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Himmelsgaben Band 2


Hungersnot als Zuchtrute. – 11. April 1847


1. Schreibe nur, Ich brauche keinen Bittkopf, Ich weiss ohnehin, was den Irländern fehlt. Diesem Volke fehlt alles. Daher diese Rute, die immerhin besser ist als der ewige Tod! Wenn dem Weisen weniges genügt, so sollest du damit auch schon genug haben; aber der Brüder wegen werde Ich schon noch etwas hinzusetzen müssen.

2. So Ich sage, diesem Volke fehlt alles, so heisst das soviel als, dieses Volk hat erstens – keinen Gott, ausser blinden Götzen aus Mittel-Welschland und dem Mammon Geld. Die Götzen sind in den Bethäusern und können weder helfen, weil sie tot sind, noch nützen, weil ihr Material schlecht und wertlos ist. Der Mammon aber befindet sich in den Händen der Wucherer und in der „Repealkasse“, die aus lauter Herrsch- und Ranglust zusammengesetzt ist. Das wird doch eine starke Rubrik sein in der Konsignation dessen, was dem Volke fehlt!

3. Zweitens fehlen dem Volke Menschen, und das ist auch eine starke Rubrik! O'Connell war noch ihr bester Mensch und war dennoch keinen Galgenstrick wert. Was soll's hernach mit den andern Menschen unter ihnen und endlich mit ihnen selbst!? O'Connell ging weg, und die andern starben weg. Am besten wird es sein, so bald alle weg sein werden. Glück zu auf die Reise ohne Gott und ohne Menschen und ohne „Geld“ für die andere Welt! In der Hölle gibt es der Begebnisse in übergrosser Menge. Aber nur zu in dieser Weise auf die Reise in die Ewigkeit, dort sind lauter „Repealer“ zu Hause!

4. Handeln kann das Volk zwar wie es will, aber die Folgen sind unabänderlich in Meiner Hand. Werfet soviel Steine als ihr wollt in die Höhe – dass sie wieder herabfallen müssen, das ist Meine Sorge.

5. Drittens hat dieses Volk keine Gesetze; und wenn es schon welche hat, so achtet es sie nicht, die weltlichen so wenig wie die göttlichen, die es kaum noch dem Namen nach kennt. Dafür aber hat es destomehr Wucherer aller Art und stets viel Militär. Und der Segen von alledem ist – die Hungersnot!

6. Als dem Volke die Erdäpfel wohlgerieten, da wusste es kaum, was alles er daraus machen sollte: Schnaps, Syrup, Mehl, Stärke, Bier und noch eine Menge derlei Industrieartikel. Ich aber gab diese Frucht nur als ein höchst einfaches Nährmittel, das der Ärmste sich leicht bereiten kann. So aber dieses „Erdbrot für Arme“ ein Industrieartikel für den Luxus und die Geldsäcke der ohnehin Reichen werden sollte, da nur weg mit diesem Nährmittel der Armen!

7. In diesem Lande gäbe es jetzt noch für etliche Missjahre Geld und Getreide in grosser Menge in den Händen der Wucherer, aber eben da muss ja das schnöde Eigentumsrecht aufrechterhalten werden, wenn darob auch Hunderttausende ins Gras beissen müssen! – Aber schützet das Eigentum der Wucherer nur noch mehr, stellet Wachen zu ihren Kornspeichern, lasset aber dafür Hunderttausende verhungern – wahrlich, euer Lohn wird gross sein in der Hölle! Verflucht sei der Wucherer und auch das Gesetz, das ihn schützt!

8. Ich aber sage: Dem Wucherer hänget einen Stein an den Hals und werfet ihn ins Meer, da es am tiefsten ist! – So jemand einen Menschen tötet, den verurteilet ihr auch zum Tode – so aber ein solcher Geldteufel von einem Wucherer Hunderttausende tötet durch seine unersättliche Gewinnsucht, für den habt ihr kein Gesetz! O so geschieht euch, ihr dummen Briten, recht, so ihr alle Hunger sterbet samt Irland! Nur zu mit der Gerechtigkeit, es soll ja alles noch besser werden hier auf Erden!

9. Ich meine nun, dass es genug sei, auf dass ihr Irlands Hungersnot, ihre Ursache und ihren Grund einsehet.

10. Das aber sage Ich euch: Wenn es auch anderswo so wird um die Menschheit wie in Irland, dann wird ihr Los noch ärger sein denn das dieses Landes. Denn da gibt es für die Menschen keine andere Schule als die des Elendes! – Das spricht Der, der alle Völker der Erde kennt. Amen.


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