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Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-81 Eintrag

Himmelsgaben Band 1


Eheliche Hausordnung und Kinderzucht. – 5. Januar 1841


--. O Herr, lasse gnädigst Dein heilig Wort in mir ertönen! Jedoch wie allezeit in der Höhe und in der Tiefe, so geschehe auch diesmal nur Dein heiligster Wille! Amen, Amen.

1. Nun so vernehme und schreibe denn: Ich sage dir aber, wer nicht Mein Evangelium erfüllt, nachdem er es vernommen und einigermassen durchdacht hat, siehe, der ist noch lange nicht geschickt zu Meinem Reiche, da er die Welt immer doch noch mehr fürchtet denn Mich. Er möchte Mich lieben neben der Welt her; aber siehe, Ich bin nicht neben der Welt zu lieben, da die Welt durchgehends nicht in Meiner Liebe, sondern bis auf das letzte Stäubchen nur vermöge Meiner Erbarmung beständig in Meinen unerbittlichen Gerichten steht und besteht. Denn Ich bin nur in der Liebe und Gnade erbittlich, aber ewig unzugänglich in Meinen Gerichten, die da sind die Heiligkeit Meiner ewigen Ordnung zufolge Meiner unendlichen Weisheit.

2. So aber der um ein Lichtwort bittende Bruder gelesen hat im Buche Meiner Liebe und Gnade, dass da gesagt ist: „Siehe, die Kinder der Welt sind oft klüger denn die Kinder des Lichtes!“ (Luk. 16,8) – warum mag er denn nicht die Klugheit seines Weibes anhören und liebt seine Kinder mehr denn dass es billig ist und achtet nicht strenge darauf, dass die Kinder möchten treulich ihrer Mutter gehorchen in der häuslichen Klugheit, die da unvergleichlich besser ist, als alle nutzlosen Wissenschaften, mit denen er seinen Kinder die Köpfe anstopfen lassen möchte. O das letztere ist durchaus nicht der rechte Weg zu Meinem Reiche!

3. Er kann ja allerdings die Kinder beschäftigen mit nützlichen Lehrgegenständen, aber dabei soll er anderseits nicht die Bestimmung des Mädchens und wieder anderseits die Bestimmung des Knaben aus den Augen und aus dem Herzen verlieren, sonst wird es ihm dereinst geschehen, dass er eine grosse Not an seinen Kindern erleben wird. Denn diese werden dann ihren ungebrochenen Willen über seinem Haupte aufbauen und mit ihren ungebändigten Händen sein Herz erdrücken, da es jetzt schon zu schwach ist und zu nachgiebig in vielen Dingen, um die nun noch weichen Hände der Kinder zu bändigen!

4. Er sollte daher nicht anhören die allfälligen Klagen seiner Kinder, sondern nur allezeit unerbittlich und strenge genau untersuchen die Werke des blinden Gehorsams sowohl gegen seinen Willen wie gegen die häusliche Leitung der Mutter, die doch den grössten Teil des Tages allein mit den Kindern zubringen muss. Und er soll sich aber auch zuvor liebevoll und rechtlich nachgiebig, ohne deshalb von seinen Vaterrechten etwas hintanzugeben, mit seinem Weibe im geheimen (d.h. nicht vor den Kindern) verständigen und ihr in häuslicher Klugheit, nach Meinem Rate, ihren mütterlichen Wirkungskreis nicht allzusehr schmälern. Dann wird das Ganze bald eine andere, bessere Wendung nehmen.

5. Er möchte nur in Meinem Buch der Liebe und aller Gnade sehen, dass Ich schon zu den Aposteln gesagt habe, wie ein gar grosses Ding es ist um einen klugen und treuen Haushalter, welchen der Herr setzet über sein Gesinde, damit er ihnen allezeit zur rechten Zeit ihre Gebühr gebe. Auch er soll nun die rechte Zeit nicht übersehen und nach Meinem Rate die Gebühr wohl abwägen, dass da ja niemandem, weder leiblich und noch viel weniger geistig, in seinem Kreise ein Eintrag oder Schaden geschehe! Denn Ich sagte und sage dir nun wieder: „Selig ist der Knecht, welchen sein Herr, wann er kommt, wird also tun finden. Wahrlich sage Ich, Er wird ihn über alle Seine Güter setzen.“

6. So aber dein Bruder nun auch ein Sachwalter und Knecht Meines neu geoffenbarten Wortes der Liebe und Gnade geworden ist – wie ist's denn, dass er Mich erwartet, und Ich noch nicht kommen mag? – Das ist es, dass er sein Haus noch nicht fein genug bestellt hat! Wenn aber ein Haus nicht fein bestellet ist, da gleicht es noch stark einem vergoldeten Bleiklumpen, der zwar äusserlich glänzt, als wäre er Gold, und auch die Schwere des Goldes hat – aber höre, was den inneren Gehalt und Wert betrifft, da ist es denn doch nur ein wertloses Metall und noch weit entfernt vom Golde.

