KJUG-120

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120. Kapitel - Joseph besorgt wegen der vorschriftsmässigen Feier des Osterfestes. Die beruhigenden Worte der Engel. Josephs neue Sorge wegen der vielen anwesenden Heiden. Des Kindleins Antwort

120,1. Nach der Beendigung der köstlichen Morgenmahlzeit, welche bei einer Stunde lang gedauert hatte, ward von Joseph der Lobgesang gesprochen, und alles erhob sich vom Tische.

120,2. Da aber der Tag ein Vorsabbat, also ein Freitag war, auf den die Osterfeste der Juden fielen, so war es dem Joseph etwas bange, und er wusste hier mitten unter lauter Römern nicht, wie er diese Feste begehen solle.

120,3. Denn er wusste, dass ihn diese nun auch am Sabbate der Ostern so gut wie an einem andern Tage besuchen werden.

120,4. Darum war es ihm, wie gesagt, bange, wie er diesen gar ausserordentlich hohen Sabbat heiligen solle.

120,5. Da umringten ihn aber die Jünglinge und sprachen: „Höre uns an, du gerechter, aber vergeblich besorgter Mann!

120,6. Du weisst es, dass um diese Zeit auch die Engel Gottes sich in Jerusalem einfanden – als Erzengel, Cherubim und Seraphim.

120,7. Und das Allerheiligste ward stets von ihnen bewohnt, wie du es weisst, und wie es weiss dein Weib.

120,8. Weil du aber weisst, dass wir nur dem Herrn nachgehen und nicht dem Tempel zu Jerusalem, – so sind wir auch nicht im Tempel!

120,9. Da der Herr im Tempel wohnte zu Jerusalem, da auch waren wir im Tempel.

120,10. Nun aber wohnet Er hier, und wir sind auch hier, zu feiern mit dir die Ostern, und ist keiner aus uns im Tempel, der nun gar weidlich verlassen ist.

120,11. Wie sollst du aber besser die Ostern feiern, als so du gleich uns handelst?!

120,12. Siehe, wir aber werden morgen dasselbe tun, was wir heute getan haben und noch tun werden, und das wird recht sein!

120,13. Tue du desgleichen, und du wirst mit uns in der vollsten Gegenwart des Herrn des Sabbats und aller Feste den Sabbat und das Osterfest recht begehen!

120,14. Frage das allerhabenste Kindlein, und Es wird dir dasselbe sagen und treulichst kundtun!“

120,15. Und der Joseph sprach: „Es ist alles recht und gut und wahr, aber was ist da mit dem Gesetze Mosis? Hört dieses auf?“

120,16. Die Jünglinge aber sprachen: „Gerechter Mann, du irrst dich, – sage, hatte Moses je das Osterfest nach Jerusalem beschieden?

120,17. Hat er nicht allein nur da das Fest bestimmt, wo der Herr mit der Bundeslade ist!?

120,18. Siehe, nun aber ist der Herr nicht mehr mit der Bundeslade, sondern Er ist mit dir und mit deinem Hause leibhaftig!

120,19. Sage nun, wo solle nach Moses rechtermassen das Osterfest begangen werden?“

120,20. Und der Joseph sprach: „Wenn also, da muss das Fest freilich wohl hier begangen werden! Aber was tun wir mit den vielen Heiden hier?“

120,21. Und die Jünglinge sprachen: „O gerechter Sohn aus David, kümmere dich dessen nicht, sondern tue, was wir tun werden, und es wird schon alles recht sein!“

120,22. Hier verlangte das Kindlein den Joseph, bei welcher Gelegenheit die Jünglinge sobald niederfielen, und sprach:

120,23. „Joseph, wie heute, so morgen und übermorgen; – sorge dich aber nicht der Unbeschnittenen wegen, denn diese sind nun besser als die Beschnittenen!

120,24. Siehe, an der Beschneidung der Vorhaut liegt nichts, alles aber an der Beschneidung des Herzens!

120,25. Diese Römer aber haben ein edel beschnittenes Herz; darum halte Ich auch nun mit ihnen und nicht mit den Juden das Osterfest!“

120,26. Diese Worte brachten den Joseph wieder ins Gleichgewicht; er ward voll Freude und übergab alle Sorge den Jünglingen für das Osterfest.

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