KJUG-116

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Hauptseite Kinder- und Jugendzeit Jesu KJUG-116 Kapitel


116. Kapitel - Die Vorbereitungen zum Hochzeitsmahl des Cyrenius. Die Ehrerbietung der Engel angesichts des badenden Kindleins. Die Belebung der Mörderleichen durch das Badewasser des Kindleins

116,1. Am Morgen, schon frühe vor dem Aufgange, war alles tätig im Hause Josephs.

116,2. Die Jünglinge bestellten den Stall und die Küche mit den Söhnen Josephs; denn es musste ja so manches fürs Hochzeitsmahl des Cyrenius bereitet werden.

116,3. Joseph selbst aber ging mit ein paar Jünglingen, mit Zuriel und Gabriel, hinaus und besichtigte die Leichen und sprach zu den beiden:

116,4. „Was solle daraus werden? Werden wir sie doch zuvor begraben müssen, bis Cyrenius aus der Stadt kommen wird?!“

116,5. Die Jünglinge aber sprachen: „Joseph! sorge dich nicht darum, denn gerade der Statthalter muss das sehen, welche Macht in deinem Hause wohnet!

116,6. Darum bleiben diese Leichen liegen, bis der Cyrenius kommt, und er selbst mag sie dann hinwegräumen lassen.“

116,7. Joseph war mit diesem Bescheide zufrieden und begab sich dann mit den beiden wieder ins Haus.

116,8. Als sie ins Zimmer traten, war Maria gerade mit dem Bade des Kindleins beschäftigt, wobei ihr die Eudokia – wo möglich – half.

116,9. Die beiden aber blieben stehen in der grössten Ehrerbietung, mit übers Kreuz an die Brust gelegten Händen, solange das Kindlein gebadet ward.

116,10. Als aber das Kindlein gebadet und wieder angezogen war mit frischer Wäsche, da berief Es sobald den Joseph um einer Sache willen zu sich und sprach:

116,11. „Joseph! es solle auf dem Grunde, der diesem Hause angehört, niemand ums Leben kommen!

116,12. Die Sache aber, um derentwillen Ich dich berief, ist, dass du dies Wasser nimmst und es aufbewahrest.

116,13. Wann aber der Cyrenius aus der Stadt kommen wird und wird sehen die Erwürgten, sodann nehme das Wasser und besprenge sie; und sie werden dann erwachen und vor das Staatsgericht geführt werden.

116,14. Bindet aber zuvor einer jeden Leiche am Rücken die Hände, auf dass, so sie erwache, sie nicht sobald die Waffe ergreife und sich verteidige!“

116,15. Als Joseph solches vernommen hatte, da tat er mit Hilfe der beiden sogleich, was das Kindlein geredet hatte;

116,16. und als er der letzten Leiche die Hände gebunden hatte, da kam auch schon der Cyrenius im vollen Glanze aus der Stadt mit einem grossen Gefolge.

116,17. Er entsetzte sich aber beim Anblicke dieser gebundenen Leichen und fragte hastig, was hier geschehen.

116,18. Joseph aber, ihm alles kundgebend, liess sich das Wasser bringen und besprengte sogleich die Leichen, worauf sich diese wie aus einem tiefen Schlafe erhoben.

116,19. Cyrenius aber, nun von allem unterrichtet, liess diese Erweckten sogleich ins Staatsgefängnis bringen.

116,20. Und als diese alle, samt dem am Leben Gelassenen, abgeführt wurden unter scharfer Bewachung, begab sich Cyrenius mit seiner Braut ins Gemach und lobte und pries da den Gott Israels über alle Massen.

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