HIM1-51

Aus Suche Jesus-Comes
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-51 Eintrag

Himmelsgaben Band 1


Eine väterliche Einladung. – 14. Oktober 1840


1. So es sein kann – doch eurem freien Willen sei es anheimgestellt – und Ich werde nicht, euch beschuldigend, (nach)sehen, ob ihr es getan oder unterlassen habt; sondern da ihr Meine Kinder und Freunde geworden seid, so könnt ihr es tun noch in diesem Jahre, so ihr könnt und wollt. Doch aber, wenn ihr es tut, so sollt ihr alle Fünfe – mit Meinem leichten Knechte eingezählt – beisammen sein. Doch werde Ich euch einen sehr brauchbaren sechsten und, etwas später, noch einen siebenten Jünger hinzustellen, die euch und Mir sehr viele Freude machen werden.

2. Nicht wahr, Kinder und Freunde, ihr werdet jetzt auch denken: Aber was der gute Vater nun doch wieder möchte? Es schaut gewiss schon wieder etwas ausserordentlich Grosses heraus. – Ja, sage Ich, es schaut richtig schon wieder etwas ausserordentliches Grosses heraus, was Ich euch zeigen möchte, euch aber doch ohne dieses kleine Opfer nicht zeigen kann, da euch für diesen Zweck der natürliche Eindruck mangelt. Denn in gewissen Dingen, da ihr noch nicht völlig im Geiste wiedergeboren seid, ist euch eine naturgemässe Anschauung noch überaus nötig, so ihr wieder sollet in einen grösseren Tropfen Meiner Barmliebe eingeweiht werden. Und das ist nun soeben der Fall! Ich will euch wieder eine Stufe höher ziehen und habe darum dieses mit euch vor. Jedoch nur so ihr leicht könnet und wollet. Es soll darob niemand etwas von dem Seinen verabsäumen! – Somit höret, was Ich meine mit dem „so es sein kann!“

3. Das aber ist nicht etwa Mein Wille, sondern nur der Wunsch Meiner Liebe, dass ihr euch etwa an einem Sonntage, den Ich euch recht gerne dazu beräume, hinbegeben möchtet zum Fusse der sogenannten Kleinalpe – aber nicht etwa gar hinauf zu deren Scheitel, sondern nur bis an den Fuss derselben, der bis nach dem Flecken „Übelbach“ nicht ferne hinreiche.

4. So ihr aber dahin gelangen werdet, so sollet ihr ja auf alles ein sehr aufmerksames Auge richten, und zwar zuerst auf die vor euch liegenden Alpen, auf ihre Erhöhungen und Erniedrigungen, wie und mit was für Bäumen sie bewachsen sind, mit was für Sträuchern, Kräutern und Grasarten sie bekleidet sind um ihre Füsse, und wie die Erde alldort aussieht, was für Steine da seien, ob und was für Mineralien daselbst enthalten sind in den Eingeweiden dieser Gebirge. Alles dieses sollet ihr so viel als möglich selbst in Augenschein nehmen, oder euch daselbst wenigstens recht sorgfältig darum erkundigen.

5. Hauptsächlich aber sollet ihr bei allem dem auf eure Gefühle die grösste Achtsamkeit verwenden. Denn das ist eigentlich der Hauptgrund, warum Ich solches für euch beabsichtige. Und ihr werdet daselbst durch eine besondere Zulassung von Mir euch von noch nie geahnten und noch viel weniger gehabten Gefühlen bemeistert fühlen, welche euch mehr sagen werden, als alle Bücher der Welt zu fassen vermöchten!

6. Warum Ich aber euch gerade auf diese Gegend verweise, das wird euch bei der nachträglichen grossen Erörterung haarklein auseinandergesetzt werden.

7. Sehet, wenn euch irgendein weltlicher Machthaber ein solches Geschäft anbefohlen hätte, so würdet ihr alles verlassen haben, um demselben nachzukommen. Freilich würdet ihr dann „Geschäftsdiäten“ bekommen. Aber auch Ich werde euch versehen mit den Diäten Meines Reiches. Und so wird es euer Schaden nicht sein, zeitlich und ewig.

8. Daher aber sollet ihr euch in der Welt, als der Vorschule des ewigen Lebens, schon ein wenig üben, zu hantieren in Meinen Geschäften. Denn so ihr Mir liebetreu festverbleiben werdet, dann werden euch in Meinem Reiche gar grosse Geschäfte erwarten, wovon ihr jetzt noch keine Ahnung habt.

9. Sehet, einst sagte Ich zu Meinen Knechten und Jüngern: „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! Und besiegelt selbes mit eurem Blute und Leben! Denn wer das Leben sucht und liebt, der wird es verlieren, wer aber dasselbe hasset und es verabscheuet um Meines Namens willen, der wird es erhalten, und wenn er stürbe tausend Male. Und fürchtet nicht die, so nur den Leib zu töten vermögen, der Seele aber kein Leid zufügen können, sondern fürchtet vielmehr Den, der die Seele samt dem Leibe ewig verderben und töten kann.“

10. Sehet, alles dieses sage Ich nicht zu euch, da Ich eure Schwäche wohl erkenne; aber Ich sage zu euch: „Was stehet ihr hier den ganzen Tag müssig, hat euch denn niemand gedinget? So gehet denn auch ihr hin in Meinen Weinberg, und Ich will euch geben, was Rechtens ist.“ – Das, sehet, das sage Ich in diesem Nebenworte soeben zu euch allen! Darum gehet hin, so ihr wollt und könnt, und tuet nach allem dem das Eurige. Ich aber werde dann alsobald zu euch treten und tun das Meinige!

11. Daher noch einmal wohlgemerkt: „So es sein kann!“ – Amen. Das sage Ich, euer liebender Vater. Amen. Amen. Amen.


Hauptseite Himmelsgaben Band 1 HIM1-51 Eintrag