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Himmelsgaben Band 1


Vom Kommen des Vaters in Jesu. – Antwort des Vaters an den Knecht. – 14. März 1841, am selben Gedenktage


1. Nun, so schreibe denn ein kurzes Wort, das euch verkünden soll Meine Ankunft in eurer Mitte! Denn so Ich als Vater komme, komme Ich in aller Stille des Herzens. Meine Donner verkünden euch nur den nahen Gott, und die Drangsale den grossen, unerbittlichen Richter, wie alle die grossen Schöpfungen den grossen, mächtigen Schöpfer und Herrn über alles.

2. Aber so ihr in euren Herzen sanfte Liebe empfindet zu Mir, eurem heiligen, guten Vater, dann wisset, dass der Vater nicht ferne ist! Denn Mich kann niemand lieben, so er nicht hat Meine Liebe. Meine Liebe aber kann niemand haben von anders woher denn von Mir. Wer aber Meine Liebe hat, der hat auch Mich, der Ich die Ewige Liebe Selbst bin.

3. So aber Meine Liebe bei euch sein wird, da werde ja auch Ich bei euch sein! Was immer aber ihr tuet in Meinem Namen, das tut ihr in Meiner Liebe. Was ihr aber tut in Meiner Liebe, das tut ihr ja auch in Mir. Wer aber in Mir ist und handelt, in und bei dem bin auch Ich.

4. So ihr Mich aber ladet, zu euch zu kommen, wie sollte Ich da nicht tun, darnach euer Herz ein lebendiges Verlangen trägt!? – Und so fraget euch denn auch heut im Herzen, und eure Liebe zu Mir wird es euch getreu verkünden, ob und wann Ich zu euch kommen werde!

5. Sehet, Ich bin Einer, der da folgt der Liebe bis ans Ende aller Welten. Daher liebet und glaubet – so werde Ich sein mitten unter euch und in euch – was euch getreu verkünden wird der grosse Trost im Herzen.

6. Höret aber, wann Ich kommen werde, müsset ihr nicht allzusehr euren Magen beschäftigen und allerlei Weltgeplauder ans Ohr halten. Sondern unterredet euch wie die zwei nach Emmaus wandelnden Jünger, so werdet ihr auch ihrer Freude teilhaftig werden. So ihr aber tuet gleich den albernen Weibern und den verstand- und lieblosen Dirnen, da wird euer heiliger Vater nicht gar zu lange in eurer Mitte verweilen können.

7. Lasset die Welt sein, was sie ist, denn Ich bin mehr denn alle Welt! – Lasset die Herrscher sein, was sie sind, denn Ich bin mehr als alle Herrscher! – Lasset die Dirnen sein, wie sie sind, voll Untreue in ihren Herzen, denn Meine Liebe ist sanfter, treuer und zarter denn die aller der weltsüchtigen, wertlosen Mädchen und Buhldirnen. Denn wahrlich, in dieser Zeit hat keine Jungfer eine Liebe mehr. Sie liebt an dem Manne nur, was er hat oder ist; für den Menschen gibt sie keinen Heller, geschweige erst ihre starke, eitle Eigenliebe.

8. Lasset die Weltgelehrten sein was sie sind, denn Meine Gnade wiegt wohl unendlichmal zahllose Gelehrte auf! – Lasset die äussere Kirche sein wie sie ist, und nehmet euch dafür ein Sinnbild an der Spinne, wie sie bei schönem Wetter ihre Fangfäden weit ausdehnt, um allerlei Getier in ihrem Netze zu fangen zur Sättigung ihres grossen Bauches; wenn aber ein anderes Wetter im Anzug ist, so gibt sich zwar dieses Tier alle Mühe, ihr Machwerk vor der Zerstörung zu sichern, es kommen aber alsobald starke Winde von den Höhen und gewaltige Platzregen und machen ihrem Raubneste ein Ende! Blicket aber nun in die Ereignisse der Zeit, und Ich sage euch, ihr werdet alsobald gewahren, dass es also ist! – Ich aber stehe höher und tiefer denn jede Kirche! – Darum sehet auf Mich, die ihr Mich nun schon ein wenig erkannt habt in euren Herzen, dann werden eure Ohren nimmer belästigt werden von dem kirchlichen Zähnegeklapper. Denn die reine Liebe, welche die alleinige wahre Kirche ist durch den lebendigen Glauben und durch das lebendige Wort, klappert nicht!

9. Und so dergleichen mehreres vermeidet aus Liebe zu Mir – und haltet Mich wie einen guten Freund, der sich zu früh entfernen will. – Wenn der Forteilende sieht, wie seine Geliebte ihn umklammert, da kehrt er wieder um und verlässt nicht eher das Haus, als bis er die Braut völlig gewonnen hat!

10. Also tuet auch ihr wie eine zärtliche Braut! – Horcht nicht der Geliebte am Pförtlein seiner Geliebten, bevor er zu ihr tritt ins Gemach, dass er etwa von ihr vernehmen möchte ein geheimes Lob aus ihrem Munde? Wenn er aber solches vernommen hat, wie wird er voll Freuden und kann nicht erwarten, bis das Pförtlein sich öffne! Und ist er einmal darinnen, da ruft er mit Petrus und Jakobus: „Herr, hier ist gut sein!“

11. So er aber antreffen wird seine Erwählte in lauter törichte Zänkereien versunken, läppisches Zeug plaudernd oder gar anderer Lob verkündend – höret, da wird der Geliebte, wie ihr zu sagen pflegt, sich heimlich „aus dem Staube machen“ und die gewählte Törin in aller ihrer Albernheit „sitzen lassen“!

12. So denket denn auch, dass Ich nicht allezeit mit der Türe ins Haus falle, sondern auch warte vor der Türe! – Vernehme Ich, was Mir wohlgefällt, da kehre Ich ein, wo nicht, da lasse Ich im Staube nur Meine Tritte zurück!

13. Wollt ihr Mich zum Gaste haben, so tuet, was dem Gaste behagt, so werde Ich einkehren. Bin Ich aber einmal eingetreten, dann lasset Mich ja nicht wieder gehen, und zeigte Ich Mich euch auch noch so genötigt! – Und wahrlich, so ihr tun werdet, was des Rechtes ist, werde Ich bleiben in eurer Mitte jetzt und allezeit!

14. Aber höret, erst in der reinen Liebe eures Herzens werdet ihre alle erkennen, dass der hohe, bleibende Gast euer heiliger, guter Vater ist, der zu euch gekommen ist und Sein Reich mit Ihm! – Amen. Das sage Ich, der hohe Gast, als euer heiliger, guter Vater! Amen.


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