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Himmelsgaben Band 2


Vom Kommen des Tausendjährigen Reiches. – 27. Dezember 1850


--. Ein Schreiben des Jakob Lorber an Dr. Zimpel, s. Zt. in Meran, enthielt ausser eigenen Worten Lorbers nachstehende Worte des Herrn:

1. Lieber Freund und Bruder! Wundere dich nicht darob, dass Ich dich also auszeichne! Denn du weisst ja, dass es in der Guten Botschaft lautet: „Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt.“

2. Die Berufenen sind Kinder der Welt, können aber, so sie der Berufung folgen, Meine lieben Kinder und Kindlein werden. – Aber die wenigen Auserwählten sind Meine Brüder und sind weder der Seele und noch weniger dem Geiste nach von dieser Erde, sondern von dorther, von wannen her Ich Selbst bin.

3. Du bist von dannen her, von wannen Ich bin, und bist deshalb ein rechter Bruder Meines Herzens. Das dünke dir aber durchaus nicht eitel! Denn siehe, Ich selbst bin ja von ganzem Herzen demütig! Wie sollen es dann Meine lieben Brüder nicht sein!?

4. Was Ich dir gebe, das ist dir ein Leben des Lebens. Und du wirst leben ewig, und den Abfall deines Fleisches wirst du je weder fühlen noch schmecken. Denn Meine Brüder sind frei! Frei wählten sie in Meinem Lichte aus grosser Liebe zu Mir des Fleisches harten Weg. Und wieder frei werden sie das Fleisch ablegen und ihre alten und dennoch ewig neuen Burgen in Meinem ewigen Jerusalem beziehen und allda mit Mir herrschen über die Unendlichkeit.

5. Frage du aber nicht viel um den Beginn des „Tausendjährigen Reiches auf Erden“! Denn ein solches wäre ja ein Gottesreich mit äusserem Schaugepränge! – Ein wahres Gottesreich aber kann es nimmer geben in der Materie, sondern allein nur im Geiste. – Und so kommt das „Tausendjährige Gottesreich“ nicht irgend äusserlich beschaulich, sondern ganz still und prunklos in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind.

6. Frage auch nicht: wann und wie? – Denn die Ankunft des „Tausendjährigen Gottesreichs“ ist die allzeitige und stets gleiche, volle Wiedergeburt des menschlichen Geistes.

7. Der „gefesselte Drache“ sind die gezähmten Gelüste des Fleisches. – Und die kurze, einmalige und „letzte Freilassung“ desselben ist die endliche Ablegung des Fleisches, die so manchem Geiste denn doch noch immer das ist, was da ist das Verlassen einer Wohnung, deren jemand sich längere Zeit bedient hat.

8. Die Materie zu einem allgemeinen Gottesreiche auf Erden in den Herzen der Menschen aber hast du nun schon vielfach in deinen Händen. Mache, dass sie bald in die Hände vieler gelangt, und du wirst darin das wahre „Tausendjährige Gottesreich auf Erden“ erschauen! Amen.

9. Meine Gnade und Meinen Segen dir zum voraus, und darauf den Segen von Millionen Glücklichen unter glücklichen Fürsten voll Gnade und Weisheit! Amen.


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