HIM1-74

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Himmelsgaben Band 1


Vom „Fuchs Herodes“. – 7. Dezember 1840, nachmittags


--. Ans H. bat den Herrn um die Erklärung der folgenden zwei Verse im Evangelium des Lukas, Kap. 13,32 f.: „Und Er sprach zu ihnen: ‚Gehet hin und saget diesem Fuchs: ,Siehe, Ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen. Und am dritten Tage werde Ich Mein Werk vollenden!‘ – Ja, Ich muss heute und morgen und den folgenden Tag wandeln; denn es schickt sich nicht, dass ein Prophet umkomme ausserhalb Jerusalem!‘“

1. Wird schon wieder etwas gar so Leichtes nicht verstanden? – O fraget doch einmal euer Herz, und ihr werdet alsobald den schlauen, herrschsüchtigen „Fuchs Herodes“ darinnen erblicken, der da zuerst herrschen möchte heute im Fleische, morgen in der Seele und am dritten Tage im Geiste.

2. Es wird ihm das Ärgste sein, zu erfahren, dass Ich zuerst richte durch die Kraft Meines Wortes das Fleisch, nachdem Ich aus demselben hinausgeschafft habe alle Unlauterkeit, Bosheit und Geilheit in allen Dingen – und mache dann, fürs zweite, die Seele lebendig durch Meine Gnade – und mache dann frei den Geist durch Meine Liebe.

3. So müsst ihr also heute gesichtet werden im Fleische, dass der Fuchs der Eigenliebe es nicht merke, und müsst morgen befreit werden in eurer Seele von all den bösen Kröpfen, die vom Fleisch in sie eingewachsen sind; und am dritten Tage soll der Geist frei werden zur vollen Besitznahme der Seele und durch diese all des Fleisches, damit dann Raum werde in eurem Herzen für Mich, damit Ich da, in diesem Jerusalem, und nirgend anderswo (was sich wohl für Mich nicht schicken würde) durch das Werk der Erlösung Mich Selbst vollende im Menschen, damit der Mensch dadurch vollendet werde in sich durch Mich und werde wiedergeboren durch Meine Vollendung in ihm durch und durch, d.h. heute, morgen und am dritten Tage, oder was dasselbe ist: im Fleische, in der Seele und im Geiste; oder in der Weltlichkeit, Geistigkeit und in der Liebe; oder in diesem Leben, nach dem Austritt aus dem Leibe und endlich für und in dem Himmel!

4. Was hat aber der Mensch mit dem „Fuchse“ zu tun? Oder was hat da der bildende Fortgang zu tun mit Herodes? – Sehet, da gibt es keine ungerichtete Stufe, die da verfehlen möchte ihre Bestimmung. Aber erst im Menschen tritt die Freiheit in die Erscheinung und dadurch die Äusserung des Geistes in der Zeit zur Auferstehung für die Ewigkeit. – Daher ist Herodes weder ein Fuchs noch irgendein anderes Tier; aber er will schlau sein wie ein Fuchs, ohne zu bedenken, dass Ich noch schlauer bin und gar wohl verstehe, die Eltern der Hölle aus dem Hause zu locken und dann Meinen Bund mit deren Töchtern zu machen und sie allesamt zu entführen in Mein Reich; und brauche nachher niemanden Rechenschaft zu geben, was Ich tue, und kümmere Mich wenig um den Fuchs. Denn Ich bin ein Herr und tue frei, was Ich will!

5. Siehe, das ist das leichte Verständnis dieser zwei Texte! Mache aber auch du mit deinem „Fuchse“, wie Ich tat mit Herodes. Dann wirst du bald eins werden mit Mir, deinem Herrn und Meister und Vater! – Amen.


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