KJUG-122

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-122 Kapitel


122. Kapitel - Josephs Frage nach dem Wegräumen des Tempelschuttes, nach dem Schicksal der Meuterer und der drei Unterpriester und nach den acht Kindern. Des Cyrenius Antwort

122,1. Nach dieser Osterfesthaltungsbestimmung, mit der, wie schon erwähnt, Joseph zufriedengestellt ward, fragte aber wieder Joseph den Cyrenius, wie es mit der Wegschaffung des Tempelschuttes aussehe und wie mit den Ausgegrabenen.

122,2. Und der Cyrenius sprach: „O du mein erhabenster Bruder und Freund, kümmere nur du dich dessen nicht;

122,3. denn damit sind schon nach meiner Einsicht die besten Bestimmungen getroffen worden!

122,4. Der Schutt ist schon bis aufs letzte Steinchen hinweggeräumt, die rein erschlagenen Priester begraben, und die Geretteten werde ich übermorgen nach Tyrus mitnehmen und dort mit ihnen die rechten Verfügungen treffen!

122,5. Siehe, also steht es mit dieser Sache! Ich meine, sie ist so gut und gerecht als möglich bestellt?“

122,6. Und der Joseph sprach: „Ja, fürwahr, besser hätte auch ein Vater für seine eigenen Kinder nicht gesorgt! Ich bin damit vollkommen zufrieden!

122,7. Aber was wirst du mit den Meuterern machen, die da gestern in der Nacht mein Haus überfielen?“

122,8. Und der Cyrenius sprach: „Siehe, das sind Hochverräter und haben sich dadurch der Todesstrafe schuldig gemacht.

122,9. Du aber weisst es, dass ich vom Blutvergiessen kein Freund, sondern nur der grösste Feind bin!

122,10. Daher habe ich ihnen die Todesstrafe erlassen und habe aber dafür ihre wohlverdiente Strafe dahin beschieden, dass sie darum zu lebenslänglichen Sklaven werden!

122,11. Und ich meine, diese Strafe wird an Stelle der Todesstrafe nicht zu gross sein, besonders wenn dem sich ganz Gebesserten auch geheim die Freiwerdung möglich belassen wird.

122,12. Sie kommen auch nach Tyrus mit, allwo mit ihnen die weiteren Verfügungen getroffen werden.“

122,13. Und der Joseph sprach: „Lieber Bruder! Auch da hast du ganz der göttlichen Ordnung getreu gehandelt, und ich kann dich darum nur loben als einen wahrhaft weisen Statthalter!

122,14. Aber nun hätte ich noch eines auf dem Herzen! Siehe, da sind noch die drei Unterpriester; was solle mit diesen nach deinem Rate?“

122,15. Und der Cyrenius sprach: „O erhabenster Freund und Bruder! Auch für die habe ich gesorgt.

122,16. Der nun so wie ich denkende Maronius nimmt sie zu sich und wird sie zu seinen Beamten verwenden in dem Amte, das ich ihm zuteilen werde.

122,17. Sage, ist es recht also? – Wahrlich, wäre grösser und tiefer meine Einsicht, so könnte ich sicher noch bessere Verfügungen treffen!

122,18. Aber so handle ich denn, wie es mir am besten vorkommt, und denke, dein Herr und dein Gott wird ja segnen meinen guten Willen, wenn er auch nicht aus der besten Einsicht hervorgeht?!“

122,19. Und der Joseph sprach: „Der Herr hat schon gesegnet deine Einsicht, wie deinen Willen, und du hast darum auch schon die besten Verfügungen getroffen!

122,20. Nun aber noch eines: Bis wann wirst du mir die acht Kinder übersenden, darunter fünf Knaben und drei Mädchen seien?“

122,21. Und der Cyrenius sprach: „Mein Bruder, mein Freund, das wird meine erste Sorge sein, sowie ich in Tyrus anlangen werde!

122,22. Nun aber lasse uns hinaus ins Freie ziehen, denn es ist heute ein äusserst freundlicher Tag, und wir wollen da unsern Herrn loben.“ – Und Joseph setzte darum gleich das ganze Haus in Bewegung.

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