Rede Josephs.

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