KJUG-141

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141. Kapitel - Die Vorbereitungen und Einladung zum Morgenfestmahl durch Cyrenius. Die Weiherede des Kindleins. Die Einladung und Speisung der Armen

141,1. Während dieser Gelegenheit ward auch das Morgenmahl bereits fertig und die Tische wohl bestellt;

141,2. und die Diener kamen und zeigten solches dem Cyrenius an.

141,3. Und der Cyrenius ging und besah alles, und da er alles in der grössten und besten Ordnung fand, da ging er und lud die Gesellschaft zum Tische in den grossen Nebensaal.

141,4. Als Joseph da hineintrat, konnte er sich nicht genug verwundern, darum er hier in diesem Saale sich in einem kleinen Tempel Salomons zu Jerusalem zu befinden glaubte.

141,5. Es war aber diese Arrangierung ein Werk des Maronius Pilla, der natürlich als ehemaliger Statthalter von Jerusalem gar wohl wusste, wie der Tempel aussah aus- und inwendig.

141,6. Voll Freuden sprach Joseph: „Fürwahr, zu dem Zwecke hättest du, mein Bruder Cyrenius Quirinus, keinen besseren Gedanken ins Werk setzen können!

141,7. Und ich bin, wie in Jerusalem, nun auf dem Rüstfeste; es fehlt bloss das Allerheiligste, und der Tempel wäre fertig, so dieses auch da wäre!

141,8. Der Vorhang ist wohl da; aber hinter dem fehlt die Bundeslade!“

141,9. Der Cyrenius aber sprach: „Bruder, ich dachte, das Allerheiligste bringst du ohnehin lebendig mit, warum solle es künstlich dann da sein?“

141,10. Hier erst ermannte sich Joseph aus seinem Überraschungstraume und gedachte des Kindleins und der Maria.

141,11. Es berief aber nun das Kindlein den Cyrenius zu Sich und sprach zu ihm (hier fielen die Engel auf ihre Angesichter nieder):

141,12. „Cyrenius, viel hast du getan, um dem reinsten Manne der Erde eine Freude zu machen; aber eines hättest du bald vergessen!

141,13. Siehe, du gibst heute ein grosses, gar herrliches Gastmahl!

141,14. Was drei Weltteile nur immer Bestes und Edelstes hervorbringen, ist heute hier vereint!

141,15. Daran tust du auch wohl; denn fürwahr, eine grössere Ehre widerfuhr durch alle Ewigkeit und Unendlichkeit auf keiner Welt einem Hause, als nun diesem deinen!

141,16. Denn du hast nun vor dir, vor Dem alle Himmelsmächte ihr Antlitz verdecken!

141,17. Joseph hat dir angedeutet, dass das Allerheiligste in diesem Tempel leer ist.

141,18. Siehe, also ist es auch! – Es solle aber nicht also sein.

141,19. Sende hinaus deine Diener, und sie sollen allerlei Arme, Blinde, Lahme, Krüppel und bresthafte Menschen hierher bringen!

141,20. Für diese lasse im nachgebildeten Allerheiligsten auch einen Tisch decken und sie festlich bewirten, und Meine Diener werden sie warten!

141,21. Und siehe, also wird dann das Allerheiligste lebendig sein und wird den Allerheiligsten besser vorstellen als nun die leere Bundeslade in Jerusalem!

141,22. Zugleich aber sorge auch für drei Ziegenböcke; diese werfe den Löwen vor, auf dass auch sie genährt werden!“

141,23. Der Cyrenius küsste darauf das Kindlein und befolgte sogleich dessen Rat.

141,24. Und im Verlaufe von einer Stunde war das vorbildliche Allerheiligste mit Armen angefüllt, und die Löwen bekamen ihre Kost.

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