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Himmelsgaben Band 1


Vom wahren Priester, Arzt und Hirten. – Licht und Trost für Schwache. – 25. Januar 1841


1. Da schreibe ein kleines Wort voll höheren Trostes an die Seele, die da stets kranken Herzens ist und sich in ihrer Schwäche weder zu raten und noch weniger zu helfen weiss. Sie hat sich ohne Meinen Rat und ohne ein ausdrückliches Begehren des besseren Teiles der kirchlichen Priesterschaft durch eine unnötige Beichte (oder sonst kirchliche, priesterliche oder doktrinäre Influenz) in eine Spalte geklemmt, deren Zusammendruck ihrem weichen Herzen eine sehr beklemmende üble Sache machte. Dadurch gleicht sie einem Kranken, zu dem zwei Ärzte kommen, welche feindselig gegeneinander fahren, da sich der Kleine gegen den Grossen auflehnt, indem er keine Einsicht von der Art und Weise hat, wodurch der Grosse mit grosser Leichtigkeit und Sicherheit seine Kranken heilet; während der Kleine vorgibt, dass nur er die wahre Universalmedizin besitze, an deren einzig und allein zu heilen vermögender Seite alles andere eitel und verdammlich ist.

2. Dieser Kranken sage, dass nur Ich der einzig und allein rechte Arzt bin und frei helfen kann, wem Ich will und dass Ich Mich ewig nimmer binden lassen werde von irgendeinem gallsüchtigen Kleinpriester, dem viel mehr eine vermeintliche Verkümmerung seiner geistlichen Autorität als das wahre Seelenheil seiner sogenannten „Beichtkinder“ am Herzen liegt.

3. Siehe, solche Mietlinge stehen Meiner Herde nicht wohl an! Sie wehren die Wölfe von den Schafen nur der Wolle, aber nicht des geistigen Lebens der Schafe selbst wegen ab. Der „rechte Hirte“ dagegen weidet und schützt die Schafe ihres Lebens wegen, da sie Sein Eigentum sind, und kümmert sich weniger um die Wolle, wohl wissend, dass das Leben, wenn es gewonnen wird, auch sicher die Wolle mitbringen wird.

4. O blicke du nur hinaus in Meine grosse Schöpfung! Siehe, dieses alles besteht aus Meiner Liebe und Weisheit, Erbarmung und Gnade! Meinest du wohl, dass Ich solches durch die vermeintliche priesterliche Gewalt und Zulassung tue und so die Erde und alle zahllosen Welten erneuere, erhalte und allenthalben bevölkere!? Oder muss Ich etwa einen Priester fragen um die Erlaubnis und um einen Rat, mit wie viel Licht Ich die Sonne versehen solle, und wann sie auf- und niedergehen möchte!? Oder welcher Priester hat sich denn mit Mir ans Kreuz schlagen lassen!? Oder haben damals nicht vielmehr eben gerade Meine Priester solches an Mir getan und Mich gelästert, als ob Ich vom Teufel wäre gegen ihr vermeintliches Reich Gottes, welches unter solchen Mietlingen vielmehr ein Reich des Satans geworden war und zum Teile nun wieder ist!?

5. Oder, wenn ein Mensch lebt, lebt er aus Mir oder dem Priester? – Ich sage dir, dass Ich ein vollkommen freier und über alles mächtiger Herr, Gott und Vater bin und hange nicht im allergeringsten ab vom Priestertume und kann allein Jedwedem seine Sünden vergeben, der sich reuig in aller Liebe zu Mir wendet; denn Ich bin auch ein Herr über alle Sünder! Und so Ich jemandem seine Schuld nachsehen will, vermöge seiner vollen Sinnesänderung – siehe, da stehe Ich auch gar nicht an auf eine aus törichten Gründen vorenthaltene Absolution eines „wolleverkümmert“ sich wähnenden Priesters!

6. Denn wahrlich, so Ich gar bald wiederkommen werde, da werden mich Hunde und Katzen eher erkennen als solche herrschenwollende Priester, denen allezeit nur an der Wolle gelegen war, so oder so, aber niemalen oder wenigstens sehr selten am Leben selbst!

7. So dir aber irgendein Priester nicht möchte seine wenig sagende Lossprechung erteilen, so gehe zu einem zweiten, dritten usw. Und solltest du keinen finden, der dich losspräche, alsdann komme nur getrost zu Mir und gedenke des verlorenen Sohnes und sei versichert, dass Ich als wahrer, heiliger, bester Vater Meine Kinder gewiss eher denn alle die herzlosen Mietlinge in Mein Haus und Herz mit offenen Armen aufnehmen werde!

8. Daher sei ohne Sorge in dir und folge Mir! Und Ich werde dich ewig nicht zugrunde gehen lassen! – Kehre nur deine Kindlein emsig zu Mir, wozu Ich dir schon an der Seite stehen werde! Und denke, dass der Herr aller Schöpfung auch noch viel mehr ein Herr des Geistes ist und tun kann, was Er will.

9. Siehe, Ich führe dich und werde dich ewig führen! Daher kümmere dich nicht so sehr der blinden Leiter! – Amen! Das sage Ich, dein lieber, guter Vater, dich segnend, Amen, Amen!


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