7. So aber nun dein Bruder Mir ein recht treuer und williger Arbeiter an der Hecke Meiner Neupflanzung ist und hat selbst eine gewisse Not mit seinem Weibe, die da schon von Anfang an der Welt mehr denn Mir gegeben – so möchte er als noch immer Mein lieber „Willig“ tun, was da die Kaufleute tun, wenn unbillige Käuflinge auf den Markt kommen und nicht wohl unterscheiden den Preis der Ware und anfangen, denselben zu ihren Gunsten herabzuziehen. Da lässt dann der Kaufmann einen kleinen Vorteil fahren, damit er nur seine Waren an den Mann bringt. – Siehe, desgleichen soll Mein lieber „Willig“ nun tun, freilich anfangs nur in kleinen, unmerklichen Beträgen, und so herab bis zum wohleinsichtigen Masse der gerechten Billigkeit, so wird dadurch sein Weib in ihrer Sphäre an ihm keinen unerbittlichen Stein nach ihrem Dafürhalten mehr finden und bald selbst nach seiner geistigen Ware greifen.

8. Sehet, wie oft muss Ich zu euch einen solchen Kaufmann machen! Und täte Ich es nicht, wo wäret ihr!? – Wie vieles habe Ich euch schon nachgelassen!? – Und bedenket ihr euch noch über Meine Ware, da ihr doch des Lichtes und nicht der Finsternis seid – so bedenket dann, wie schwer der Handel erst geht mit jenen, die da „geistig arm“ und „Kinder der Welt“ sind voll Blindheit!

9. Damit aber Mein lieber „Willig“ seine misslichen Haushaltungsverhältnisse in Betreff Meines Namens mit desto geduldigerem und hie und da nachgiebig prüfendem Herzen durchschauen möge, so gebe Ich ihm schliesslich noch eine kleine Aufgabe, die er wohl überdenken solle, indem Ich sage:

10. Meinst du, dass Ich herabgekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde? – Ich sage euch, durchaus nein – sondern Zwietracht! Denn so in einem Hause irgend sein werden etliche fünfe, diese werden uneins sein unter sich und werden sein drei gegen zwei und zwei gegen drei. Es wird da sein der Vater wider den Sohn, und der Sohn wider den Vater; die Mutter wider die Tochter, und die Tochter wider die Mutter; und es wird sein die Schwieger wider die Schnur, und die Schnur wider die Schwieger. (Matth.10,34-36)

11. Siehe, diese Aufgabe soll „Willig“ recht wohl überlegen, und es wird ihm ein grosser Stein vom Herzen genommen werden. Und sollte er aber diese Worte nicht alsobald begreifen, so wird er ja wohl wissen, wo „der arme Professor“ in derlei Dingen des Geistes zu Hause ist – wo ihm dann alles treulich möchte gegeben werden zum nötigen Verständnis in seinem „willigen“ Herzen, dass er Mir dann ein rechter Mann werden möchte nach Meinem Herzen.

12. Siehe, es erscheint im Lichte der Welt das Ding des Geistes gar oft als eine sich rein widersprechende Torheit. Allein dem ist nicht also! Denn so der Docht unter dem weissen Lichte schwarz wird und die Asche über der schwarzen Kohle weiss – ist das nicht auch sogar in der Natur ein Widerspruch? Und doch, wer zweifelt, dass es also wäre!?

13. Daher, so ihr irgend auf Meinem Wege Widersprüche findet, wie in der Natur und in eurem Welt- oder Leibesleben, dann denket, dass der Schiffer, so er seine Segel nicht gegen den Wind zu richten weiss, damit sein Schiff gegen den Wind und gegen alle die Wogen des sturmbewegten Meeres laufe, noch kein wohlunterrichteter Seemann ist!

14. Wenn eine Lehre gegeben wird, dass sie tauge zum Leben, so muss sie sein wie das Leben selbst, welches da ist eine Regsamkeit des Todes – da dadurch das Leben wird ein Leben im Angesichte des Todes, wie der Tod ein Tod im Angesichte des Lebens.

15. Nun schliesslich ermahne Ich den Bruder noch, dass er diese Schrift nicht möchte seinem Weibe vorweisen, da es noch nicht an der Zeit ist; wohl aber werde Ich dem Knechte eine Weisung geben, wie er sich zu benehmen hat. Bisher aber ist noch kein Fehler geschehen, und so wird der „Winter“ bald zu Ende werden. Nur das Haus fein bestellen! Das vergoldete Blech aus dem Hause schaffen! Die guten Gelegenheiten weise benützen! Meinen Rat treu befolgen, ein guter Kaufmann und ein treuer Haushälter sein! Bei Widersprüchen nicht kleinmütig werden und alle seine Handlungen aus Liebe mit aller Geduld und Sanftmut lenken! Da wird euch in allem der Sieg mit Meiner steten, starken Hilfe gewiss nicht schwer werden! – Amen. Das sage Ich, euer starker Helfer!


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