KJUG-121

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-121 Kapitel


121. Kapitel - Joseph, von Cyrenius zum Osterfest in seine Burg geladen, in Osterfeiernöten. Des Kindleins beruhigende Worte. ,,Wo Ich bin, da sind auch die wahren Ostern!"

121,1. Nachdem aber also die Feierung der Ostern bestimmt war und Joseph sich in alles ergab,

121,2. da trat der Cyrenius hin zu Joseph und sprach: „Erhabenster Freund und Bruder! Siehe, heute war ich dein Gast und werde es bis auf den Abend verbleiben!

121,3. Morgen aber werde ich in meiner Burg ein kleines Fest bereiten und lade dazu dein ganzes Haus ein, wie es hier versammelt ist,

121,4. und ich hoffe, du wirst mir diese Freundschaft nicht abschlagen?!

121,5. Denn nicht, um dir dadurch einen Ersatz zu machen, lade ich dich, sondern aus meiner grossen Liebe und Achtung, die ich für dich und dein ganzes Haus hege, tue ich das!

121,6. Denn siehe, auf übermorgen habe ich meine Abreise darum festgesetzt und kann nicht so lange hier verweilen, als ich mir anfangs vorgenommen habe;

121,7. denn dringende Geschäfte veranlassen mich dazu, dass ich meinen Plan abändern muss.

121,8. Aber eben aus dem Grunde möchte ich einmal das Glück haben, dich bei mir zu bewirten, und das sicher auf eine deiner würdige Art!“

121,9. Hier stutzte der Joseph wieder und wusste nicht, was er tun solle; denn er hatte den heiligen Ostersabbat vor sich, den er doch wenigstens in seinem Hause feiern wollte.

121,10. Er sagte daher zum Cyrenius: „Allerwertester Freund und Bruder im Herrn!

121,11. Siehe, morgen ist bei uns Juden der wichtigste Festtag, den ein jeder Jude innerhalb seiner Hausflur wenigstens feiern muss, wenn er schon nicht zum Tempel in Jerusalem ziehen kann!

121,12. Ich müsste mir den bittersten Vorwurf machen, wenn ich dies erste unserer Gesetze verletzen würde;

121,13. daher kann ich dir in dieser Hinsicht wirklich nichts versprechen!

121,14. So du aber zu mir kommen willst und dein bevorhabendes Fest in meinem Hause feiern, das eigentlich auch dir gehört, so wird es mir überaus angenehm sein!“

121,15. Und Cyrenius sprach: „Aber Bruder! Bist du denn ungläubiger denn ich, ein Heide nach deinen Worten von Geburt an!?

121,16. Was ist dein Kind? Ist Es nicht der Herr, von dem alle deine Gesetze sind vom Anfange!?

121,17. Sind die Jünglinge nicht Seine Urdiener? – Hat Er nicht das Recht, die Gesetze zu bestimmen, der so allmächtig auf den Armen der jungen Mutter ruht?!

121,18. Wie, wenn Dieser mich erhörte, würdest du auch dann noch deinen Festtag höher halten als Sein göttlich Wort?“

121,19. Hier erhob Sich das Kindlein und sprach: „Ja Cyrenius, du hast recht geredet; aber nur behalte alles bei dir!

121,20. Morgen aber sind wir alle deine Gäste; denn wo Ich bin, da sind auch die wahren Ostern, – denn Ich bin der Befreier der Kinder Israels aus Ägypten!“ –

121,21. Als der Joseph solches vernahm, da liess er seine Ostern fahren und nahm des Cyrenius Einladung an.

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